G-Force (2009)

OT: G-Force - 89 Minuten - Animations / Komödie
G-Force (2009)
Kinostart: 15.10.2009
DVD-Start: Unbekannt - Blu-ray-Start: Unbekannt
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Filmkritik zu G-Force

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Die Animationsfilme aus Hollywood halten in letzter Zeit durch die Bank ein ungewöhnlich hohes Niveau (zumindest in den meisten Fällen). Im Fahrtwasser der grandiosen Pixarfilme wurde nämlich auch Dreamworks immer unterhaltsamer, und selbst Disney konnte mit Bolt wieder mithalten. Nun hat sich Actionspezialist und Erfolgsproduzent Jerry Bruckheimer dem Genre angenommen und versucht in G-Force mit seinen altbewährten Rezepten zu punkten. Das funktioniert leider aber nur bedingt, da Bombastaction alleine einfach nicht alles ist.


In einem geheimen Forschungslabor des FBIs wird eine Agententruppe der besonderen Art ausgebildet: Die drei Meerschweinchen Darwin, Blaster und Suarez, ein Maulwurf und eine Fliege, können dank ausgereifter Technik mit den Menschen kommunizieren, und sollen geheime Missionen ausführen. Bei einer ersten Mission entdecken die Nagetiere, dass der Großindustrielle Saber (Bill Nighy) plant mittels lebendig gewordenen Haushaltsgeräten die Weltherrschaft an sich zu reißen. Doch das FBI glaubt kein Wort, und will stattdessen das Projekt einstellen…

In ihrer reinsten, und besten Form schaffen es Animationsfilme herrliche Figuren zu kreieren, die den Zuseher ans Herz wachsen. Filme wie Ratatouille, Wall-E oder jüngstens Coraline machten vor wie ein solches Kino auszusehen hat, und wie gut solche Filme werden können, die ihr Publikum tatsächlich ernst nehmen und versuchen durch reifes Geschichtenerzählen zu punkten. Auf der anderen Seite gibt es noch fantastische Spaßgranaten, wie die ersten Teile von Shrek oder Ice Age, die es fabelhaft verstehen das komödiantische Potential des Genres zu nutzen.

G-Force ist jedoch ganz klar als Jerry Bruckheimer Produktion zu erkennen (einmal ganz davon abgesehen, dass es kein klassischer Animationsfilm ist, jedoch durch den Mix aus Spielfilm und Animationsfilm die klassischen Charakteristika eines Animationsfilms aufweist). Charme und Witz sind nur in Ansätzen vorhanden, und außer den kleinen Zusehern, wird wohl kaum jemand emotional an die Figuren und die Geschichte gebunden. Stattdessen gibt es Action- und Effektkino in Reinkultur. Eine Verfolgungsjagd jagt hier die nächste auch in Punkto CGI-Technik und Special-Effects gibt man sich keine Blöße. Alles wird in bester Jerry Bruckheimer Manier zur Schau gestellt, und man versucht den Zuseher durch optische Leckerbissen zu ködern.

Dies täuscht aber leider nicht über die offensichtliche Unfähigkeit beim Geschichtenerzählen hinweg. Denn auf inhaltlicher Ebene ist G-Force eine absolute Enttäuschung, und selbst die Gags und zahlreichen Versuche einen coolen Spruch abzulassen gehen mächtig nach hinten los. Somit sollte schon einmal klar gestellt sein, dass G-Force nicht wie die großen Vorbilder als Film für die ganze Familie geeignet ist, sondern wohl wirklich nur die Kinder zufrieden stellen wird, während die Erwachsenen leer ausgehen.

Zumindest im englischen Original kann der Film jedoch wenigstens einen Fuhrpark an prominenten Darstellern in die Waagschale werfen: Nicolas Cage (Con Air, The Rock), Penelope Cruz (Vicky Cristina Barcelona), Sam Rockwell (Moon, Frost/Nixon) und Jon Favreau (Iron Man) geben sich als Sprecher die Ehre, während Bill Nighy (Fluch der Karibik 2+3, Tagebuch eines Skandals), Will Arnett (Monsters vs. Aliens, Horton hört ein Hu) und Zach Galifianakis (The Hangover) vor die Kamera treten. In Kombination mit den feinen Effekten wird G-Force somit wenigstens zum audiovisuellen Genuss.

Doch reicht das wirklich aus um einen Kinobesuch zu rechtfertigen? Für viele lässt sich diese Frage wohl mit einem einfachen Nein beantworten. Da gerade das Hollywood-Animationskino in letzter Zeit eine recht hohe Qualitätsdichte aufzuweisen hat, ist G-Force spürbar unter dem Durchschnitt anzusiedeln. Der Mix aus Spielfilm und CGI-Animationsabenteuer sieht dank ausgereiften Effekten zwar gut aus, hat aber inhaltlich wenig zu bieten, und krankt schließlich vor allem an wenig Charme und kaum zündenden Gags. Lediglich die ganze Kleinen werden sich an den dümmlichen Sprüchen und der seichten Story erfreuen können. Für alle anderen gibt es wohl zahlreiche bessere Alternativen.

Fazit:
G-Force kann man eindeutig als Jerry Bruckheimer Produktion erkennen. Der Film bietet einen Actionoverkill, mit gut gemachten Effekten und optisch durchaus gelungenen CGI-Kreaturen. Dies kann jedoch nicht darüber hinwegtrösten, dass der Film kaum Charme besitzt, inhaltlich seicht ist, und die meisten Gags einfach nicht zünden. Für kleinere Kinder vielleicht eine Überlegung wert, aber alle anderen werden wohl kaum Freude an diesem quitschbunten und nicht sonderlich überzeugenden Spektakel haben.

Wertung:

4/10 Punkte

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