![]() ![]() The Hangover OT: The Hangover Regie: Todd Phillips Drehbuch: Jon Lucas, Scott Moore Filmstart: 23.07.2008 | Laufzeit: | Komödie |
Doug (Justin Bartha) will seine Freundin Tracy (Sasha Barrese) heiraten, doch bevor es soweit ist, muss natürlich noch der Junggesellenabschied gefeiert werden. Gemeinsam mit seinen Freunden Phil (Bradley Cooper) und Stu (Ed Helms) und seinem künftigen Schwager Alan (Zach Galifianakis) reist er im Auto des Schwiegervaters nach Las Vegas um noch einmal ordentlich die Sau rauszulassen. Man nimmt sich also eine standesgemäße Suite und beginnt das Besäufnis. Dann kommt der nächste Tag, das Zimmer ist verwüstet, ein Baby, ein Huhn und ein Tiger sind da, aber dafür fehlt Bräutigam Doug. Man muss sich also auf die Spuren der letzten Nacht begeben, um herauszufinden was geschehen ist, und wo man Doug gelassen hat...
Dies beginnt damit, dass der Film seine Geschichte äußerst raffiniert erzählt und den Zuseher alleine durch diesen Kniff verblüffen kann. Zunächst werden wir darüber informiert, dass der Trip nach Vergas nach hinten losgegangen ist, und erst dann sehen wir wie sich das Quartett aufmacht. Schließlich sehen wir nur den Beginn der feucht-fröhlichen Nacht, und anschließend daran werden wir vor vollendete Tatsachen gestellt, und werden in die Position der Hauptdarsteller geschubst, die selbst keine Ahnung haben was vorgefallen ist, sodass man einen Heidenspaß hat zu beobachten wie sie nach und nach das Rätsel entwirren.
Die Gags zieht Hangover dabei vor allem aus herrlichem Wortwitz, völlig abstrusen Situationen und den Charakteren, die sich dabei als sehr gut konstruiert erweisen. Denn man vermeidet es geschickt ins Klischee abzudriften. So gibt Bradley Cooper zwar klar den Anführer, aber nicht im klassischen Sinne, da er selbst keinen Plan zu haben scheint, und Ed Helms gibt zwar den nerdigen Verlierertyp, dessen Charakter sich aber im Verlauf des Films wendet und Zach Galifianakis, als wahrscheinlich unterhaltsamster der Darsteller, punktet zwar mit Brachialkomik, aber auf solch ungewohnte Weise, dass es frisch und unverbraucht wirkt. Justin Bartha hat leider eine etwas undankbare Rolle, da er über weite Strecken vermisst wird. Dafür bekommen wir einen schwer unterhaltsamen Gastauftritt von Mike Tyson, der zwar kein großer Schauspieler ist, aber die Lacher trotzdem auf seiner Seite hat.
Fazit:
Hangover ist wohl das, was man getrost als kommenden Kultfilm bezeichnen kann. Die Story klingt abgetroschen, die Schauspieler kennt man kaum, die bisherigen Filme des Regisseur waren lediglich solide, und so richtig werden wohl nur die wenigsten glauben dass Hangover wirklich so toll ist wie alle sagen. Doch genau das ist eine unglaubliche Stärke des Films: Denn Hangover ist so verdammt unterhaltsam, dass er wie aus dem nichts mit voller Breitseite zuschlägt. Die Story gibt sich raffiniert erzählt, die Gagdichte ist unglaublich hoch und die Situationen sind so skurril und schräg, dass es keine Alternative zu einem Lachanfall gibt. Die englische Version ist jedoch zu bevorzugen, da es schwer sein wird den Wortwitz ins deutsche zu übertragen. Hangover ist wahrscheinlich die beste Komödie seit sehr langer Zeit, und am besten sollten sich alle Kinofans gleich einen Termin freihalten, so viele Leute wie möglich schnappen und sich in dieses Lachfest begeben. Denn etwas witzigeres wird es dieses Jahr wohl nicht mehr in unsere Kinos schaffen.
Wertung:
9/10 Punkte

| Die Daten werden uns zur Verfügung gestellt von Flimmit.com |













