Cube Zero (2004)

OT: Cube Zero - 97 Minuten - SciFi / Thriller
Cube Zero (2004)
Kinostart: Unbekannt
DVD-Start: Unbekannt - Blu-ray-Start: 14.02.2013
Will ich sehen
Liste
7895
Bewerten:

Filmkritik zu Cube Zero

Von am

Zum dritten und bislang letzten Mal, widmet sich die kanadische Filmproduktion wieder dem „Cube“- Franchise. Erneut gibt es aber auch beim dritten Teil Modifikationen: Die Haupthandlung nimmt nicht wie sonst üblich IM Cube, sondern nun außerhalb davon Platz: Der Techniker Eric Wynn (Zachary Bennet) und sein Kollege Dodd (David Huband) sind Betreuer des Cube und gehen monoton ihrer Arbeit nach. Zwischen grausamen Morden im Cube, finden sie so auch noch Zeit für kurze Schachspiele oder das Ausleben einer künstlerischen Ader. Doch als sich eine anscheinend unschuldige Frau in die Fänge des Cube stürzt, bekommt Wynn ernsthafte Probleme mit seinem Gewissen. Ist das System, für das er arbeitet, vielleicht selbst nur ein riesiges Labyrinth?

 

Zwei ganze Jahre dauerte es, bis sich wieder jemand an den Cube-Stoff heranwagte. Ein erneuter Erfolg war im Vorfeld stark umstritten, immerhin hatte „Cube 2: Hypercube“ so manche Woge unter den Cube-Fans hochgehen lassen. Ein dritter Teil musste in logischer Konsequenz also wieder alles hinbiegen. Wer wäre für diese Aufgabe also mehr prädestiniert als ein Macher des ersten Teils? Kurzerhand konnte man also den Hauptdrehbuchautor des ersten Teils als Regisseur gewinnen: Ernie Barbarash. Erneut verfasste er das Drehbuch und kehrte damit wieder zu den ursprünglichen Anfängen des Cubes zurück. Um aber auch etwas Neues bieten zu können, ging Barbarash eine Ebene tiefer und offenbart dem Publikum nun auch die schrecklichen Vorgänge hinter dem Cube. Wie aber auch schon der Titel verrät, sollte es sich nun um ein Prequel handeln.

 

Wie auch schon seine zwei Vorgänger, hält sich „Cube Zero“ anfangs nicht lange mit Vorspännen oder langwierigen Einleitungen ab und liefert einen schnellen und direkten Einstieg. Die nächsten Minuten erweisen sich zu anfangs zwar als sehr interessant, beantworten jedoch noch kaum fragen und lassen durch die geteilten Handlungsstränge zuerst noch kaum Zusammenhänge erkennen. Interessanterweise wirkt der Film gerade durch seine zusätzliche Handlungsebene, sprich, die Außenwelt, eher langweilig. Die Handlung dümpelt vor sich hin und wird nur durch einige blutige Effekte mit Spannungsspitzen durchzogen. Wenigstens wurde damit das fehlende Element der Fallen aus dem zweiten Teil wieder gutgemacht.

 

Auf den ersten Blick scheint es, als würde „Cube Zero“ endlich wieder alles richtig machen: das „Cube“- Franchise erhält seine würdige Fortsetzung! Doch falsch gedacht, im Laufe des Films wird klar, dass der dritte Film zwar eine durchaus interessante Thematik beinhaltet, jedoch trotzdem in eine Wiederholung alter Schemen verfällt. Die einzigen neuen Elemente im Cube sind Buchstaben anstatt der altbekannten Zahlen und rundliche statt eckigen Durchgänge – also im Grunde überhaupt nichts Neues.

 

Die Anzahl der Schauspieler ist zwar deutlich höher als bei den Vorgängern, doch trotzdem greift auch hier der Spruch: Qualität vor Quantität. Eric Wynn wird von Zachary Bennet zwar glaubhaft dargestellt, auch seine innerliche Zerrissenheit wird ersichtlich, doch trotzdem scheint er in der Monotonie der Gesamtheit unterzugehen. Gleich ergeht es seiner Filmpartnerin Stephanie Moore. Auch ihr Charakter bietet eine durchaus interessante Ausgangsposition, doch ihre schauspielerischen Fähigkeiten lassen den Zuschauer einen faden Unterton einfach nicht übersehen. Das einzige Licht unter den Schauspielern bietet Michael Riley als Jax: Mit einer strengen, teilweise aber durchaus amüsanten Spielart, macht er es als einziger möglich, einen Charakter direkt spüren zu können. Solche Leistungen bilden aber wie schon gesagt eine Ausnahme. Der Rest der Schauspielriege bekommt zwar seine gewisse Screentime zugewiesen, kommt jedoch über eine laienhafte zweidimensionale Darstellung einfach nicht hinaus.

 

Einen unbestreitbaren Pluspunkt kann „Cube Zero“ jedoch für die Optik genießen. Zwar erinnert das Innenleben nicht mehr direkt an den ersten Teil der Filmtrilogie, doch die Außenwelt wird äußerst interessant dargestellt. Die Technik erscheint veraltet, verstaubt und überholungsbedürftig. Also nicht gerade das, was man sich außerhalb dieses hightech Labyrinths erwarten würde. Dieser charaktervolle Look bleibt aber leider alleine für sich stehen. Hier zeigt sich die altbekannte Krankheit der „Cube“-Filme: Die Musik kann das Publikum nie für sich gewinnen. Nicht einmal eine passende Untermalung scheint möglich. Schade, hier hätte es Hollywood ohne Frage besser machen können. Generell erscheint es höchst tragisch, dass sich niemand aus Hollywood für den dritten Teil interessiert hatte. Zwei Independent-Filme waren zwar durchaus interessant anzusehen, doch gerade für den dritten Teil, welcher auch ein vollkommen neues Publikum einführen konnte, hätte eventuell eine Teilnahme der großen Studios durchaus Wunder wirken können. Da das alles aber leider nicht geschah, verkommt „Cube Zero“ und fristet nun zusammen mit seinen zwei Vorgängern ein Nischendasein.

 

Fazit:

„Cube Zero“ scheint zwar einige Fragen zu beantworten, doch trotzdem wirft er auch neue auf. Die Handlung ist zwar durchaus interessant, es scheint aber fast so, als würde sie sich auch nur von einem Würfel in den nächsten bewegen. Für Fans der „Cube“-Filme und Splatter-Freunde durchaus zu empfehlen, der typische Filmfreund sollte jedoch besser seine Finger davon lassen.

 

Wertung:

6/10

Filmering.at
Community
Ø Wertung: 6/10 | Kritiken: 0 | Wertungen: 1
10 /10
0%
9 /10
0%
8 /10
0%
7 /10
0%
6 /10
100%
5 /10
0%
4 /10
0%
3 /10
0%
2 /10
0%
1 /10
0%
Vielleicht interessiert dich auch
Keine Empfehlungen gefunden!
Der Film ist in diesen Listen
Keine Listen gefunden!