![]() ![]() Che - Teil 2: Guerilla OT: Che - Part 2: Guerilla Regie: Steven Soderbergh Drehbuch: Peter Buchman Filmstart: 24.07.2009 | Laufzeit: | Biopic |
Nachdem sich einige Differenzen zwischen die beiden Revolutionäre Che Guevara (Benicio del Toro) und Fidel Castro stellten, hat Che seine öffentlichen Ämter in Kuba niedergelegt und sich zu neuen Ufern aufgemacht. Zunächst scheitert er, als er versucht seine Ideen im Kongo zu verwirklichen, doch da ihm die Revolution im Blut liegt, muss ein neues Ziel her: Bolivien. Er reist anonym in das Land, übernimmt das Kommando über eine kleine Widerstandstruppe, ist aber gegenüber der bolivianischen Armee völlig unterlegen…
Das Problem ist dabei aber vor allem die gleich doppelte Redundanz dieser Szenen. Zunächst hat man das alles bereits im ersten Teil gesehen, und verspürt eigentlich nicht den Drang das Selbe noch einmal zu betrachten, und dann wiederholen sich die unglaublich langen Märsche durch den Wald auch noch im Film selbst immer und immer wieder. Hat Steven Soderbergh gar auf die großen „Waldfilme“ von Terrence Malick (Der schmale Grat) und Werner Herzog (Fitzcarraldo, Aguirre – Der Zorn Gottes) als Vorbild geschielt? Dann hat er deren Essenz zumindest nicht erfasst.
Doch während der erste Teil noch historisch interessant ist, und es schafft die Revolution in Kuba von einem Mikrokosmos heraus zu beleuchten, verfehlt der zweiten Teil das selbe Ziel deutlich. Der Film schafft es nicht in eine größere, historische Dimension vorzudringen, und als Charakterdrama ist er dann auch zu einseitig ausgefallen. Denn obwohl es Soderbergh zwar vermeidet Guevara nur zu verehren, ist der Blick auf ihn dennoch leicht unkritisch und einseitig ausgefallen. Der Held bleibt ein Held, sein Mythos bleibt Mythos, aber verstehen tut man diese wichtige historische Persönlichkeit auch nach Soderberghs Film nicht besser als zuvor.
Fazit:
Nach dem zwar auch langatmigen, aber insgesamt durchaus gefälligen Che – Teil 1: Revolucion ist der Nachfolger ein deutlich Absturz. Im Wesentlichen wiederholt sich das Konzept des Wanderns für die Revolution, und ausser den redundanten Spatziergängen durch den Wald gibt es leider auch nicht viel zu sehen. Ein scharfer Blick auf den Charakter Guevaras ist nicht gewährleistet und abgesehen von einer filmisch versiert aufbereiteten Untergangsatmosphäre hat Che – Teil 2: Guerilla nicht viel zu bieten. Das ist schade, denn Potential wäre sicher da gewesen.
Wertung:
5/10 Punkte
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