Disneys Eine Weihnachtsgeschichte (2009)

OT: A Christmas Carol - xx Minuten - Familienfilm
Disneys Eine Weihnachtsgeschichte (2009)
Kinostart: 05.11.2009
DVD-Start: Unbekannt - Blu-ray-Start: 25.10.2012
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Filmkritik zu Disneys Eine Weihnachtsgeschichte

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Hohe Erwartungen waren an den Film "Eine Weihnachtsgeschichte" geknüpft - nicht zuletzt deshalb, weil der Regisseur Robert Zemeckis heißt und mit "Forrest Gump" ein Meisterwerk der Filmgeschichte geschaffen hat. Darüberhinaus hat Zemeckis 2004 mit "Der Polarexpress" schon einmal einen (Vor)-Weihnachtsfilm gedreht, in dem er das Performance-Capture-Verfahren erstmal verwendete, bei dem Gestik und Mimik der Schauspieler auf die animierten Figuren übertragen werden. Hohe Erwartungen auch deshalb, weil sich Zemeckis mit Charles Dickens` "Eine Weihnachtsgeschichte" der bekanntesten aller Weihnachsgeschichten angenommen hat,  die schon zahlreiche Male zuvor eher schlecht als gut inszeniert wurde. Das letzte Negativbeispiel liegt  mit "Der Womanizer" (Originaltitel: Ghosts Of Girlfriends Past) im Mai 2009 gar nicht so lange zurück. Die Hoffnungen lagen also in Zemeckis` Version , einmal das wirklich Elementare des Originals von Dickens aufzuzeigen. Handelt die Geschichte doch in ihrer Quintessenz von der Erlösung eines Menschen.

 

London am Ende des 19. Jahrhunderts: Der alte, herzlose Geschäftemacher Ebenezer Scrooge  ist ein geiziges Scheusal der für Weihnachten nichts übrig hat. Am Heiligen Abend erscheint ihm jedoch der Geist seines alten Geschäftspartners  Marley, der selbst ein skrupelloser Geschäftsmann war und nun Scrooge nahelegt, sein Leben zu ändern, da ihm sonst ein bitteres Ende erwarte. Daraufhin, in der selben Nacht, erscheinen dem alten Geizhals die drei Geister der vergangenen,- der gegenwärtigen- und zukünftigen Weihnacht. Sie führen Scrooge sein trauriges Leben vor Augen und fordern ihn auf, sein Leben zum Guten hin zu ändern...

 

Betrachetet man nun den Film, so muss man feststellen, dass die hohen Erwartungen nicht voll erfüllt werden können. Vor allem auf inhaltlicher Seite kann der Film nicht genug Tiefe und Glaubwürdigkeit mitbringen. Der Lebenswandel des Ebeneezer Scrooge vom kaltherzigen Griesgram zum warmherzigen Menschen wird einfach zu schnell vollzogen, als dass der Zuschauer die Möglichkeit hätte, diesen nachzuvollziehen und sich emotional damit zu verbinden. Dass das nicht gelingt, liegt gewiss nicht an Jim Carrey, der zu den Rollen (er spielt Scrooge, sowie alle drei Geister) passt, wie die Faust auf`s Auge. Man hätte sich keinen geeigneteren Schauspieler vorstellen können, der den verschiedenen Figuren so viel Leben einhauchen kann. Davon war Regisseur Zemeckis wohl schon lange überzeugt: "Als ich meinen ersten  Performance-Capture-Film drehte und das ganze Potenzial dieser Technik realisierte, begriff ich, dass Jim Carrey der beste lebende Performance-Capture-Schauspieler ist. Sein Gesicht ist unglaublich ausdrucksvoll und er versteht es wunderbar, Charaktere zu erschaffen". Sehr positiv fällt auch die deutsche Synchronstimme von Jim Carrey auf, für die sich Stefan Fredrich verantwortlich zeigt. Dessen unterschiedlichen Stimmlagen wirken sehr homogen und passen ausgesprochen gut zum erst garstigen, dann fröhlichen Scrooge und runden die sehr gelungene Figur des Ebenezer perfekt ab.

 

Im Gegensatz zur eher schwachen Inhaltsebene kann der Film visuell und akustisch umso mehr überzeugen. Was die schon erwähnte Performance-Capture-Technologie in Verbindung mit den Szenenbildern und visuellen Effekten auf die Leinwand zaubert ist absolut großartig und in 3-D natürlich schön anzusehen. Auch Alan Silvestri, der sich für die Filmmusik auszeichnet, leistet volle Arbeit. Seine Musik ist stets passend und unterstreicht eindrucksvoll das Geschehen auf der Leinwand. Zwar werten die genannten Punkte den Film auf, trotzdem bleibt das Gefühl, dass auf der inhaltlichen Ebene deutlich Potenzial verschenkt worden ist.

 

Fazit:

Auf Grund der hohen Erwartungen  kann man "nur" von einem ordentlichen Film reden, der dem Zuschauer durchaus vorweihnachtliche Gefühle entlocken kann, bei dem aber mehr drin gewesen wäre.

 

Wertung:

6/10 Punkte

Filmering.at
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Ø Wertung: 5.3/10 | Kritiken: 0 | Wertungen: 3
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