King Kong (2005)

OT: -  180 Minuten -  Action
King Kong (2005)
Kinostart: 14.12.2005
DVD-Start: Unbekannt - Blu-ray-Start: Unbekannt
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Filmkritik zu King Kong

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Die Kritiken überschlagen sich des Lobes, die Zuschauer sind begeistert. Nicht ganz einfach in einer Welle der Euphorie seiner Enttäuschung Ausdruck zu verleihen, ohne gleich als wichtigtuerischer Miesepeter deklariert zu werden. Fakt ist jedenfalls, dass ich 3 Stunden lang einen Zugang zu „King Kong“ gesucht und nie einen gefunden habe.

Für Peter Jackson ging mit „King Kong“ ein Kindheitstraum in Erfüllung. Als er Merian C. Coopers und Ernest B. Schoedsacks Original zum ersten Mal sah und bewunderte, war für ihn klar, er musste Filmemacher werden. Gewissermaßen würde es ohne dieses Erlebnis kein „Braindead“, kein „The Frighteners“ und erst recht keine „The Lord of the Rings“ – Trilogie geben. Diese Filmen liefen alle nur auf ein Ziel hinaus: „King Kong“ ein würdiges Remake zu widmen. Bereits in den Neunzigern ging Jackson mit dieser Idee hausieren. Doch die Finanzierung erwies sich als schwierig, denn kein Studio wollte an einen Erfolg glauben, weil das Genre schon lange brach lag. Ein wunderschöner Beweis dafür war der misskonzipierte „Godzilla“ von Roland Emmerich. Nach „The Lord of the Rings“ aber nun bekam Peter Jackson quasi einen Blankoscheck ausgestellt, überzog das ohnehin schon stattliche Budget von gut 170 Millionen noch mal bis in die 200 Millionen hinein, drehte den bis dato teuersten Film aller Zeiten („Superman Returns” wird nächstes Jahr den Rekord mit 250 Millionen wohl fix wieder einstellen) und kleckert deswegen auch nicht, sondern klotzt gewaltig – auf Kosten der Zuschauer.

Ich bin der Letzte, der Peter Jackson unterstellen würde, er hätte sich diesem Projekt nicht mit Leib und Seele verschrieben, doch die Enttäuschung ist in Anbetracht seiner finalen Vision groß. Man erkennt deutlich das Kind in Peter Jackson, dass diebischen Spaß daran hatte, sich seinen persönlichen Traum zu erfüllen. Maximal 4 Stunden soll seine Traumfassung dauern, die wir wohl in einem Jahr auf DVD erwarten können, doch eigentlich ist er im Kino schon viel zu lang.

In seinem Bestreben dem Riesenaffen ein Denkmal zu setzen, zieht er „King Kong“ als Epos auf und lässt die Jungs von WETA erneut Sonderschichten schieben. Was hier an Tricktechnik gezeigt wird, ist die neue Referenz, gleichzeitig aber auch der Fluch des Films. Bei aller tricktechnischer Perfektion beginnt schon eingangs in New York das Betrachterauge zu ermüden. Peter Jacksons 1933 sieht nicht nur schick aus, sondern wurde bis ins letzte Detail wiederbelebt und im Computer nachgebaut. Bei seiner Liebe zur Authentizität geht dem Film nur leider völlig die Atmosphäre ab. Diese digitale Welt, die hier geschaffen wird, erscheint nie greifbar oder gar wirklich, sondern märchenhaft und verträumt. Der kurze Abriss der Gesellschaft inmitten der Großen Depression im Kontrast zum sorglosen Bühnenspiel ist eine Momentaufnahme, die nicht nachwirkt. Der Zuschauer sitzt davor, zeigt sich erstaunt, aber nicht mit eingebunden. Ich hatte während der gesamten Laufzeit das Problem mich mit Jacksons Look nie anfreunden zu können. Die erdige, raue, natürliche Optik seiner „The Lord of the Rings“ spielt da doch in einer ganz anderen Welt. Besonders final, wenn King Kong dann durch die Straßen auf der Suche nach Ann (Naomi Watts, „Mulholland Dr.“, „The Ring“) turnt, ganze Straßenzüge zerlegt, mit Blondinen um sich wirft und an Häusern hochkraxelt, bevor er sich dann auf dem Empire State Building seinem Schicksal fügt, gilt fire at will für die Effektcrew. Der vermeintliche Höhepunkt des Films verkommt zu einer mehrminütigen, schnell ermüdenden Orgie der Effekte, ohne auch nur einen magic moment. Aber soweit sind wird noch nicht.

