(500) Days of Summer (2009)

OT:  (500) Days of Summer - 95 Minuten -  Komödie
(500) Days of Summer (2009)
Kinostart: 23.10.2009
DVD-Start: Unbekannt - Blu-ray-Start: Unbekannt
Will ich sehen
Liste
7755
Bewerten:

Filmkritik zu Days of Summer

Von am
(500) Days of Summer war dieses Jahr einer der großen Überraschungsfilme in den USA. Nicht unbedingt vom Einspielergebnis her. Dieses bescherte dem Studio zwar aus einem Budget von 7.5 Millionen Dollar einen Umsatz von 31 Millionen Dollar alleine in den USA, aber das alleine ist noch nicht so herausragend als dass man es breittreten müsste. Wirklich überraschend war allerdings, dass es tatsächlich wieder eine romantische Komödie schaffte die Fesseln des Genres hinter sich zu lassen und die Herzen der Kritiker zu erobern. Und es ist auch wirklich schön, dass es der Film schafft seinen Vorschusslorbeeren gerecht zu werden.

Tom (Joseph Gordon-Levitt) arbeitet in einer Grußkartenfirma und als Summer (Zooey Deschanel) ebenfalls dort anfängt, ist Tom davon überzeugt, dass sie die richtige für ihn ist. Er hört schon die Hochzeitsglocken bimmeln, doch Summer macht ihm von Anfang an klar, dass sie kein Interesse an einer ernsten Beziehung hat und nur Spaß will. Dennoch beginnt etwas zwischen den beiden zu laufen, und Tom meint schon, dass er sich Summer doch geangelt hat. Nur dann kommt das Aus, und Tom versucht zu rekapitulieren was schief gelaufen ist…

(500) Days of Summer versucht auf keinen Fall das Rad neu zu erfinden. Der Film hält sich an so manches Muster der romantischen Komödien, nur traut er sich die Standards des Genre eben dennoch in letzter Instanz zu umgehen. Somit bleibt der Film zwar dennoch seinen Wurzeln treu, jedoch spielt er durchaus mit diversen Klischees. Was den Film aber schlussendlich so besonders macht ist zum einen das Charisma seiner beiden Hauptdarsteller, aber ganz besonders die lockere Herangehensweise, mit der man frischen Wind in die verstaubten RomCom Strukturen bringt.

Am besten lässt sich diese Herangehensweise wohl mit dem Wort verspielt beschreiben. Dies zeigt sich auch gleich bei der Erzählstruktur, die scheinbar ohne wirkliches Konzept zwischen den 500 Tagen mit Summer hin- und herspringt, und dadurch vor allem viel Komik in den Erzählfluss bringt. Doch auch die Musikauswahl, das Einbauen einer kleinen Tanznummer, oder einfach kleinere Spielereien, wie zum Beispiel ein Split-Screen der auf der einen Seite die Realität und auf der anderen Seite die Wunschvorstellung von Tom zeigt, sorgen für einen heiteren Fluss, der die Geschichte auf unterhaltsame Weise voran bringt.

Dabei unterscheidet sich (500) Days of Summer auch dadurch von den romantischen Komödien von der Stange, dass der Film seine Figuren wirklich ernst nimmt, und versucht das Publikum für sie zu interessieren. Dies zeigt sich auch in der ungewöhnlichen Beziehung zwischen den beiden, da man hier nicht den gewöhnlichen Vorgaben des Genres folgt, sonder versucht eigene Wege zu gehen. Interessant ist auch, dass Summer Tom von Anfang an gesagt hat, dass sie keine Beziehung will, aber man dennoch das Gefühl hat, als würde sie mit ihm spielen. Und irgendwie scheint sie das auch zu tun, obwohl sie ihm ja nie etwas vorgemacht hat. Und hier ist der Film eben genauso trügerisch, wie es das Leben selbst auch ist.

Die klare Hauptrolle gebührt dabei dem männlichen Part, in Gestalt von Joseph Gordon-Levitt, der sich wieder einmal von seiner besten Seite zeigt, und neben seinem Schauspieltalent auch sein Charisma aufblitzen lässt. Zooey Deschanel darf sich vor allem reizend und undurchsichtig präsentieren, was sie auch gut löst. Da auch die Chemie zwischen ihr und Joseph Gordon-Levitt stimmt, fiebert man wirklich mit den beiden mit, und kann es genießen einmal eine romantische Komödie zu sehen, die ihre Figuren und das Publikum tatsächlich ernst nimmt. Und alleine diese Besonderheit ist schon einen Kinobesuch wert. Da der Film auch noch ungemein kurzweilig und spritzig ist, braucht man nicht allzu lange zögern.

Fazit:
(500) Days of Summer schafft es das verkrustete Korsett seines Genres abzulegen, und tatsächlich Kreativität in eine romantische Komödie zu bringen. Dies beginnt bei der Story selbst, und endet bei der erfrischend verspielten Herangehensweise, die dem Film einen sehr leichtfüßigen Charakter gibt. Da auch die Chemie zwischen den Hauptdarstellern stimmt, und der Film sich äußerst kurzweilig und stimmig gibt, kann man ihn auch getrost weiterempfehlen. So muss eine romantische Komödie aussehen!

Wertung:
8/10 Punkte
Filmering.at
Community
Ø Wertung: 7.5/10 | Kritiken: 1 | Wertungen: 40
10 /10
8%
9 /10
10%
8 /10
43%
7 /10
15%
6 /10
20%
5 /10
0%
4 /10
3%
3 /10
3%
2 /10
0%
1 /10
0%
Vielleicht interessiert dich auch
Meine Braut, ihr Vater und ich
2 Guns (2013)
RoboCop (2014)
Selbst ist die Braut (2009)
Die durch die Hölle gehen (1978)
Caché - Versteckt (2005)
Madagascar 2
The Amazing Spider-Man (2012)
Alle Empfehlungen anzeigen
Der Film ist in diesen Listen
love at the first sight
Liste von billkill
Erstellt: 29.11.2016
schon gesehen
Liste von mausmaus
Erstellt: 11.11.2013
Will ich sehen
Liste von Ramtin
Erstellt: 14.04.2013
Alle Listen anzeigen