Der Teufel trägt Prada

OT: -  106 Minuten -  Komödie
Der Teufel trägt Prada
Kinostart: 12.10.2006
DVD-Start: Unbekannt - Blu-ray-Start: Unbekannt
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711
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Filmkritik zu Der Teufel trägt Prada

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Ist Der Teufel trägt Prada ein reiner Frauenfilm? Das mag man zunächst vermuten wenn man sich die Thematik in der Modewelt ansieht. Auch ist die Hauptperson des Films eine Frau und so schlägt sie sich naturgemäß eher mit den Problemen des weiblichen Geschlechts herum, was ein identifizieren der männlichen Zuseher erschwert. Natürlich will der Film auch hauptsächlich die Damen unserer Welt anlocken, doch da einige höchstwahrscheinlich ihren Mann, bzw. Freund mitnehmen werden, kann ich gleich eine Entwarnung geben: Auch Männern kann dieser Film Spaß machen. Der Stil erinnert sehr an Sex and the City, und wer mit dieser Serie etwas anfangen konnte, wird auch mit Der Teufel trägt Prada gut unterhalten werden.

 

Andy Sachs (Anne Hathaway) kommt frisch vom College und versucht nun bei irgend einer Zeitung einen Job zu ergattern. Nachdem sie nirgendwo genommen wird, bleibt nur mehr das Modemagazin Runway übrig. Zwar hat sie selbst keine Ahnung und interessiert sich auch nicht wirklich für die Modewelt, aber man kann es ja mal versuchen. Bei Runway läuft alles genau nach Plan und unter der strengen Führung von Miranda Priestly (Meryl Streep), die weder Fragen noch Widerrede duldet. Obwohl Andy in der Redaktion zunächst nicht besonders nett begrüßt wird, ergattert sie überraschenderweise den Job als Mirandas Assistentin.

 

Ihr Privatleben ist jetzt allerdings hinüber, da Miranda Arbeitszeiten egal sind und wenn sie anruft und Andy um etwas bittet, dann erwartet sie auch Resultate. Zunächst scheint es so als wäre Andy vollkommen auf verlorenem Posten und würde diesen Job niemals auf die Reihe bringen. Als sie es dann nicht schafft während eines Hurricanes einen Flug für Miranda zu organisieren, bittet diese sie zu einem ernsten Gespräch. Andy überlegt sich zu kündigen, doch Mirandas rechte Hand Nigel (Stanley Tucci) fragt sie was sie sich erwartet hat. Sie hasst die Modewelt und erwartet sich dass sich alles für sie ändert. Sie müsste nur ein Jahr als Mirandas Assistentin durchhalten und könnte dann in jeder Zeitung des Landes eine Anstellung finden. Sie beschließt sich von Nigel umgestalten zu lassen und beginnt einen Neustart. Doch für ihren Freund Nate (Adrian Grenier) hat sie immer weniger Zeit...

 

Der Teufel trägt Prada basiert auf dem gleichnamigen Roman von Lauren Weisberger, der wiederum auf ihren Erfahrungen als Assistentin von Vogue-Chefredakteurin Anna Wintour basiert und somit etwas aus dem Leben in der Modebranche berichten kann. Natürlich ist es höchst interessant zu sehen wie es hinter der Fassade abläuft und wie sehr die Karriere zum Nachteil des Privatlebens gepusht wird, aber erstens weiß man nicht wie sehr sich die Geschichte wirklich an der Realität orientiert und zweitens kennt man ähnliche Szenarien bereits aus anderen Filmen.

 

Nichtsdestotrotz macht Der Teufel trägt Prada einfach sehr viel Spaß. Besonders zu Beginn, wenn die unerfahrene Andy versucht in diesem perfekt organisierten Betrieb zu überstehen sind Lacher garantiert. Hier vermischen sich Wortwitz, Situationskomik und vor allem das tolle Ambiente des Films sehr schön miteinander und erzeugen eine Sex and the City Stimmung in der Modewelt. Nachher verschiebt sich leider der Schwerpunkt etwas vom humorvollen weg und versucht durch Beziehungsprobleme und einer Intrige gegen Miranda etwas Dramatik in den Film zu bringen. Leider ist der Film in diesen Szenen dann allerdings nicht mehr so kurzweilig und unterhaltsam.

 

Der wichtigste Grund warum Der Teufel trägt Prada allerdings trotzdem als sehr gelungen in Erinnerung bleibt ist die grandiose Darstellung von Meryl Streep, die beinahe wirklich den Teufel in Person spielt. Es ist die reine Freude ihrem arroganten und sarkastischem Spiel zuzusehen und sie beim schikanieren der Angestellten zu beobachten. Wirklich  Tiefgang erreicht der Film natürlich nicht und auch als ernsthafte Kritik an der Modewelt kann man ihn nicht betrachten. Doch das will er auch gar nicht. Der Teufel trägt Prada ist ein kurzweiliger Unterhaltungsfilm und als solcher auch gelungen. Denn Spaß macht er auf jedenfall.

 

Fazit:

Der Teufel trägt Prada ist kurzweilig und macht Spaß. Vor allem dank der großartigen Performance von Meryl Streep und der Sex and the City ähnlichen Inszenierung werden Freunde dieser Serie sicher ihre Freude haben. Leider bremst dass Beziehungswirrwar im letzten Drittel den Film dann etwas aus. Insgesamt dennoch eine Blick wert!

 

Wertung:

7/10 Punkte

Filmering.at
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Ø Wertung: 6.8/10 | Kritiken: 2 | Wertungen: 36
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