![]() ![]() Transformers 2: Die Rache OT: Transformers: Revenge of the Fallen Regie: Michael Bay Filmstart: 24.06.2009 | Laufzeit: | Sci-Fi-Action |
Sam Witwicky (Shia LaBeouf) will von zuhause ausziehen um aufs College zu gehen. Doch nach den Ereignissen des ersten Films, hat sich ein Splitter des Allspark in seiner Kleidung verhakt und als er diesen berührt, bekommt er plötzlich Visionen von mysteriösen Alienzeichen. Natürlich geht es auf dem College nicht unbedingt ruhig weiter. Nicht nur dass es Mikaela (Megan Fox) gar nicht gefällt, dass sie jetzt alleine ist und ihren Freund nur per Videochat sieht, auch die Transformers haben es wieder auf Sam abgesehen: Optimus Prime und die Autobots wollen ihm helfen, doch die Decpticons unter der Führung des, wieder zum Leben erweckten Megatrons, wollen Sam, um an den Code in seinem Verstand zu gelangen…
Bereits der Beginn macht dies eindrucksvoll klar: In wirren Szenen kommt es zu einer ersten gigantischen Actionszene, und speziell wer den Film im IMAX begutachtet wird bald Angst vor einem epileptischen Anfall und einem Hörsturz haben. Transformers 2 schlägt hier zu Beginn bereits ein Tempo an das sich gewaschen hat, das aber auch dazu führt, dass dem Film bereits nach 10 Minuten die Luft ausgeht. Die Mischung ist einfach völlig misslungen, und statt der heiteren Story des ersten Teils gibt es hier nur eine peinliche Szenenansammlung, die sich scheinbar unbegrenzt in die Länge zieht. Was genau hier wirklich 147 (!!!) Minuten braucht ist schwer verständlich, aber der Film fühlt sich noch deutlich länger an.
Dass Michael Bay einen Hang zum Hurra-Patriotismus hat, ist längst kein Geheimnis mehr, doch während er es in Transformers zufriedenstellend geschafft hat die Eskalation zu vermeiden, geht er im Nachfolger wieder vollständig ab. Am Höhepunkt kann man ganze sechs US-Fahnen innerhalb von 30 Sekunden zählen, und tapfere US-Soldaten die scheinbar jede Situation meistern (während andere Soldaten peinlich scheitern) gehören genauso zum Erscheinungsbild des Films, wie höchst materialistische Einstellungen mit schwerem US-Kriegsgerät und heldenhaft (meistens vor der Sonne als Silhouette erscheinende) posierende US-Soldaten. Das kann man in geringer Dosis verschmerzen, aber Transformers 2 überschreitet hier die Toleranzschwelle um Längen und beginnt sehr an den Nerven zu zehren.
Es bleibt natürlich trotz diesen verheerenden, bis katastrophalen (noch mal: Ein Transformer als Terminator! Noch dazu mit ausfahrbarer Zunge. Einfach deprimierend) Schwächen nicht aus zu sagen, dass Transformers 2 das audiovisuelle Fest geworden ist, dass man erwartet hat. Die Effekte zählen zum Besten vom Besten, speziell im IMAX-Kino ist der Sound erdrückend und die gesamte Optik ist natürlich ebenso gelungen. Doch wem hilft das, wenn der Film einfach peinlich, langweilig und dämlich ist? Diese Frage muss der Zuseher für sich entscheiden. Eine Empfehlung kann ich noch nicht einmal für Fans des Vorgängers ausstellen.
Fazit:
Das größte Problem von Transformers 2 ist sicherlich, dass der Film konzeptlos und chaotisch wirkt, was wiederum dazu führt, dass die Story über 147 Minuten lang ins Leere läuft, was wiederum zu gähnender Langeweile führt. Audiovisuell ist der Film natürlich ein Festmahl und die Effekte toppen auch alles. Doch wirklich helfen tut dies dem Film nicht, denn so viele Peinlichkeiten wie hier sieht man selten in einem Film versammelt und obwohl so einiges für die Augen geboten wird, macht sich vor allem gähnende Langeweile breit. Nach Terminator 4 die nächste riesige Blockbusterenttäuschung des Jahres!
Wertung:
4/10 Punkte

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