Das Geheimnis der Zauberpilze (2009)

OT: Das Geheimnis der Zauberpilze - 90 Minuten - Trash
Das Geheimnis der Zauberpilze (2009)
Kinostart: Unbekannt
DVD-Start: Unbekannt - Blu-ray-Start: Unbekannt
Will ich sehen
Liste
8200
Bewerten:

Filmkritik zu Das Geheimnis der Zauberpilze

Von am

Abseits der routinemäßigen Pressevorführungen, vorwiegend veranstaltet von etablierten Verleihern, die uns die aktuellen Kinoproduktionen vorab zeigen, flattern auch ab und zu DVDs ins Haus, geschickt von engagierten Amateurfilmern, die gerne eine Kritik zu ihrem neusten Werk wollen. So ein Fall betrifft auch den hier besprochenen Film Das Geheimnis der Zauberpilze, realisiert mit einem Minimalbudget, mit einer Minimalcrew, und gedreht von einer Truppe, die sich selbst P.S.Y.C.H.O. Productions nennt. Das Ergebnis ist ein klassisches Trashwerk, mit bekannten Stärken und Schwächen.

 

Zwei Kumpels beschließen, dass sie in den Wald gehen wollen. Ausgestattet mit einer Kiste Bier geben sie sich die Kante, und beginnen sich bald zu beschimpfen. Einer der beiden verliert dabei jedoch die Kontrolle und zieht dem Anderen eine Bierflasche über den Kopf, worauf dieser draufgeht. Als der eine versucht die Leiche zu beseitigen erscheint ihm plötzlich ein Zwerg, der ihm verrät, dass er seinen Freund noch retten kann: Wenn er die seltenen Zauberpilze findet…

 

Das also kommt heraus, wenn sich zwei durchgeknallte Typen in den Kopf setzen einen eigenen Film zu drehen. Ausgestattet mit einem Budget von ca. 1000 Euro drehten Master W und Crippler Chris Das Geheimnis der Zauberpilze und übernahmen dabei fast alle Aufgaben selbst (Regie, Drehbuch und alle Rollen des Films). Die Produktion dauerte dabei ca. 1 Jahr. Man merkt dem Film auch wirklich an, dass die Macher hier ihr Herzblut hineingesteckt haben, denn mit einem minimalen Budget (und einem selbstgebauten 35mm Adapter) sind hier wirklich ansehnliche Bilder und eine handwerklich großteils saubere Produktion  (für diese Verhältnisse) entstanden, die für einen Amateurfilm durchaus ansehnlich sind.

 

Und an dieser Stelle muss ich mich auch schon vom Versuch einer objektiven Berichterstattung verabschieden, da Das Geheimnis der Zauberpilze ein sehr eigenwilliger Film ist, bei dem die Meinungen wohl sehr weit auseinander gehen werden. Natürlich ist das Drehbuch stockdämlich, natürlich sind die Gags großteils schundig und natürlich ist der Film im Wesentlichen ein ausgeprägtes Macho-/Prollmachwerk, das es allen, die nicht Hardcorefans von Amateur-Trashfilmen sind, relativ schwer macht das Gezeigte zu genießen.

 

Doch das ist eben auch so gewollt, und so ist die Frage nur, ob man sich auf diesen Partyspaß einlassen möchte. Doch abgesehen von dieser konzeptionellen Weichenstellung gibt es einige Punkte, die doch besonders hervorstechen: So fällt auf, dass der Rhythmus nicht wirklich hinhaut, und der Film über weiter Strecken sehr gestreckt wird. So zieht er sich stellenweise sehr in die Länge, und verliert somit etwas von seinem knackigen Spaßfaktor. Auch schwankt die Gagqualität doch sehr stark, und man muss oft lange warten bis es wieder ein Witz schafft zu zünden. Auch die Konzeption des Film im Film, da die Hauptdarsteller sich quasi zu Beginn ihren eigenen Film ansehen, und während des Films immer wieder Kommentare einstreuen, erweist sich als Flop, da es eigentlich nur den Rhythmus stört und den Film weiter in die Länge zieht.

 

Ausserdem hat man versucht auf den Gorezug mit aufzuspringen, und auch ansonsten häufen sich einige unappetitliche Szenen, die wohl einigen sehr missfallen werden, da sie leider auch nicht besonders gut inszeniert wurden. Auch erweisen sich nicht alle auftretenden Figuren als wirklich sinnvoll, und interessant. Wirklich gelungen ist nur die eigentliche Hauptfigur, angelegt als rabiater Metaltyp, dessen Wutausbrüche durchaus spaßig sind, und der durchgeknallte Zwerg, der ebenfalls Spaß macht. Ob Das Geheimnis der Zauberpilze somit funktioniert liegt stark im Auge des Betrachters, wer jedoch klassische filmische Qualitäten sucht, wird garantiert nicht fündig. Trashfans können jedoch einen Blick riskieren.

 

Fazit:

Das Geheimnis der Zauberpilze ist eine Amateur-Trashproduktion, die leider an einer zu langen Laufzeit, an großteils schwachen Figuren und an einem insgesamt eher mauen Drehbuch leidet. Natürlich ist dies für einen Trashfilm durchaus normal, jedoch sollte man sich dessen bewusst sein, denn hier werden wirklich nur Freunde des Genres auf ihre Kosten kommen.

 

Wertung:

4/10 Punkte

Filmering.at
Community
Ø Wertung: 4/10 | Kritiken: 0 | Wertungen: 1
10 /10
0%
9 /10
0%
8 /10
0%
7 /10
0%
6 /10
0%
5 /10
0%
4 /10
100%
3 /10
0%
2 /10
0%
1 /10
0%
Vielleicht interessiert dich auch
Keine Empfehlungen gefunden!
Der Film ist in diesen Listen
Keine Listen gefunden!