Splinter (2008)

OT: Splinter - 82 Minuten - Horror
Splinter (2008)
Kinostart: Unbekannt
DVD-Start: Unbekannt - Blu-ray-Start: 21.05.2013
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Filmkritik zu Splinter

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Hand aufs Herz: Wieviel Neues erwarten wir uns wirklich noch von einem Monsterfilm? Die Grenzen des Genres sind fest abgesteckt, nicht einmal Altmeister George A. Romero hat dem Zombiefilm noch besonders viel Neues hinzuzufügen, und so ist es wohl am besten wenn man sich an gut gemachten Versatzstücken erfreut, die zwar das Rad nicht neu erfinden, aber zumindest etwas mit den Zutaten spielen, und ein gut gewürztes Projekt servieren. Splinter ist nun ein solcher Fall, der sich zwar reichlich bei den bekannten Vorbildern orientiert, aber es im Endeffekt sehr gut schafft das Publikum bei Laune zu halten.

 

Seth (Paulo Costanzo) und seine Freundin Jolly (Jill Wagner) wollen auf besondere Art ihr Jubiläum feiern. Auf Jollys Wunsch sind sie Zelten gefahren, doch in der Wildnis stellen sie schon bald fest, dass keiner von ihnen so richtig Ahnung hat. Da sie es noch nicht einmal schaffen ein Zelt aufzustellen, wollen sie in ein Motel fahren. Doch da kreuzen sich ihre Wege mit denen von Dennis (Shea Whigham) und Lacey (Rachel Kerbs), einem Verbrecherpärchen auf der Flucht. Die beiden nehmen Seth und Jolly als Geiseln, doch als sie an eine Tankstelle fahren, gerät die Geiselnahme bald zur Nebensächlichkeit. Denn dort wartet das nackte Grauen auf sie…

 

Natürlich sind die zahlreichen Klischees in Splinter auffallend. Dies beginnt bereits beim klassischen Setting, das nicht gerade wenig an zahlreiche Zombiefilme erinnert. Eine Handvoll Protagonisten ist in einem engen Raum eingeschlossen, während vor der Tür der Tod auf sie lauert. Das Monsterdesign selbst hat dabei auch einen gewissen Zombietouch, jedoch erweist sich das Konzept, dass es sich beim Monster lediglich um ein von einem Parasiten befallenen Wirten handelt, durchaus als spritzig, und auch das Design (die zahlreichen herausstehende Splitter), wirkt durchaus gelungen.

 

Wirklich gefällig ist auch, dass Regisseur Toby Wilkins gar nicht erst versucht zu kaschieren, dass sein Splinter lediglich eine kleine, aber feine Fingerübung ist, die mit den traditionellen Werten des Genres spielt. Schön ist auch, dass sich Splinter ausschließlich um seinen Mikrokosmos kümmert, der in seiner Einfachheit ausgesprochen genau skizziert ist. Im Kern beschränkt sich der Film nur auf seine vier (bzw. über weiter Strecken drei) Protagonisten, und lässt uns über die restliche Welt völlig im Unklaren.

 

Woher der Parasit kommt, und in welche Richtungen er sich ausgebreitet hat ist nebensächlich. Ist dies hier seine Einzige Erscheinung, oder hat er sich bereits weiter ausgebreitet? Splinter geht hier den richtigen Weg und überlässt dies den Vorstellungen des Publikums. Durch dieses Einfachhalten des gezeigten Raum, kann der vorstellbare Raum in den Köpfen weiter wachsen, was dem Film sehr zu gute kommt. Doch auch ausserhalb dieser Dimension ist Splinter ein durchaus empfehlenswertes Genreprodukt geworden.

 

Lediglich wenn man die Eigenständikeit des Parasiten auf die Spitze treiben will, und eine abgetrennte Hand Jagd auf die Protagonisten macht, hat man die Grenze zur unfreiwilligen Komik überschritten, und der Film verliert etwas von seiner Spannung. Doch ansonsten versteht es Splinter gekonnt seine Trümpfe auszuspielen, und dank des äußerst minimalistischen Settings, und der simplen, aber effektiven Herangehensweise bleibt Splinter für alle Genrefans empfehlenswert.

 

Fazit:

Gut, Splinter ist weit davon entfernt innovativ zu sein. Doch das muss der Film auch gar nicht. Denn der Film jongliert gekonnt mit den klassischen Genreregeln, verliert aber (mit Ausnahme der „Killerhand“) nie die Kontrolle. Stattdessen ist der simple und minimalistische Ansatz äußerst erfrischend, und Splinter schafft es sehr gut seine Ausgangslage zu etablieren und die Spannung zu erhalten. Kurz, knackig und gut. Für Genrefans sicher interessant.

 

Wertung:

7/10 Punkte

Filmering.at
Community
Ø Wertung: 8.5/10 | Kritiken: 0 | Wertungen: 2
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Liste von shitneyy
Erstellt: 20.05.2015