Terminator 4: Die Erlösung

Terminator 4: Die Erlösung
Terminator 4: Die Erlösung
OT: Terminator Salvation: The Future Begins

Regie: McG*
Filmstart: 05.06.2009 | Laufzeit: | SciFi-Action

Terminator4-Scene02.jpgEs scheint gerade ein idealer Zeitpunkt im Jahr zu sein, Terminator: Salvation jetzt in den Kinos erscheinen zu lassen, da bisher kaum ein großer Blockbuster angelaufen ist, der die Massen vor die Leinwand treiben könnte (von Star Trek abgesehen). Die schon vor dem eigentlichen Filmstart angeregt geführte Diskussion, ob den überhaupt ein vierter Teil im Terminator-Franchise gedreht werden soll, ist grundsätzlich merkwürdig, da abgesehen vom schwächsten Glied der Kette, Terminator 3, alle Filme mittlerweile als fixe Größen am Science-Fiction Himmel erscheinen und sie allesamt zur oftmals unpassenden Kategorie der Kultfilme einzuordnen sind.

Skepsis und Zweifel angesichts naheliegender Vergleiche mit anderen Filmreihen wie etwa Stirb Langsam oder – passender aufgrund des Genre – Alien sind natürlich dennoch angebracht, da vor allem der zweite Terminator-Teil eine so immense Strahlkraft hinsichtlich nahezu aller relevanten Film-Kriterien besitzt (Schauspielkunst, Drehbuch, Special Effects usw.), das jeder Nachfolger schon beinahe zwingend unterzuordnen ist.

Terminator4-Scene13.jpgSchweren Herzens mussten Fans zusätzlich zur Kenntnis nehmen, dass für die geplante Fortsetzung (es als Relaunch der Serie zu bezeichnen würde zu weit führen, schließlich handelt es sich nicht um das Batman-Franchise nach Joel Schumacher) ein nicht gerade für seine qualitativ hochwertigen Filme bekannter Regisseur engagiert wurde: McG, dessen seltsam anmutendes Kürzel nicht zufällig an eine große Fastfood-Kette zu erinnern scheint - seine beiden Charlies Angels Produktionen erzeugten beim Publikum und der weltweiten Kritik in etwa dieselbe Reaktionen wie sie Feinschmecker in besagten Etablissements erfahren dürften.

McG, der im bürgerlichen Umfeld unter Joseph McGinty Nichol bekannt ist, sorgte jedoch mit dem Anwerben des zuvor unglaublich unterschätzten, neuerdings (The Dark Knight sei Dank) als einer der besten Schauspieler seiner Generation geltenden Christian Bale für weiteres Aufsehen: Was Bale mit Regisseur Christopher Nolan für die Batman-Filme nach Schumachers absurden Ansätzen vollbracht hat, sollte angesichts der Herausforderung in Sachen Terminator auch möglich sein.

Terminator4-Scene16.jpgDas Ergebnis liegt nun endlich vor: Terminator: Salvation erzählt über zwei unweigerlich ineinander laufende Handlungsstränge einerseits die (erwartete) Geschichte des erwachsenen John Connor (Bale), der als Kämpfer in der Widerstandsbewegung der - den Maschinen zahlenmäßig und technologisch unterlegenen - Menschen mittlerweile hohes Ansehen genießt und andererseits das Schicksal des verurteilten Verbrechers Marcus Wright (Sam Worthington), der nach seinem Todesurteil und danach genehmigter Organspende plötzlich in der mittlerweile postapokalyptischen Welt (15 Jahre sind vergangen) wieder zu Bewusstsein kommt. Der Judgement Day, also der Tag des jüngsten Gerichts, an dem die Maschinen unter Supercomputer SKYNET ihr eigenes Bewusstsein entwickelten und die Menschheit auszulöschen versuchten, fand trotz aller Anstrengungen der Familie Connor (siehe Vorgängerteil) statt, die verbleibende Menschheit haust inmitten von Ruinen der zerstörten Zivilisation und kämpft gegen die übermächtigen Heerscharen von humanoiden T-600 Terminatoren, fliegenden H-K (Hunter-Killer) und einer Vielzahl neuer tödlicher Erfindungen (so wie es das Gesetz der Fortsetzung vorschreibt: mehr, größer, heimtückischer).