Jackson bläst die Vorlage von Merian C. Cooper („Mighty Joe Young“) und Krimi-Kult-Autor Edgar Wallace zusammen mit seiner Frau Fran Walsh und Philippa Boyens (Seit „The Lord of the Rings“ auch ein Begriff) von gut 100 Minuten auf 180 Minuten auf, um dem Publikum einen klassischen Dreiakter zu servieren, der sich zumindest im ersten Teil doch noch ganz schön hinzieht. Denn die Vorbereitung auf den ersten Auftritt des Riesenaffen laufen nicht auf Hochtouren, sondern sind mehr oder weniger die Grundlage für Charaktervorstellung, Hommagen, Insider-Gags und den paar nötigen Klischees, die so ein Monsterfilm zwangsläufig mitbringt.

Wirkliche Faszination stellt sich dabei ein. Das mag auch hier bereits am erschreckend schwachen Score von James Newton Howard („The Devil's Advocate“, „Collateral“) liegen, der später auf der Insel, wo es dann richtig zur Sache geht und King Kong eine illustre Schar von Dinosauriern zerlegt, überhaupt nicht mehr zu Wort kommt. Episch? Nie. Mitreißend? Nie! Dramatisch? Sowieso nicht!. Howard hatte allerdings auch nie eine wirkliche Chance, weil Peter Jackson kurz vor Fertigstellung des Films seinen „The Lord of the Rings“ – Komponisten Howard Shore weglobte und stattdessen Howards kurzfristig fertiggestellten Retortenscore vorzog.

Die Zusammenstellung der Film- und Schiffscrew, sowie ihre Vorstellung nimmt gut das erste Drittel des Films ein. Jack Black („Shallow Hal”, „The School of Rock”) ist dabei überraschenderweise keine Fehl- aber auch keine Idealbesetzung. Der um an sein Ziel, den anvisierten Abenteuerfilm, zukommen alles tuende, rücksichtslose und abgewrackte Carl Denham wurde ihm nicht auf den Leib geschrieben, doch er bringt diese unsympathische Figur ganz glaubwürdig herüber und bekommt später noch oft genug die Gelegenheit mit Ellenbogen-Attitüden und Größenwahnsinn seine Gefolgschaft für sich zu opfern. In seinem obsessiven Wahn verliert er zusehends den Bezug zur Realität und soll schließlich auch die Katastrophe vorbereiten wie einleiten. Seinen Autor Jack Driscoll (Adrien Brody, „The Pianist“, „The Jacket”) betrügt er, Anns Perspektivlosigkeit macht er sich zunutze und den Rest belegt er wenn nötig mit Lügen und Aussicht auf gute Finanzen und Ruhm. Mit Schlitzohrigkeit hat das nichts mehr zu tun. Denham ist ein hinterhältiger Mensch, der für den eigenen Erfolg alles tut und dafür auch über Leichen geht.

Die Flucht vor den Produzenten, die ihm nach einer Testvorführung keineswegs weitere finanzielle Mittel zur Verfügung stellen wollen, nimmt Peter Jackson dann erst einmal zum Anlass das Vorbild zu huldigen, indem er Fay Wray, die er kurz vor ihrem Tod auch noch einmal traf, zitiert und weitere Nebenfiguren einzuleiten. Thomas Kretschmann („The Pianist“, „Resident Evil: Apocalypse”) ragt dabei überraschend als wie Clint Eastwood in seinen besten Tagen fistelnder, zwielichtiger Captain Englehorn, der mit seinem schmierigen Dampfer sich auf Tierbeschaffungen aller Art spezialisiert hat, heraus. Ich war ehrlich gesagt vorher nicht überzeugt, dass Kretschmann in so einem Blockbuster einer Nebenrolle mit Understatement und Ausdruck verliehen könnte, aber er schafft es und scheint jetzt die Rollen zu bekommen, die man vor 10 Jahren noch Jürgen Prochnow („Das Boot“, „Judge Dredd“) anbot. Mit an Bord befinden sich übrigens auch Tom Hanks unauffälliger Sohn Colin (als Assi), ein originaler Andy Serkis, der nach Gollum nun auch King Kong seine Gesichtszüge lieh, Young-Star Jamie Bell („Billy Elliot“, „Deathwatch“) als Schiffsjunge und „Early Edition“ – Zeitungsleser Kyle Chandler als selbstverliebter Filmstar.

