Final Destination 4

OT:  The Final Destination   -  82 Minuten -  Horror
Final Destination 4
Kinostart: 04.09.2009
DVD-Start: Unbekannt - Blu-ray-Start: Unbekannt
Will ich sehen
Liste
7555
Bewerten:

Filmkritik zu Final Destination 4

Von am

Vor mittlerweile fast 10 Jahren versuchte Final Destination frischen Wind ins Horrogenre zu bringen, in dem man keinen maskierten Serienkiller auf eine Bande Jugendliche hetzt, sondern eben diese dank übernatürlichen Fähigkeiten zunächst vor dem Tod schützt, nur um sie dann einen nach den anderen sterben zu lassen. Da das Horrorgenre traditionell das am vielleicht anfälligste Genre für einen Sequelwahnsinn ist, sind wir nun bereits beim vierten Teil der Reihe, und vom ursprünglichen frischen Wind ist nur mehr ein laues Lüftchen übrig.

Nick O’Bannon (Bobby Campo) wollte eigentlich nur mit seiner Freundin Lori (Shantel VanSanten) und seinen Freunden Janet (Haley Webb) und Hunt (Nick Zano) einen schönen Nachmittag bei einem NASCAR-Rennen verbringen. Doch da hat er plötzlich eine schreckliche Vision von einem schlimmen Unfall, der ihnen und vielen anderen das Leben kosten wird. Panisch flieht er mit seinen Freunden, und auch einige andere Menschen folgen ihnen, als es plötzlich wirklich zu diesem Unfall kommt und viele Menschen auf der Tribüne sterben. Doch damit soll der Horror erst beginnen: Denn schon kurz nach dem Vorfall stirbt ein Überlebender nach den Anderen durch mysteriöse Unfälle…

Nach einem entgangenen Flugzeugabsturz, Autobahnunfall und Achterbahnunglück folgt mit dem NASCAR-Unfall die einzige große Variation, die der, ansonsten recht festgefahrenen Reihe, noch geblieben ist. Dies dürfte auch den Filmemachern klar gewesen sein, denn als weitere Neuerung hat man sich dazu entschlossen den Film in 3-D zu drehen. Dies scheint durchaus nachvollziehbar, gibt es doch bei der Final Destination Reihe stets zahlreiche Gegenstände und Körperteile die durch die Gegend geschleudert werden, was in 3-D natürlich noch um einiges besser rüberkommt. Jedoch kommen die Besucher der Normalfassung in den zweifelhaften „Genuss“ ständig zu erkennen wo man eigentlich alles auf die 3-D Fassung optimiert hat, was doch auf Dauer etwas befremdlich wirkt.

Ansonsten sollte spätestens seit dem mauen dritten Teil klar sein, dass die Final Destination Reihe am Boden ist und eigentlich nur mehr zum Geldeinsammeln geeignet ist. Man darf gespannt sein, ob man sich an die Statements und die Intention des US-Titels (The Final Destination) halten wird, und Final Destination 4 wirklich der Abschluss der Reihe bleibt. Denn alle Verbindungen mit den Vorgängern wurden längst gekappt, und bis auf die Grundidee ist eigentlich keinerlei Stringenz mehr zu erkennen.

Das größte Problem des Films ist dabei zweifellos sein lachhaftes Figurendesign, das eigentlich nur aus peinlichen Klischees und dümmlichen Genreversatzstücken besteht. Insgesamt gibt es fünf Figuren für die man sich interessieren sollte, aber leider sind zwei davon (Janet und Hunt) schlicht und einfach unsympathisch und die restlichen drei (Nick, Lori und George) sind lediglich herzlose Figurenumrisse vom Reißbrett, denen man leider in jeder Sekunden anmerkt, dass sie nicht plastisch zum Leben erweckt worden sind, sondern lediglich auf die Schnelle hingerotzt wurden. Somit wurde jegliche Bindung mit dem Zuseher bereits von vorne herein unterbunden.

Das führt dazu, dass sich Final Destination 4 eigentlich ausschließlich auf seine Kernkompetenzen zurückzieht: Und im Falle dieser Filmreihe bedeutet dies möglichst kreative Kettenreaktionen, die auf spektakuläre Weise den Protagonisten das Leben kosten. Dabei ist man längst an dem Punkt angelangt, an dem das Publikum nicht mehr mit den Figuren mitfiebert (da diese eben reichlich dämlich skizziert sind), sondern nur mehr auf den nächsten spektakulären Tod wartet. Dies ist bedingt unterhaltsam, da die Kettenreaktionen eigentlich recht gelungen sind, aber Spannung sucht man dabei leider vergeblich. Als morbider Spaß könnte der Film jedoch eine Option auf niedrigem Niveau sein.

Fazit:
Die Final Destination Reihe ist hoffentlich endlich an ihrem Ende angelangt. Mittlerweile ist es nämlich wirklich nur mehr eine stupide Wiederholung der allzu bekannten Ausgangslage. Wie das ganze ausgeht sollte auch schon jeder wissen, der die Vorgänger gesehen hat. Weiters gibt es innerhalb der Geschichte nur wenig Spannung, da man mit den Figuren überhaupt nicht mitfiebert, und stattdessen nur auf den nächsten spektakulären Todesfall wartet. Diese sind auch eine Nummer blutiger als bei den Vorgängern ausgefallen, leiden aber des Öfteren an mäßigen CGI Effekten und sind sicher in 3-D gefälliger als in der Normalversion. Empfehlenswert ist das ganze wirklich nur mehr für die treusten Anhänger der Reihe.

Wertung:

4/10 Punkte

Filmering.at
Community
Ø Wertung: 5.3/10 | Kritiken: 0 | Wertungen: 10
10 /10
10%
9 /10
0%
8 /10
10%
7 /10
10%
6 /10
20%
5 /10
10%
4 /10
20%
3 /10
0%
2 /10
10%
1 /10
10%
Vielleicht interessiert dich auch
28 Weeks Later
Final Destination 3
Hostel
Halloween (Remake)
Saw 3
Texas Chainsaw Massacre: The Beginning
The Devils Rejects
28 Days Later
Alle Empfehlungen anzeigen
Der Film ist in diesen Listen
Keine Listen gefunden!