![]() ![]() Hannah Montana: Der Film OT: Hannah Montana: The Movie Regie: Peter Chelsom Drehbuch: Daniel Berendsen Filmstart: 28.05.2009 | Laufzeit: | Komödie |
HANNAH MONTANA ist zweifellos ein Pop-Phänomen – eines das an mir bis vor noch wenigen Monaten vorüber gegangen ist. Erst seitdem die Werbetrommel für den Kinofilm kräftig gerührt wird, bin auch ich aufmerksam geworden auf die 16-jährige Miley Cyrus, die der derzeit beliebteste Kinder- und Teenagerstar ist – und angeblich trotz dem Ruhm, der Ehre und des vielen Geldes, am Boden geblieben ist. Jetzt bleibt nur noch die Frage: Was steckt hinter diesem Phänomen? Und kann der Film diese Frage beantworten?
HANNAH MONTANA ist zudem auch ein Film, der nicht gerade von durchdachten oder gar komplexen Charakteren lebt. Im Gegenteil, sie sind alle recht eindimensional und flach gehalten, manchmal vielleicht sogar etwas boshaft (die Landbevölkerung läuft natürlich in Arbeitskleidung rum, und es braucht mir echt keiner zu erzählen, er würde bei dem einen oder anderen Landei keine Inzucht vermuten). Zumal der Film die Kleinstädter ja dauernd für dumm verkauft. Bei all dem Vorabend-Seifenopern-Niveau soll trotzdem gesagt werden, dass die Darstellungen allesamt sympathisch sind. Miley Cyrus überträgt die Freude an ihrer Rolle auf die Zuschauer, der Rest ist austauschbare Staffage. Das Vater-Tochter Verhältnis zwischen Miley und Billy wird leider nur sehr oberflächlich behandelt – Rebellion oder gar Ungehorsam scheint der Teenager nicht zu kennen (auch das ist ja eine Form von Rebellion).
Trotz all dieser Nettigkeit, die der handwerklich einwandfrei inszenierte Film auf der einen Seite versprüht, muss aber dennoch eines gesagt werden: Die Message am Schluss ist eigentlich empörend und so gar nicht nett, sondern eine reine Absage an jeglichen Individualismus: Sei nicht du selbst, sondern sei so, wie die anderen es gerne haben. Solange die HANNAH MONTANA Geldmaschinerie (allein im Presseheft werden neben zahlreichen DVDs auch Spiele und Fanprodukte wie Gitarre, Ballerinas und ein Drehstuhl beworben) allerdings weiterhin so geschmiert läuft, lohnt sich dieses Credo zumindest in finanzieller Hinsicht. Ein Ende ist nicht abzusehen, ein Erfolg des Films gilt als sicher und bestimmt beehrt uns Miley bald wieder auf großer Leinwand.
Fazit:
Wien, 27.05.09: Zur Pressevorstellung sind auch ca. 50 Schüler aus der Zielgruppe geladen. Der Saal tobte. Jungen und Mädchen lieben HANNAH MONTANA. Den Traum vom glamourösen Leben scheinen viele in diesem Alter zu träumen. Für alle die es bisher noch nicht erraten haben: Wer Hannah Montana mag, der wird vom Film nicht enttäuscht. Wer sie nicht ausstehen kann, der sollte den Film meiden. Und wer – wie ich – nur aus Interesse am „Phänomen“ reingeht, kann sich mit etwas gutem Willen passabel unterhalten, kommt aber nicht unbedingt klüger aus dem Film.
Wertung:
5/10 Punkte
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15.04.2009 - Hannah Montana - Raubkopierer kommt ins Gefängnis!

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