Die Überfahrt zwingt ein wenig Humor mit ins Geschehen und stellt auch die größte Veränderung zum Original dar, weil Jackson seinen leider formelhaften Figuren Zeit gibt. Sätze wie „Monster gehören in B-Movies“ amüsieren und wer darauf achtet wird auch im Laderaum eine für „Braindead“ – Fans interessante Kiste mit der Aufschrift „Sumatran Rat Monkey“ vorfinden. Die ersten Szenen für den Film werden schon an Bord gedreht, wobei Jackson dann genüsslich mit Klischees und Meriten spielt. Der versnobte Filmstar interpretiert den Dialog des Autors um, damit die Geschichte mehr Pep bekommt, Ann himmelt Jack an, der wiederum hat sich in sie verliebt, was er sich aber nicht traut ihr zu sagen und so manch aufgesetzter, bedeutungsschwangerer mit Pseudointellektualität versehener Moment (u.a. zwischen Hayes und Jimmy oder später die Plattitüde zum Thema „wahre Helden“ blabla) versandet im Nichts, während die Darsteller blass bleiben. Oscar-Preisträger Adrien Brody kann einem in seiner Rolle fast schon Leid tun. Das Problem dieser Passage ist seine Tatenlosigkeit und das Desinteresse an den Charakteren, die alle kein so rechtes Profil entwickeln, obwohl Jackson eigentlich genau darauf abzielt. Es bleiben Stereotypen, die ihrem Ursprung, dem B-Movie, erhalten bleiben, aber genau das wollte sollte ja vermieden werden, denn sonst hätte er sich direkt an der Vorlage halten können. Das sich hieraus schon früh entwickelnde Problem mit den Protagonisten im weiteren Abenteuer nicht im Geringsten mitzufiebern oder um ihren Tod zu trauern, nimmt an dieser Stelle seinen Ursprung.

Mit der Ankunft auf der Insel erhöht Peter Jackson die Schlagzahlen, grenzt den Humor aus, reduziert die Facetten seiner Figuren auf ein Minimum und konfrontiert das Schiff nebst Besatzung nicht nur mit einer hinter einer Nebelwand verborgenen archaischen Welt, sondern auch einem kriegerischen, unheimlichen Eingeborenenvolk, das sich angriffslustig gegenüber den Neuankömmlingen zeigt und in einer schwach inszenierten Albtraumsequenz mit zuviel Zeitlupe und nerviger Unschärfe erst mal Blutopfer anrührt. Die Opferung von Ann wird hier nur hinausgezögert. Später wird sie entführt und als Opfer dargebracht. Diese Ereignisse erfolgen recht fix aufeinander. Jackson scheint ungeduldig den Affen endlich vorstellen zu können.

