Final Destination 2

OT: Final Destination 2 - 90 Minuten - Horror
Final Destination 2
Kinostart: 06.03.2003
DVD-Start: Unbekannt - Blu-ray-Start: 02.09.2011
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Filmkritik zu Final Destination 2

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Lukrative Beiträge der Teeniehorrorwelle bekommen eine Fortsetzung, so dass ungeschriebene Filmproduzentengesetz der letzten Jahren. Da „Final Destination“ endlich mal etwas frischen Wind in die recht eintönig gewordene Angelegenheit brachte und an den Kinokassen ordentlichen Erfolg vorzuweisen hatte, schafft es die Fortsetzung trotz des Ende dieser Ära, doch noch ins Kino, um ein weiteres Mal den Tod zu überlisten.

Da alle (ausgenommen einem Exemplar) Opfer des ersten Teils inzwischen verstorben sind beschränkt man sich während der Introsequenz auf eine kurze Erläuterung des Geschehens und stellt mit Kimberly (A. J. Cook) eine neue Hauptfigur vor, die gerade mit ihren Freunden in den Urlaub Richtung Daytona fahren möchte. Gute Laune, Gras, gute Musik… Alles scheint dabei zu sein, der Tod auch. Auf der Autobahn passiert es. Durch eine Verkettung unglücklicher Umstände rasen LKWs wie Autos in ein riesiges Inferno von Flammen und Toten. Was Regisseur David R. Ellis hier als Opener präsentiert, ist optisch ein durch CGI-Sfx unterstützter früher Höhepunkt, voller brennender Autos, alles umfahrender Trucks, einem Flammenmeer und vielen Toten, die explizit und blutig auf vielerlei Arten sterben.

Die Freunde sind dahin, Kimberly kann einige Leute vor dem Unfall retten, dem Tod gefällt die Durchkreuzung seiner Pläne nicht und schon geht das Spiel von vorn los. Der Fortschritt bringt das Internet mit sich und so dauert es nicht lange, bis Kimberly auf die Geschehnisse des Fluges 180 aufmerksam wird und die einzige Überlebende besucht, von der sie Hilfe erwartet. Diese fühlt sich, immer noch Angst vor dem Tod habend, in einer geschlossenen Anstalt ziemlich wohl, so dass sie erstmal auf sich allein gestellt ist, aber die Hilfe des ebenfalls den Autobahnunfall überlebenden Cop Burke (Michael Landes) annimmt, mit dem sie während des Films eine oberflächliche Lovestory eingeht.

Mit ihm trommelt sie und die inzwischen zu Hilfe eilende und einzige Überlebende des ersten Teils Clear (Ali Larter) die Überlebenden des Unfalls zu Beginn zusammen, um ihnen die Bredouille zu erläutern. Obwohl die Gäste nicht ganz von der Geschichte überzeugt sind, müssen sie nach einem weiteren, blutigen Vorfall die Wahrheit eingestehen. Doch wie kann man den Tod aufhalten? Das Sterben beginnt…

Stilistisch ist die Fortsetzung kaum noch zu vergleichen. Setzte der Erstling noch auf stimmige Sets, Suspense und eher selten auf Gore, so ist die schamlose Darstellung von Gewalt genau die Stärke des zweiten Teils. Die „Morde“ werden so deutlich und übertrieben inszeniert, dass sie amüsanten Comiccharakter besitzen. Es werden Gliedmaße abgetrennt, Menschen von Draht zerschnitten oder Körper durchbohrt und verbrannt. Leider bleibt dabei aber, trotz guter Kameraarbeit, die Atmosphäre auf der Strecke. „Final Destination“ kommt in seiner Inszenierung häufig eher wie ein Actioner, als wie ein stimmiger Horrorfilm rüber, was einen negativen Effekt auf die Spannung hat. Daran haben wohl auch die Schauspieler (ausgenommen Ali Larter) etwas zu knabbern, die nicht an die Leistungen ihrer Kollegen aus Teil eins anknüpfen können.

So bleibt ein optisch ansprechendes Abhaken aller Opfer nach dem selben Prinzip, das im Finale aber stark nachlässt. Ein weiterer Cameoauftritts Tony Todds amüsiert genau wie Ellis Spiele mit den Erwartungen der Zuschauer, die schon zu wissen glauben, wann und wie das nächste Opfer dahinsiecht und die Idee eine Verbindung zu den Charakteren vom Vorgänger herzustellen.

Fazit:
Die Fortsetzung glänzt durch die harte, explizite Darstellung von „Unfällen“ und besitzt dadurch ein gesundes Maß an schwarzem Humor. Da der Plot aber nur wiederholt wird und kaum Kreativität zu finden ist, die Schauspieler größtenteils blass bleiben und kaum Atmosphäre vorhanden ist, bleibt „Final Destination 2“ nur ein netter Film für zwischendurch.

 

Wertung:

6/10 Punkte

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Ø Wertung: 5.6/10 | Kritiken: 0 | Wertungen: 20
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