Ice Age 3 - Die Dinosaurier sind los (2009)

OT: Ice Age 3 - 96 Minuten - Animation
Ice Age 3 - Die Dinosaurier sind los (2009)
Kinostart: 01.07.2009
DVD-Start: 15.06.2012 - Blu-ray-Start: 15.06.2012
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Filmkritik zu Ice Age 3 - Die Dinosaurier sind los

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Es war nur eine Frage der Zeit, bis wir zum dritten Mal gemeinsam mit der etwas eigenwilligen Herde der Ice Age Reihe ins Abenteuer ziehen. Nachdem der erste Teil solide 383 Millionen Dollar im Kino machte, und der zweite Teil stolze 651 Millionen Dollar in die Kassen spülte versucht Teil 3 in 3-D noch eines drauf zu setzten. Doch zumindest qualitativ herrscht vor allem Stagnation, was bedeutet, dass der erste Teil der Reihe noch immer mit Abstand der beste bleibt.

Es herrscht Trubel in der Herde: Manny und Ellie erwarten ihr erstes gemeinsames Kind und deshalb fühlen sich Diego und Sid etwas fehl am Platz. Während Diego plant die Herde zu verlassen um wieder etwas fitter zu werden und Abenteuer zu erleben, findet Sid durch Zufall drei Eier und will es ebenfalls als „Mutter“ schaffen. Dummerweise handelt es sich um drei Dinosauriereier und die böse Mama lässt nicht lange auf sich warten. Sie schnappt sich Sid und ihre Babys und zieht sich zurück in die Unterwelt, wo noch viele weitere Dinosaurier auf die Retter warten, die sich zur Rettungsmission aufmachen…

Zunächst einmal die schlechte Nachricht: Vom ursprünglichen Charme des ersten Teils ist leider nicht mehr allzu viel übrig geblieben. Die zum Brüllen komische Ausgangslage, dass sich drei verschiedene Tiere, die eigentlich kaum zueinander passen zusammenraufen, und jeder dabei sein eigenes Süppchen kocht, ist nur mehr eine kleine Erinnerung im Geiste der Fans. Stattdessen folgt man dem Trend des zweiten Teils: Mehr Charaktere, mehr Action und mehr Familienfreundlichkeit.

Denn den ersten Teil zeichnete noch ein gewisser bissiger Humor aus, der die Charaktere wunderbar vorführte und dabei deutlich griffiger ist, als die eher lockeren Gags der beiden Nachfolger. Teilweise wird sogar die Figurenzeichnung verändert: So glaubt man beispielsweise Manny zu Beginn gar nicht wiederzuerkennen, da aus dem zynischen, mies gelaunten Mammut mit flotten Sprüchen ein peinlicher Gaglieferant geworden ist, der nichts mehr mit dem Manny des ersten Teils gemein hat.

Auch fällt auf, dass der erste Film noch großteils auf die Witze setzte und nur kleine Actionsequenzen integriert hatte. Im zweiten Teil kippte die Balance etwas und die Action/Gag Verteilung schlug eher in Richtung Action aus. Dieser Trend geht nun auch im dritten Teil weiter und vermutlich sah man sich auch auf Grund der 3-D Version etwas dazu gezwungen mehr Action einzubauen. Das führt aber leider dazu, dass der Film insgesamt weniger Spaß als seine Vorgänger macht.

Doch man soll auch nicht zuviel meckern, denn bei allen Kritikpunkten schafft es Ice Age 3 dennoch zu unterhalten. Wie man es kennt wird die aktive Handlung des Films durch kleine Szenen mit dem „Säbelzahneichhörnchen“ Scrat aufgelockert, der diesmal sogar Gesellschaft von einer weiblichen Artgenossin bekommt, die ihn auf neue Weise herausfordert (und um seine geliebte Nuss bringen will). Zwar lassen sich auch hier gewisse Abnutzungserscheinungen erkennen, aber dennoch macht Scrat einfach noch immer verdammt viel Spaß.

Auch wird der Film in keiner Sekunde langweilig (gut, er dauert auch nur knapp 96 Minuten) und kann doch für so einige Lacher sorgen. Besonders gelungen ist hierbei Neuzugang Buck (im Original übrigens von Mr. Shaun of the Dead, Simon Pegg, gesprochen), ein völlig durchgeknallter Einwohner der Unterwelt, der die Herde auf unglaublich verrückte Weise führt. Er schafft es spielend neben Sid und Scrat zur unterhaltsamsten Figur zu werden, was aber auch daran liegt, dass Manny kaum komisch ist, und Diego ohnehin nie für die Gags zuständig war.

Technisch gibt sich Ice Age 3 ausgereift, wenngleich Pixar immer noch eine Klasse darüber anzusiedeln ist. Der Umgang mit der 3-D Technik erweist sich allerdings als stimmig, da man nicht mit biegen und brechen 3-D Gimmicks in den Film integriert hat, die in der 2-D Version störend wirken könnten. Stattdessen verlässt man sich einfach auf die räumliche Kinoerfahrung, und kann damit punkten. Neue Fans wird Ice Age 3 wohl nicht zur Reihe locken, aber die alteingesessenen Anhänger wird der Film wohl zufrieden stellen.

Fazit:
Ice Age 3 befindet sich qualitativ auf dem Niveau des zweiten Teils, was auch bedeutet, dass der erste Teil weiterhin klar der beste der Reihe bleibt. Grund ist, dass der Film einfach zu wenig bissige Gags bietet und im Vergleich zum ersten Teil handzahm wirkt. Auch stört es, dass der Actionanteil etwas erhöht wurde und die Gagdichte darunter doch etwas leidet (was aber auch an manchen rührseligen Szenen liegt). Doch trotz allem schafft es der Film im Endeffekt gut zu unterhalten, und wird wohl die Fans der Reihe zufrieden stellen.

Wertung:

7/10 Punkte 

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Ø Wertung: 7/10 | Kritiken: 1 | Wertungen: 21
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