Dessen erster Auftritt ist nach epischen „The Lord of the Rings“ – Kamerafahrten zur Opferstätte leider auch wieder eine mittlere Enttäuschung, wobei man Jackson jedoch auch zugute halten muss, dass das massive Marketingbombardement schlicht schon viel zu viel vom Film Preis gab. Der Satz aus dem Nebel, das Ergreifen der angeseilten Ann, ursprünglich ein Höhepunkt des Films, wird hier geradezu nebensächlich mit abgehandelt. Überhaupt wird das Geschehen auf der Insel zu einer reichlich seelenlosen Effektshow. Die Insel wirkt wiederum unecht und künstlich, was dem Film komplett seine hitzige, schwüle Abenteueratmosphäre kostet. Dafür gibt es eben halt Action in Masse, die zugegeben meist verdammt gut aussieht, doch dem Zuschauer irgendwann überdrüssig wird. King Kong zerlegt gleich drei T-Rex im Alleingang, fällt, schliddert und hangelt mit ihnen bis er in Lianen hängt, Anns Rettungstrupp gerät in einem Canyon unter die Stampfer einer in Panik versetzten, Amok laufenden Brontosaurierherde, die von einer Art Raptoren verfolgt wird, später der Kampf gegen Rieseninsekten und obendrauf noch einmal der Affenkönig gegen Dutzend angriffslustiger Fledermäuse. Alles over the top im Computer ersponnen und mit furiosen Schnitten und wilden Kamerafahrten versehen, wie man es bis dahin noch nicht gesehen hat, aber leider genauso hektisch, unübersichtlich und selten dramatisch. Wirklichen Schaden nimmt ohnehin nur das gesichts- und namenlose Fußvolk, während gestorben und getötet wird, Baumstämme, Gesteinsbrocken und Dinosaurier durch die Gegend segeln oder wuseliges Riesengetier hungrig wird. Was für eine Wohltat sich zwischenzeitlich ins Gedächtnis zu rufen, mit viel Dramatik und Spannung Steven Spielberg einst seine Protagonisten durch den „Jurassic Park“ hetzte. Ohne Unterlass jagt Peter Jackson seine Darsteller durch diese zeitlose Phantasiewelt, um dann endlich einen Gang zurückzuschalten und sich King Kong in Ruhe in Ann verlieben zu lassen. Doch auch hier wieder die Distanz zwischen digitalem Ungetüm und Stupsnase Naomi Watts, die mich hier ständig an die jüngere Nicole Kidman erinnerte.

Emotionen, vor allem Liebe, keimen nicht auf, sexuelle Anspielungen werden auf eine klitzekleine Szene reduziert. Ann steht vor Kong und besinnt sich auf ihre Künste als Unterhalterin damit er nicht das für sie tödliche Interesse verliert, während der Zottel zunächst verwirrt und verständnislos zumindest in Grundzügen Gefühle entwickelt. Eine echte Beziehung auf Gefühlsebene sehe ich da allerdings keine, sondern WETA, die ihre Muskeln spielen lassen. Nicht nur in den Annäherungsversuchen kommt es so vor, als wären einige Szenen nur so lang und ausführlich drin, weil es eben machbar war.

King Kongs Gefangennahme mittels Chloroform, die sich an Anns Flucht aus seinen Pranken in die Arme des zur Rettung eilenden Jack anschließt, funktioniert dann erst im dritten Versuch, weil Kong doch einiges wegschnüffeln kann und umso saurer wird, wird relativ fix durchgezogen, auch wenn es unglaubwürdig erscheint, dass der Riesenaffe sich von zwei Handvoll Menschen zu Fall bringen lässt. Immerhin hat er wenige Minuten vorher noch ausgewachsene Fleischfresser verdroschen.

Der Abschluss bildet dann der Broadway und New York, wo King Kong von Carl Denham, der endlich in die Upper Class aufgestiegen ist und die Menschen seine Freunde nennt, die vorher nichts mit ihm tun haben wollten. Seine Zurschaustellung des 8. Weltwunders, wie er ihn ankündigt, hat ihn zu einem berühmten, reichen und ignoranten Menschen gemacht, der sich in Sicherheit wähnt. Doch das ist ein Trugschluss, denn King Kong mobilisiert ein letztes Mal seine Kräfte, entledigt sich seiner Ketten, zerstört das Theater, bricht aus und sucht nach Ann, die er dann auch trifft, um mit ihr aufs Empire State Building zu klettern, wo nach einem einseitigen Kampf die Maschinengewehre der Flugzeuge sein Schicksal sein werden.

Diese letzten Minuten halten leider auch keine überraschende Qualitätssteigerungen parat. Straßenbahnen, Autos und Blondinen (vermeintlich Anns) verlieren Bodenhaftung, King Kong lernt in einer kitschigen Sequenz zusammen mit Ann im Central Park Eis kennen und natürlich wird an und Gebäuden herumgeklettert. Minutenlang geht auch diese zwar perfekt getrickste, aber deswegen auch so künstliche, teilnahmslose und erneut ermüdende Effektschau schließlich auf den Wecker. Vom Overkill noch entfernt, aber auch jenseits der gutgemeinten Portionierung, bricht das Kind in Peter Jackson endgültig aus. Er will alles kaputt machen, alles muss hinein, egal wie viel es kostet und wie sinnvoll es auch sein mag. Er will es hier und jetzt. Er ist der Chef im Ring und es ist sein Film. Man lässt ihn gewähren, ohne dass ihn auch nur einmal wer an die Seite nimmt und gut zuredet. Aber das hätte ich mir schon auf der Insel spätestens dann gewünscht, als die Lawine von ineinander verkeilten Dinos schier niemand wichtigen zerquetschen, zertrampeln oder auffressen soll.