Während John Connor mittlerweile als zweitgrößte Bedrohung SKYNETs eingestuft wird und dieser zusammen mit den Befehlshabern der Resistance (u.a. ein nuschelnder Michael Ironside) eine neue, finale Attacke auf die mechanischen Unterdrücker plant, begegnet der ziellos umherwandernde Marcus durch Zufall dem jungen Kyle Reese (Anton Yelchin) und seiner minderjährigen sowie stummen Begleiterin Star (Jadagrace Berry), die er auf der Reise zu John Connor begleitet. Doch Marcus trägt ein Geheimnis in sich, dessen er sich selbst nicht bewusst ist – irgendetwas oder irgendjemand hat ihn verändert…

Terminator4-Scene23.jpgKann also McGs Terminator mit den brillanten Vorgängern (1 & 2) gleichziehen oder diese sogar in manchen Bereichen überflügeln? Schafft Christian Bale mit seinem unbestrittenen Talent eine differenzierte, glaubwürdige und erwachsene Version von John Conner? Fällt die Tatsache, dass das ikonische Aushängeschild Arnold Schwarzenegger diesmal (bewusst) nicht den Löwenanteil der Handlung trägt, angesichts der überzeugenden Handlung nicht negativ auf? Und die wichtigste Frage: Ist Terminator: Salvation ein gelungener Science-Fiction und/oder Actionfilm? Um eine allgemeine Antwort zu geben: Nein.

Der Erfolg von Terminator und Terminator 2: Judgement Day basierte nicht grundlegend auf der Tatsache, dass ein steirischer Bodybuilder sich durch diverse Catch-Phrasen (Hasta la Vista, I’ll be back) zum führenden Actionstar seiner Zeit hochgeschauspielert hat, noch rein auf den hervorragenden Drehbüchern, die eine Rahmenhandlung etablierten, die sowohl glaubhaft, schockierend als auch bedrohlich auf den Zuseher einwirkten – es war vor allem eine Sache, deren Bedeutung ausschlaggebend war: Emotion. Während im ersten Teil noch die Angst vor der unzerstörbaren Killermaschine dominierte, erzeugte die Fortsetzung ein Gefühl von Hoffnungslosigkeit angesichts drohender Ereignisse und übermächtigen Gegner, die durch das Ein- und Mitfühlen mit den Protagonisten durchbrochen wurde.

Terminator4-Scene77.jpgGenau diese Absenz von Emotionen lässt Terminator: Salvation den schalen Beigeschmack von Belanglosigkeit zukommen: Zweifellos steckt viel Aufwand bzw. Know-how in der Gestaltung des Dekors und der Ausstattung, die Special Effects sind zeitgemäß und der Einsatz einer bewusst kühlen Farbpalette, gepaart mit Staub und Schmutz, lässt in manchen Situation die Intentionen des Regisseurs hinsichtlich seiner Vision durchscheinen. Was jedoch auffällt ist die Belanglosigkeit fast aller Charaktere auf der Leinwand, die mit Ausnahme von Worthingtons Marcus Wright und - vereinzelt – Bales John Connor absolut eindimensional dargestellt werden. Interessant ist dabei, dass Bales unangenehmer, harter und übereffizient angelegter Connor sich der Darstellung vom Newcomer Sam Worthington quasi unterwerfen muss bzw. in den Schatten gestellt wird und nur als mächtig qualifizierter Superman ohne Furcht und Tadel in Erscheinung tritt.

Da bereits die Vorgängerteile mit der problematischen Auseinandersetzung von Zeitreisen bzw. den damit (zwangsweise) verbundenen Logikrätseln mehr oder minder interessante Diskurse schufen, wagt sich Regisseur McG nicht zu weit an dieses Thema heran, was ihm angesichts der zu genüge innerhalb der Handlung aufkommenden Fehler zugute gehalten werden muss: Ein tonnenschwerer Harvester taucht fast unbemerkt aus dem Nichts auf, der dann bewaffnete Soldaten – die natürlich wie aufgeschreckte Hühner in alle Richtungen laufen – munter einzusammeln beginnt (wofür auch immer), Connor spaziert alleine mühelos in eine SKYNET-Festung, wo wenig später auch gleich ein paar Hubschrauber der Resistance problemlos landen können, drei explodierende Autos locken problemlos einen H-K an, während eine fast Apocalypse Now - anmutende Flächenbombardierung in unmittelbarer Nähe einer Rebellenbasis keinen Terminator die Achseln zucken lässt – natürlich wird hier eine Science-Fiction Geschichte erzählt, die nicht immer Hand und Fuß haben muss, aber diese teils lächerlichen Szenen sorgen einfach für ungläubiges Kopfschütteln beim Zuseher.

