Pitch Black

OT: Pitch Black - 108 Minuten - SciFi
Pitch Black
Kinostart: 07.09.2000
DVD-Start: Unbekannt - Blu-ray-Start: Unbekannt
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Filmkritik zu Pitch Black

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Es ist ja kein Geheimnis, dass es dem modernen Actionkino an starken Helden fehlt, seit die alte Garde der 80er Jahre Idole in den Hintergrund (oder manche ins Direct-to-DVD Lager) gedrängt wurden, und sich der Actionfilm verändert hat. Vin Diesel ist dabei einer der wenigen Lichtblicke, da er die klassischen Werte der Vergangenheit wie z.B. rohe physische Präsenz, Ausstrahlung und natürliche Coolness, in die modernen Filme mitnimmt, und dabei natürlich durch seine Jugend für den klassischen Rollenarchetypen besser geeignet als die alten Idole ist. Und in Pitch Black darf Diesel all seine Trümpfe ausspielen.

 

Ein Raumschiff gleitet durch den Weltraum. Plötzlich durchbricht ein Meteoritenhagel die Stille, und die Passagiere müssen ums Überleben kämpfen. Die Ereignisse führen schließlich zum Absturz auf einem nahe liegenden Planeten. Bei diesem Unfall konnte sich der transportierte Schwerverbrecher Riddick (Vin Diesel) aus der Gefangenschaft befreien und ist nun auf der Flucht. Doch Riddick ist nicht das größte Problem der Gestrandeten. Denn der Planet auf dem sie gelandet sind, ist von gefährlichen Lebewesen bewohnt, die in der Dunkelheit leben, und nicht ans Tageslicht kommen. Da kommt es zunächst gelegen, dass der Planet von drei Sonnen beleuchtet wird. Dumm ist nur, dass eine lange Sonnenfinsternis bevorsteht…

 

Man braucht nicht lange um den heißen Brei herumreden: Pitch Black zählt sicher nicht zu den kritischen, oder wirklich intelligenten SciFi Filmen. Auch versucht der Film erst gar nicht das Rad neu zu erfinden, sondern hält schon ziemlich an den diversen Regeln des Genres fest. Doch dies ist nicht unbedingt zum Schlechteren für Pitch Black, denn dadurch, dass die Grenzen fest abgesteckt sind, kann sich der Film erstaunlich gut auf seine Kernkompetenzen besinnen, und schafft es seine Trümpfe geschickt auszuspielen.

 

Zu Beginn herrscht dabei die klassische „Verloren im Weltraum“ Grundstimmung vor. Das Schiff ist auf irgendeinem Planeten abgestürzt, und keiner hat so richtig Ahnung wo man genau ist, bzw. was sich auf dem Planeten überhaupt befindet. Auch weiß, mit einer Ausnahme, niemand so richtig was es mit Riddick wirklich auf sich hat, und ob er wirklich eine solch große Bedrohung für die Gestrandeten ist. Hier schafft es Pitch Black grandios die Stimmung auf den Zuseher zu übertragen, und für eine Aura des Ungewissen zu sorgen. Man ertappt sich dabei wie man förmlich mit den Protagonisten gemeinsam den Planeten erforscht, und dabei unbedingt mehr erfahren möchte.

 

Dieser gemeinsame Forscherdrang wird auch lange aufrecht gehalten, während sich die Geschichte parallel dazu entwickelt. Kleinere Geplänkel in der Gruppe runden das Bild dabei ab. Pitch Black nimmt sich dabei genügend Zeit die Fronten abzuklären, bevor man schließlich für externe Bedrohung durch die Wesen sorgt, die den Planeten in der Dunkelheit beherrschen. Dabei greifen natürlich kleinere Storytricks, wie die bevorstehende Sonnenfinsternis, Riddick’s besondere Fähigkeit im Dunklen zu sehen, und die Lebewesen die nur im Dunklen vorkommen, perfekt ineinander. Dies wirkt zwar etwas konstruiert, funktioniert aber dennoch.

 

Schlussendlich, wenn die totale Dunkelheit eingetroffen ist entwickelt sich Pitch Black zu einem eher konventionellen Monsterfilm, in dem einer nach dem Anderen dran glauben muss. Die mit Abstand faszinierendste Figur bleibt dabei natürlich Riddick, von dem man wirklich gerne mehr erfahren würde. Aber obwohl Pitch Black hier etwas gegenüber dem starken Beginn abflacht, trösten Atmosphäre und der solide Spannungsbogen darüber hinweg. Schlussendlich bleibt Pitch Black über die gesamte Laufzeit ein kleiner, aber feiner Film, den man sich immer wieder ansehen kann, und der, auch dank eines prächtig gelaunten Vin Diesel, auch einfach sehr viel Spaß macht.

 

Fazit:

Pitch Black erfindet das Rad natürlich nicht neu, und setzt auf eher bewehrte SciFi-Zutaten. Mit diesen geht der Film aber wirklich gut um, sodass er es schafft den Zuseher gekonnt ins Geschehen zu ziehen. Speziell zu Beginn ist man sehr neugierig, wenn es daran geht den Planeten zu erforschen, und zu warten bis die Fronten wirklich abgeklärt sind. Danach fällt der Film zwar leicht ab, aber ein unglaublich sympathischer Vin Diesel schafft es auch hier den Film zu tragen. Sehr sehenswerte, kurzweilige Action mit einer guten Atmosphäre!

 

Wertung:

8/10 Punkte

Filmering.at
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Ø Wertung: 7.7/10 | Kritiken: 0 | Wertungen: 16
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