![]() ![]() Die Frau des Zeitreisenden OT: The Time Traveler's Wife Regie: Robert Schwentke Drehbuch: Bruce Joel Rubin Filmstart: 18.09.2009 | Laufzeit: | SciFi-Drama |
Dass gerade der relativ unbekannte, deutsche Regisseur Robert Schwentke für die Verfilmung verpflichtet wurde ist aber die eigentliche Überraschung des Films. Vor allem wo lange Zeit weitaus namhaftere Regisseure wie Steven Spielberg und David Fincher mit der Adaption des Romans in Verbindung gebracht wurden. Schwentkes Regie jedenfalls ist alles andere als originell oder einfallsreich, wenngleich auch nie wirklich schlecht. Er verfilmt die überaus unkonventionelle Geschichte auf durchwegs konventionelle Weise, erlaubt sich keinerlei kreativer Freiheiten, konzentriert sich dadurch aber auf das wesentliche, inhaltliche Drama zwischen seinen Hauptfiguren. Er verzichtet auf visuellen Schnickschnack und bleibt mit seiner Regieführung stets auf die Geschichte fokussiert. Zum Glück für ihn sorgt die Handlung für genug Originalität und inhaltliche Spannung, um eine wirklich einfallsreiche Regie ohnehin nicht zu benötigen. Dennoch kann man sich des Gefühls nicht erwehren, dass der Stoff in den Händen eines anderen Filmemachers mehr hergegeben hätte.
Dramaturgisch gesehen bietet der Film eigentlich keinen Höhepunkt, nicht mal eine ansteigende Verdichtung emotionaler Spannung. Die Frau des Zeitreisenden fesselt die Aufmerksamkeit des Zuschauers ganz besonders durch die Darstellung der alltäglichen Probleme, die sich zwangsläufig für eine Frau ergeben, die mit einem Mann verheiratet ist, der unvermittelt und für unbestimmte Zeit verschwindet. Dass sich daraus Beziehungsprobleme ergeben ist eine logische Schlussfolgerung und praktisch vorprogrammiert. Erst gegen Ende drückt der Film dann zunehmend auf die Tränendrüse und versucht krampfhaft die Gefühle des Publikums anzuheizen, was leider manchmal übertrieben wird und somit der Abschluss des Films bei weitem nicht so emotional ist, wie er sein müsste.
Fazit:
Die Frau des Zeitreisenden ist zwar ein streng genommen unnötiger Film und hätte vermutlich weitaus besser verfilmt werden können, bietet aber trotzdem durchwegs solide Unterhaltung und eine abwechslungsreiche Geschichte, abseits des üblichen Filmangebots. Dass weder Regie noch Hauptdarsteller zu wahren Höchstleistungen auflaufen, kann aufgrund der originellen Handlung gut und gerne vernachlässigt werden. Der Film fordert den Zuseher weder emotional noch geistig heraus, sondern plätschert geruhsam dahin, wodurch zumindest ein gemütlicher Filmgenuss geboten wird. Schlussendlich wird man wenigstens gut unterhalten.
Wertung:
7/10 Punkte
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