Terminator4-Scene59.jpgFast könnte man auch meinen, das die einzigen Ansatzpunkt für die Fortsetzung der Serie im ständigen Wiederholen von altbekannten Phrasen und Handlungen liegt, denn so viele Versatzstücke aus anderen Filmen hat man selten gesehen: Ein alter, rostiger und gepanzerter Truck, der durch eine Wüstenlandschaft fährt und mit seiner an der Front montierten Schaufel Autowracks beiseite fegt? Ein kleines, stummes Kind, welches genau im richtigen Zeitpunkt zum Lebensretter wird? Ein Mann, der mit einem Motorrad über einen befestigten Zaun in die Freiheit springt? Die immer wiederkehrende Referenz zu den Vorgängerteilen gilt dank Arnold Schwarzenegger zwar mittlerweile fast schon als unumgängliches Gesetz, jedoch zeigt der Regisseur mit endlosen Wiederholungen, dass auch hier irgendwann die Grenze des guten Geschmacks übertreten werden kann.

Fazit:
Der digitale Cameo von Arnold Schwarzenegger liefert den perfekten Vergleich für den Gesamteindruck von Terminator: Salvation: Eine offensichtlich künstliche sowie inadäquate Oberfläche, die auf einem teils unnötig aufgeblasenen, emotionslosen Körper gepresst wurde, um den Eindruck der Weiterführung einer Storyline zu vermitteln, welche im Endeffekt absolut bedeutungslos bleibt. Viele filmische Zitate aus den Vorgängern und anderen Werken, ein Publikumsmagnet wie Christian Bale in einer verhinderten Hauptrolle und einige überzeugende Special-Effects Szenen helfen einem schwachen Drehbuch und dem sichtlich bemühten Regisseur McG nicht um die Tatsache herum, das Terminator: Salvation nicht mehr als ein belangloser Actionfilm ohne interessante Grundidee ist, der seinen Namen nicht verdient.

Wertung:
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Durchschnittliche Bewertung von: 16 Benutzern

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6.4  (16)
 
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8/10
Von Hollywood    10.10.2009

Durchwegs guter Film

Hab mir gestern den ersten der drei 100% Pflichtfilme des Jahres reingezogen - neben der "Erl?g" steht noch Transformers 2 und vorallem wegen meinem absoluten Lieblingsregisseur Tony Scott "Die Entf? der Pelham 123" auf der "To Do List"!

Aber zur? Terminater - die Erl?g:

Das Wichtigste: Unbedingt T2 - Judgement Day vergessen denn - dieses Filmereignis ist auch bis heute noch unerreicht und wird es lange noch bleiben!

Zu T4: fangen wir mit der Kritik an:

Christian Bale ist f?h eine klassische Fehlbesetzung - als Anf?hat er definitiv zu wenig Charisma und rennt mit einem Geschichtsausdruck durch die Gegend, als h?e er massive Verdauungsprobleme am Set!

Die ganze Nacht hab ich mir ?gt, wer die Optimalbesetzung gewesen w? - bin noch nicht ganz entschlossen, aber in Richtung Vin Diesel, Jason Statham oder Hugh Jackman h?e man schon gehen sollen! Bale wirkt nicht sonderlich sympathisch oder vertrauensw?

Der echten Stars des Filmes sind nat? der Sprengmeister, die Computeranimateure und sonstige Radaubr?die ziemlich zu tun gehabt haben.

Action vom Feinsten, obwohl auch hier bem?elt werden k?e: einiges erinnert auch sehr an Matrix (Geschichte und Feinde), Mad Max (apokalytische Stimmung), etwas I?m Legend (leere und verw? Strassenz?nd aufgrund einiger Riesenmaschinen auch Transformers.

Die Story solide, die Special Effekts perfekt - ich war sehr zufrieden.

Meine Wertung w?/10 ausfallen, und auch sehr viele Kinobesucher in meiner N? waren zufrieden bis begeistert!

Klar das Pers?chkeiten wie Arnie, Linda und Patrick (Furlong - der junge John Connor) fehlten und die Magie von James Cameron in fast jeder Sekunde des Filmes zu sp?ar, aber das war einmal!

Ich w?ich auf weitere Teile freuen!

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4/10

Die Enttäuschung des Jahres

Aus meiner Sicht ist Terminator 4 klar die Entt?chung des bisherigen Kinojahres. McG hat absolut kein Gesp? Atmosph? und verf?t in ein sinnloses und teilweise erschreckend d?iches Actionspektakel, dass nichts mehr vom Geist der ersten beiden Filme hat. Terminator 3 war ja schon nicht besonders, aber sp?stens hier ist nichts mehr vom Flair der Reihe erkennbar.

Das einzige was ohne Zweifel gro?rtig an diesem Film ist, ist Sam Worthington, der die einzigen starken Szenen des Films an sich reisst, und der somit auch die Vorfreude auf Avatar weiter sch?ber das wars dann auch schon. Terminator 4 ist einfach eine Entt?chung und voll mit strunzd?ichen Patzern. Auch das Ende ist nat? reichlich d?ich geworden...

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