Plattfuß am Nil

OT: Piedone d'Egitto - 104 Minuten - Komödie
Plattfuß am Nil
Kinostart: 19.06.1980
DVD-Start: 25.05.2012 - Blu-ray-Start: Unbekannt
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Filmkritik zu Plattfuß am Nil

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Der Abwärtstrend setzt sich unaufhaltsam fort. Der enttäuschende Abschluss der „Plattfuß“ – Reihe ist leider ein sehr albernes Stück Zelluloid, das kaum noch Gemeinsamkeiten mit dem Erstling hat. Wieder geht’s nach Ägypten, wo ein optisch Richtung Einstein geformter Wissenschaftler (der einen Käfer entdeckt hat, der nur dort lebt, wo es Ölvorkommen gibt!) und die gutaussehende Nichte eines Ölmilliardärs vor bösen Beduinen geschützt werden müssen.

Die Sprüche sind klasse, De Angelis liefert wieder einen tollen Score und zu Beginn wird sich auch erst mal fachgerecht in einem Haus voller Silvesterfeuerwerk und wenig später in einem Schiff effektvoll geprügelt. Leider baut „Plattfuß am Nil“ daraufhin stark ab, weil Caputo und Bodo hier mehr Szenen zugestanden werden, als dem Film gut tut.

Dass Rizzo eigentlich zum Rauschgiftdezernat gehört ist hier immer weniger von Interesse. Caputo läuft wie ein verhinderter Detektiv im Trenchcoat herum und Bodo tut stets das Gegenteil von dem, was man ihm sagt. Der offensichtlichste Bösewicht ist zunächst ein blondes Exemplar namens Schwede – hatten wir auch schon im Vorgänger. „Plattfuß am Nil“ nervt schon zu Beginn mit purer Einfallslosigkeit und treibt deswegen den Slapstickanteil in die Höhe.

Bud Spencer glänzt mit gewohnter Souveränität, auch wenn die Gemeinsamkeiten zu seinen vorherigen Plattfuß-Auftritten schwinden. Optisch ist das Ganze natürlich auch hier wieder über jeden Zweifel erhaben. Vor allem die Aufnahmen an der Sphinx sind ein schickes Extra. Leider tritt die Krimikomponente hier stetig in den Hintergrund und macht für klamottige Story Platz, die sich final dann der totalen Lächerlichkeit Preis gibt.

Zur Filmmitte kommt „Plattfuß am Nil“ kaum mit seiner Geschichte in Gang, weswegen Buddy auch fast durchgängig damit beschäftigt ist von Schauplatz zu Schauplatz (Gebetseinrichtung, Teppichladen, etc.) zu rennen und mit dort anzutreffenden Rabauken kurzen Prozess zu machen. Zum Schluss wird’s dann ganz unterirdisch, weil der Abschlussfilm zu einer albernen Kostümparty verkommt. Gut, dass man’s hierbei dann auch belassen hat.

Fazit:
„Plattfuß am Nil“ ist ein enttäuschender Abschluss der Reihe, obwohl Bud Spencer sich gewohnt sympathisch durch die bösen Handlanger prügelt und knurrige Sprüche zum Besten gibt. Abseits dessen gibt es, abgesehen vom Score, aber kaum Positives zu berichten. Die Charaktere Caputo und Bodo sind die personifizierte Albernheit, der Plot ist blödsinnig und in keiner Weise mit den guten Ideen der beiden ersten Teile vergleichbar. Über den Professor und seine Käfer breiten wir deswegen auch einen Mantel des Schweigens.

 

Wertung:

6/10 Punkte

Filmering.at
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