Lucky Number Slevin (2006)

OT: - 110 Minuten - Thriller / Komödie
Lucky Number Slevin (2006)
Kinostart: Unbekannt
DVD-Start: Unbekannt - Blu-ray-Start: Unbekannt
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Filmkritik zu Lucky Number Slevin

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Da kann ich mich dem allgemeinen Tenor nur anschließen. Viel zu stiefmütterlich vor der Kinoauswertung angepriesen, tritt „Lucky Number Slevin“ mit seiner irrwitzigen Mixtur aus Thriller und Gangsterkomödie dank seines spielfreudigen Ensembles, irrwitziger Charaktere und kultverdächtiger Dialoge, die man später mal zitieren möchte, nun aber völlig zurecht seinen Siegeszug auf DVD an.

Josh Hartnett („The Faculty“, „Pearl Harbor“) setzt sich hier scheinbar widerwillig zwischen alle Stühle, als er nicht nur von den Gangsterbossen The Boss (Morgan Freeman, „Se7en“, „Kiss the Girls“) und The Rabbi (endlich mal wieder in bestechender Form: Ben Kingsley, „Gandhi“, „Sexy Beast“) hin und hergeschubst wird, sondern auch noch von der Polizei unter Druck gesetzt wird, obwohl er gar nicht der Gesuchte ist. Weil ihm das aber keiner so recht glauben möchte, fügt er sich eben gleichgültig seinem Schicksal.

Mit von der Partie sind neben der aufgedrehten Lucy Liu („Charlie's Angels“, „Kill Bill“), Danny Aiello („Hudson Hawk“, „Léon“) und Stanley Tucci („In Too Deep“, „The Terminal“) auch ein sehr köstlicher Bruce Willis, der als abgebrühter Profikiller ständig die Lacher auf seiner Seite hat und das eigentliche Filmhighlight darstellt. Richtig launig agieren sie aber durch die Bank weg alle bis zur kleinen Nebenrolle. Spätestens wenn sie munter Filmklassiker zitieren, ist die Brücke zum Publikum dann auch endgültig geschlagen.

Den Plot wiederzugeben wäre Quatsch, weil „Lucky Number Slevin“ von seiner unvorhersehbaren Verschachtelung lebt, nach fast einer Stunde plötzlich ernster wird und einen überraschenden Schlusstwist parat hält, der mir leider wieder gezeigt hat, dass ich schon zu viele Filme gesehen habe, da ich mir so etwas in der Richtung schon gedacht habe. Dabei offenbart der Streifen jedoch geschickt nur Stück um Stück seinen wahren Hintergrund, um seinem Publikum die Auflösung dann um so genüsslicher vor den Latz zu knallen.

Nicht ohne harte Gewalt, die dann aber immer mit einem ironischen Unterton akzentuiert, komponiert Regisseur Paul McGuigan („Gangster No. 1“, „Wicker Park“) seine Story flott durch, hält stets überraschende Ereignisse in der Hinterhand und hat auch den Mut den Film am Ende kompromisslos abzuschließen. Ich hoffe doch, dass man nach diesem Hit wieder vom ihm hört. Seine doch sehr eigene Inszenierung mit ihrem innovativen Schnitt und das völlig exotisch kreierte Interieur sind nämlich die i-Tüpfelchen, die dem Film seinen letzten Spritzer Individualität verleihen.

Fazit:
Also Leute, nicht lange zögern. Der Film ist seine DVD wirklich wert. Nach seinem etwas eigenartigen Einstieg mausert sich „Lucky Number Slevin“ zu einem schwer unterhaltsamen Film mit ganz tollen Dialogen und spielfreudigen Darstellern in einer cleveren Story.

 

Wertung:

9/10 Punkte

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