Transformers

OT: -  144 Minuten -  ScFi / Action
Transformers
Kinostart: 03.08.2007
DVD-Start: Unbekannt - Blu-ray-Start: 05.05.2011
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Filmkritik zu Transformers

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Die Transformers sind eine Erfolgsgeschichte der besonderen Art. 1984 hatte die japanische Firma TakaraTomy und die amerikanische Firma Hasbro eine Idee, welche die Träume der damaligen, vorwiegend männlichen, Jugendlichen erfüllen konnte. Sie entwickelten ein Spielzeug, das man mit wenigen Handgriffen von einem Robotor in einen Hubschrauber, ein Auto, oder in etwas ähnliches verwandeln konnte. Gleichzeitig mit dem Spielzeug brachte man eine Fernsehserie heraus, die den Absatz der Robotor noch erhöhen sollte. Am Höhepunkt des Erfolges brachte man auch einen, wenig gelungenen, Film in die Kinos.

Heute, 23 Jahre nach dem Erscheinen der Robotor vereinen sich zwei der ertragreichsten Regisseure Hollywoods um die Transformers erneut ins Kino zu bringen. Steven Spielberg hatte die Idee dazu und konnte seinen Kollegen Michael Bay davon überzeugen bei dem Projekt Regie zu führen. Mit der zugkräftigen Kombination des Produzenten Spielberg, mit dem Regisseur Michael Bay, wurde dem Film ein Budget von 150 Millionen Dollar bereit gestellt. Michael Bay nutzte diese Chance bestmöglichst und zaubert einen haarsträubenden, actiongeladenen Film, von dem man es kaum glauben kann, dass er "nur" 150 Millionen Dollar verschlungen hat.

Sam (Shia LeBeouf) soll von seinem Vater sein erstes Auto bekommen und so fahren die beiden zu einem Gebrauchtwagenhändler. Dort verliebt sich Sam sofort in einen gelben Wagen, der sich später jedoch als der Transformer Bumblebee herausstellt. Gleichzeitig wird eine amerikanische Militärbasis von einem mysteriösen Roboter überfallen und ein weiterer hackt sich in einen Computer um Daten von der Regierung zu stehlen. Auch Sam findet bald heraus dass mit seinem neuen Wagen etwas nicht stimmt. Und gerade als er versucht bei seiner Schulkollegin Mikaela Banes (Megan Fox) zu landen gibt sich ihm sein neuer Roboterfreund zu erkennen.

Doch er ist nicht der einzige. Wie sich herausstellt ist Sam in Besitz einer Brille, auf die eine Karte zu einem wichtigen Artefakt der Transformers eingraviert ist. So formieren sich die guten Transformers, die Autobots unter der Führung von Optimus Prime rund um Sam und wollen ihn beschützen. Doch auch die bösen Transformers, die Deceptions haben davon Wind bekommen wo sich die Karte zu ihrem Artefakt befindet. Mit diesem Artefakt, dem Cube, können sie die Technologie der Erde in Roboter verwandeln und so die Zivilisation auslöschen. Die finale Schlacht zwischen gut und böse rückt immer näher...

Bevor der geneigte Zuseher sich ins Kino begibt und sich den neuen Michael Bay Film ansehen möchte, gilt es eine wichtige Maßnahme zu ergreifen: Die Erwartungshaltung muss justiert werden. Absolut jeder der mit Logiklöchern in Filmen nicht umgehen kann und der mit einem reinen Actionfilm bei dem man am besten das Gehirn abschält nichts anfängt, sollte sich das Eintrittsgeld lieber im vorhinein sparen. Auch ist Transformers wohl eher für ein männliches Publikum geeignet. Dies soll keinenfalls diskriminierend sein, da es sicher auch Frauen gibt, die den Film mögen werden, aber grundsätzlich werden eher Männer angesprochen.

Dies beginnt bereits mit der Besetzung. Während Frauen mit Shia LaBeouf sicher kein Darsteller geboten wird, der als Sexsymbol berühmt werden wird, bekommen die Männer mit Megan Fox einen eye candy serviert. Am besten ist es jedoch wenn man sich vor dem Kinobesuch einfach folgende Frage stellt: Will ich 2 Stunden lang zusehen wie Riesenroboter sich gegenseitig bekriegen und dabei Amerika in Schutt und Asche legen? Im Wesentlichen ist dieser Satz nämlich schon eine ziemlich aussagekräftige Inhaltsbeschreibung des Films.

Alle die mit einem solchen Film etwas anfangen können sollten am besten sofort zum Kinostart in das Lichtspielhaus ihrer Wahl laufen, denn Transformers bietet makellose Action per excellence. Obwohl dieses Jahr mit Stirb Langsam 4.0 bereits ein Film vorgelegt wurde der einen gewaltigen Actionpegel besitzt, übertrifft ihn Transfomers, zumindest im reinen Actionbereich, deutlich. So haarsträubend wurde noch nie eine Stadt in ihre Bestandteile zerlegt. Die Effekte sind dabei auf wirklich unglaublich hohem Niveau und lassen selbst den auf diesem Gebiet grandiosen Spider-Man 3 alt aussehen.