Size doesn’t matter. Peter Jackson hat also letzten Endes seinen Willen bekommen und mit dem bis dato teuersten Budget aller Zeiten so richtig Remmidemmi gemacht. Wem das 3 Stunden lang genug ist, der kann getrost in die Kinokarte investieren. Mir fehlte allerdings einiges, ohne dass ich den Film jetzt völlig zerreden will (Wenn ich das nicht schon getan habe...). Für einen Abenteuerfilm, der mit Lob nur so überschüttet wird, fehlt es hier an zu vielen Ecken und Enden. Letztlich sind Filme immer noch Geschmackssache, doch ich hatte hier wirklich NIE das Gefühl einem großartigen Film beizuwohnen. Die Atmosphäre eines Abenteuerfilms vermisse ich gänzlich, die gar nicht mal untalentierten Darsteller spielen maximal durchschnittlich, bekommen aber auch kaum eine Chance. Naomi Watts sieht beispielsweise zauberhaft aus, aber sich mit ihrer Figur zu identifizieren schien ihr schwer zu fallen. Ihre schicksalsgeplagte Ann, der immer wieder der Lebensinhalt entzogen wird, schließt das Publikum nie wahrhaft ins Herz, sondern betrachtet sie als weiteren Baustein auf Jacksons Spielwiese. So kann die tragische Romanze genauso wie sein tödlicher Sturz, der den Film im Nu beendet auch nie feuchte Augen im Publikum hervorrufen. Melodramatische Momente scheint Peter Jackson nicht inszenieren zu können oder aus Angst vor Kitsch zu wollen.

Fazit:
Unrhythmischer, völlig überhypter Abenteuerfilm, der schlussendlich das Kinojahr 2005 noch einmal auf den Punkt bringt: schwach. Peter Jacksons mit 3 Stunden viel zu langer Lebenstraum leidet unter seinem schwachen Score und das Kind im Manne. Das reife Meisterwerk für Erwachsene hatte er bereits vorweg mit der „The Lord of the Rings“ – Trilogie gedreht. Sein „King Kong“ ist nun seine persönliche, orgastische, infantile Verwirklichung eines Kindheitstraums ohne Atmosphäre dafür umso mehr Unnahbarkeit und Sterilität, hervorgerufen durch omnipräsente CGI-Grundierung des gesamten Films, die nahezu nie greifbar erscheint. Die Darsteller mühen sich mit durchschnittlichem Erfolg mit ihren Stereotypen ab, ein Spannungsbogen fehlt völlig und wie involvierende, mitreißende Filmstunden auszusehen haben, hat Jackson leider auch schon dreimal in Folge vorweg gezeigt. Sicher dat, King Kongs Mimik ist eine Klasse für sich, keine Frage, und seine Kämpfe gegen die T-Rex gehören zu den Oscar-Kandidaten, doch gleichzeitig wirkt dieser ewig andauernde Beschuss größenwahnsinniger Effektshows nur noch anstrengend und ermüdend. Ich bin von „King Kong“ und speziell von Peter Jackson jedenfalls riesig enttäuscht. Dessen Herz war zwar bei der Sache, nur essentielle Elemente eines Abenteuerfilms, speziell das King Kongs werden selten berücksichtigt. Damit bleibt es nur ein weiterer, zu teurer Blockbuster, der sich zu oft und ausführlich den Effekten verschreibt und dafür seine Zugänglichkeit, seine Emotionen und vor allem seine Atmosphäre einbüßt. Schade!

 

Wertung:

5/10 Punkte

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Ø Wertung: 6.6/10 | Kritiken: 0 | Wertungen: 42
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