La Pivellina (2009)

OT: La Pivellina - 100 Minuten - Drama
La Pivellina (2009)
Kinostart: 13.11.2009
DVD-Start: Unbekannt - Blu-ray-Start: Unbekannt
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Filmkritik zu La Pivellina

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Kurzkritik im Rahmen der Viennale 2009:

 

La Pivellina wurde in Cannes in der Nebenschiene Quinzaine des Realisateurs mit dem Label Europa Cinemas, als Bester europäischer Film ausgezeichnet. Zusätzlich wurde dem Film die Ehre zu Teil als erste österreichische Produktion die Viennale, also das größte heimische Filmfestival, zu eröffnen. Genug Gründe sind als vorhanden um sich den Film anzusehen. Doch leider schafft es La Pivellina nicht wirklich zu überzeugen.

 

Patrizia findet, als sie eigentlich auf der Suche nach ihrem Hund ist, ein allein gelassenes Kind auf dem Spielplatz. Nachdem die Mutter nach einiger Zeit nicht auftaucht, beschließt sie das Kind mitzunehmen. Gemeinsam mit ihrem Mann Walter betreibt Patrizia einen Wanderzirkus, doch da im Augenblick gerade Winterpause ist, hat sie genügend Zeit um sich um das Kind zu kümmern. Unterstützt wird sie dabei vom vierzehnjährigen Nachbarsjungen Tairo…

 

Nach ihrer dokumentarischen Vorgeschichte, versuchen sich Tizza Covi und Rainer Frimmel mit La Pivellina das erste Mal an einem Spielfilm, der jedoch deutlich von ihrem dokumentarischen Background geprägt ist. Der Look des Films ist sehr rau, und die Szenarie wirkt ungeschönt, und wie aus dem Leben gegriffen. Hinzu kommt, dass sie ausschließlich auf Laiendarsteller zurückgegriffen haben, sodass die Grenzen zwischen Dokumentation und Fiktion schon sehr verschwommen sind.

 

Es gelingt auch auf diese Weise tatsächlich ein Gefühl für die Menschen am Rande der Gesellschaft zu entwickeln, und im Gegensatz zu den teilweise menschenverachtenden Formaten, die über die Fernsehschirme flimmern, und sich am Elend der Armut ergötzen, versucht La Pivellina wirklich bedacht vorzugehen, und die Realität mit Feingefühl einzufangen. Das Problem ist nur, dass dies auch schon die einzige Ambition des Films ist. Im Wesentlichen sehen wir nämlich eine eintönige Alltagsstudie, in der ansonsten nicht wirklich etwas passiert. Dramatische Höhen werden großteils umschifft, stattdessen gibt es nur monotone Abläufe, ohne wirklich Akzente zu setzen. Man hat sich hier einfach zu sehr auf eine Alltagsbeobachtung verlassen, und dabei vergessen eine interessante Geschichte zu erzählen.

 

Wertung:

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