Neben den gigantischen Massenschlachten steht vor allem Shia LaBeouf im Mittelpunkt, der wohl nach dem Film das Vorbild aller Männer sein wird. Er bekommt nicht nur das Mädchen seiner Wahl, sondern darf sich auch über ein heisses Auto und vor allem über die Freundschaft der Transformers freuen. Wer möchte nicht solche Beschützer auf seiner Seite haben? Etwas wirklich aussergewöhnliches hat man sich für den Sideplot rund um Shia jedoch nicht einfallen lassen. Obwohl der männliche Hauptdarsteller zumindest als sympathisch in Erinnerung bleibt, sind die ruhigeren Szenen des Films sicher nicht seine Stärke.

Die starke Seite von Transformers wird bereits sehr früh im Film präsentiert. Beim ersten Angriff auf den Militärstützpunkt lässt Transformers bereits kurz aufblitzen was da noch auf uns zukommen wird. In Folge werden uns immer wieder kleinere Geplänkel und Actioneinlagen präsentiert, die an sich schon beeindrucken, aber im Gegensatz zum grandiosen Finale wirklich nur Kleinkram sind. Die letzten vierzig Minuten des Films sind ein einziger gewaltiger Showdown und übertreffen alles was an Massenzerstörung bis jetzt im Kino zu sehen war.

Neben dieser Zerstörungswut setzt Transformers auch auf viel Humor. An erster Stelle der Stimmungsmacher stehen die Roboter selbst. Zum Beispiel müssen sie sich in einer Szene vor Sams Eltern im Garten verstecken, oder Bumblebee kann es sich nicht nehmen einen Regierungsbeamten auf den Kopf zu pinkeln. Auch einige markige Sprüche der Roboter, die vor allem in Richtung Internet gehen sorgen für Auflockerung. Doch auch von menschlicher Seite wird einiges an Humor eingestreut. Shia LaBeouf gibt den Helden der Story routiniert und hat die Sympathien auf seiner Seite. Doch auch der in einer Nebenrolle auftauchende John Turturro war schon lange nicht mehr so wahnsinnig zu sehen. Sehr gelungen auch die Szene in der ein Handy in einen Mini-Transformer verwandelt wird und in einem Sicherheitskasten um sich ballert. Die Humoreinlagen sind dabei zwar nie auf wirklich hohem Niveau, aber sie lockern zumindest die Stimmung auf.

Die Gestaltung der Transformers sorgte ja im Vorfeld bereits für Aufregung bei den Fans, da sie nicht so aussehen wie in der damaligen Serie. Mir persönlich macht das herzlich wenig aus, da ich nicht so vertraut mit der Serie bin und das Design wirklich gelungen finde. Regelrecht übertroffen hat man sich allerdings mit den Stimmen der Roboter. Besonders die beiden Anführer Optimus Prime und vor allem der Anführer der Deceptions Megatron (Gesprochen von Hugo Weaving) drücken mit ihrem tiefen Timbre das Publikum regelrecht in die Kinositze. Ich kann hier allerdings nur von der englischen Originalversion sprechen, da ich die deutsche Synchro noch nicht begutachten konnte.

Transformers ist Mass Destruction auf wirklich sehr hohem Niveau. Was hier aufgeboten wird lässt dem geneigten Zuseher die Kinnlade runterklappen. Wer nichts mit diesem Zerstörungskino anfangen kann, der wird dies sehr früh im Film merken. Der unausgegorene Plot und die einfallslosen Figuren gewinnen nämlich wirklich keinen Preis. Die bombastischen Actioneinlagen trösten allerdings deutlich darüber hinweg. Für das Auge wird soviel geboten wie schon lange nicht und jeder Actionfan muss die Chance nutzen diesen bombastischen Film im Kino zu betrachten.

Fazit:
Transformers ist gewaltiges Bombastkino wie es sein muss. Zwar kommt die Story und die Figurenzeichnung nicht über das Prädikat ausreichend hinaus, aber dafür fegt die Action den Zuseher regelrecht weg. Was hier für das Auge geboten wird ist schlicht unfassbar und die Jungs bei ILM haben sich selbst übertrofen. Action und Humor ergeben ein stimmiges Ganzes und so ist Transformers für alle Actionfans ein Pflichttermin. So gekonnte wie hier wurde schon lange keine Materialschlacht abgezogen.

Wertung:
8/10 Punkte

Filmering.at
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Ø Wertung: 6.7/10 | Kritiken: 0 | Wertungen: 79
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