Die Eisprinzen

OT: -  93 Minuten -  Komödie
Die Eisprinzen
Kinostart: 11.05.2007
DVD-Start: Unbekannt - Blu-ray-Start: Unbekannt
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Filmkritik zu Die Eisprinzen

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Leider konnte das Jahr 2007 auf der Komödienschiene bis jetzt noch nicht wirklich viel bieten. Zum Beispiel waren da die beiden total missratenen Fantastic Movie und Norbit, die schon wirklich grausam schlecht waren. Die Eisprinzen schafft es jedoch die Wogen wieder etwas zu glätten und darf als der erste akzeptable Spaßmacher des Jahres bezeichnet werden. Das prominente Vorbild Voll auf die Nüsse kann man dem Film sehr deutlich ansehen, auch wenn dessen Unterhaltungswert nie erreicht wird. Dennoch gelingt es Die Eisprinzen zumindest zu unterhalten.

 

Jimmy MacElroy (John Heder) steht als hochbegabter Eiskunstläufer direkt im beinharten Wettbewerb mit seinem Konkurenten Chazz Michael Michaels (Will Ferrell), obwohl sich beide gravierend voneinander unterscheiden: Während Jimmy ein sehr sanftfühlender Mensch ist und dies auch in seinen Küren zeigt, ist Chazz der absolute anarcho Rocker mit Pornoerfahrung und Liebling der weiblichen Fans. Als beide bei den olympischen Spielen die gleiche Punktezahl erhalten und sich die Goldmedailie teilen müssen kommt es zum großen Streit während der Zeremonie und die beiden prügeln sich vor der Weltöffentlichkeit. Als Strafe werden sie lebenslänglich gesperrt.

 

Jahre später halten sie sich mit einfachen Jobs über Wasser. Chazz tritt bei einer kleinen Eislaufshow auf und verbringt seine Zeit hauptsächlich mit Alkohol. Jimmy arbeitet in einem Sportgeschäft und ist mit seinem Leben auch nicht so wirklich zufrieden. Da kommt es ihm gerade Recht dass ein Fan ihm darauf aufmerksam macht dass seine Sperre nur für die Einzeldisziplin gilt und er weiterhin im Paarbewerb antreten kann. Sein ehemaliger Coach kommt auf die Idee die beiden ehemaligen Rivalen Chazz und Jimmy zu vereinen und das erste männliche Eislaufpaar starten zu lassen...

 

Die Eisprinzen ist grob gesagt das für den Eislaufsport was Voll auf die Nüsse für die Volksschulsportart Dodgeball war. Eine schamlose Parodie und vor allem ein Film der die Chance nutzt vor einem sportlichen Großereignis ein Gagfeuerwerk zu zünden. Warum der Film letztendlich nicht die Qualität des Ben Stiller Films erreicht ist einfach zu sagen: Die Sportart Eiskunstlaufen ist zwar in unseren Breitengraden eine Nischensportart, aber die abstruse Situation des absolut durchgeknallten Dodgeball Megaturniers wird dennoch nicht erreicht. Auch die Gagqualität ist in Voll auf die Nüsse durchgehend höher und der Film hat einfach mehr von diesem besonderen Touch.

 

Die Eisprinzen ist aber deswegen noch lange nicht schlecht. Eben nur schwächer als der Dodgeball Kollege. Der Charme des Films kommt vor allem durch die bewusste Überzeichnung der Figuren und durch den sehr trashigen Unterhaltungsfaktor. Besonders das Eislaufsetting wird sehr gut genutzt und die Choreographien sind wirklich zum Brüllen komisch. Leider ergeben sich abseits dieser Szenen einige deutliche Schwächen. Zum Beispiel kann die klischeebeladene Geschichte nicht wirklich überzeugen. Besonders den Liebesteil der Story kennt man schon aus tausend anderen Filmen und so stellen sich auch einige langatmige Stellen ein.

 

An den Darstellern liegt dies freilich nicht. Besonders Will Ferrell ist hier eine Chorephäe des Humors und trägt den Film fast alleine. Obwohl Jon Heder keine schlechte Figur macht, kann er mit seinem Kollegen nie mithalten und wirkt etwas blass an der Seite von Will Ferrell. Mit viel Brachialhumor und trashigen Szenen spielt sich Die Eisprinzen in das Herz des Zusehers und sorgt somit für einen unterhaltsamen Abend. Eine ganz große Komödie ist dabei zwar nicht herausgekommen, aber Spaß machen tut der Film allemal. Zumindest für die Freunde von trashiger Unterhaltung.

 

Fazit:

Die Eisprinzen erreicht zwar nicht die Qualität des Sportkollegen Voll auf die Nüsse, da dieser einfach noch abstruser und witziger ist, aber für einen unterhaltsamen Kinoabend sorgt der Film allemal. Besonders Will Ferrell überzeugt als Anarchorocker und drückt dem Film seinen Stempel auf. Obwohl Die Eisprinzen durch seine klischeebeladene Story und einige langatmigen Passagen nicht zu den Genrespitzenreitern aufschließen kann sorgen knallige Dialoge, ausgeflippte Choreographien und viel trashige Überzeichnung für einen unterhaltsamen Abend.

 

Wertung:

7/10 Punkte

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