Bierfest

OT: -  111 Minuten -  Komödie
Bierfest
Kinostart: 28.09.2006
DVD-Start: Unbekannt - Blu-ray-Start: Unbekannt
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Filmkritik zu Bierfest

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Die Comedy-Truppe Broken Lizard kehrt nach „Super Troopers“ und „Club Dread“ wieder ins Kino zurück, kann mit „Beerfest“ dann aber doch nicht halten, was der gute Trailer verspricht. Der definitive Film zum Thema „Bier“ oder „Bier trinken“ wurde es nicht, sondern eine mittelprächtige Komödie mit ein paar guten Gags aber auch viel Leerlauf und albernen Ideen. Obwohl der Film ganz solide in Amerika Kasse machte, können wir hierzulande wohl noch am ehesten über das Dargebotene lachen. Schließlich geizt auch „Beerfest“ nicht mit manifestierten Klischees über Deutschland, seine Bewohner und seine Kultur. Hier bekommt München, das Oktoberfest und dessen Besucher sein Fett weg. Das Niveau ist dabei durchgehend niedrig, was aber angesichts des Themas auch nicht anders zu erwarten war.

Den Plot braucht man nicht weiter zu vertiefen. Hier dreht sich eben alles um eine alte Familienfehde zwischen den nach Amerika ausgewanderten Wolfhouses und den urbayrischen von Wolfhausens, die eine erfolgreiche Brauerei führen und ihre amerikanischen Verwandten beschuldigen eine geheime Formel für ein extrem gutschmeckendes Bier gestohlen zu haben. Nun weilt der werte Herr Papa (Donald Sutherland!) aber nicht mehr unter den Lebenden und kann daher nicht für Klarheit sorgen.

 

Das Drehbuch ist, gelinde ausgedrückt, nicht sonderlich gut und produziert viel zu viel Leerlauf. Einzelne Gags treffen zwar ins Schwarze und der Biertrinkwettbewerb in München, das Bierfest (eine Geheimveranstaltung für elitäre Säufer aller Nationen), wird auch lustig überzogen aufgezogen, aber speziell die Vorbereitung auf selbiges, inklusive Zusammenstellung der Mannschaft und Training besteht eher aus Strohfeuer, aus dem nur einzelne Jokes zünden.

Ganz amüsant ist es hingegen ausgerechnet Ralf Möller („Gladiator“, „Hai-Alarm auf Mallorca“) als riesigen Trinkkoloss und Jürgen Prochnow („Das Boot“, „Beverly Hills Cop II“) als Clanoberhaupt auf deutscher Seite anzutreffen. Speziell Prochnows selbstironischen Auftritt als U-Boot-Kommandant („Hin und wieder überkommt mich so ein beklemmendes Gefühl in U-Booten. Ich hatte mal eine schlimme Erfahrung“) verdient „Beerfest“ aber eigentlich gar nicht.

Fazit:
Übrig bleibt final nur eine passable Komödie mit einigen funktionierenden Ideen (z. B. Frosch-Masturbation) und einem witzig aufgezogenen Trinkwettbewerb als Main-Event, der ringsherum dafür allerdings gute Gags und ein einigermaßen sinnvolles Drehbuch fehlen. In einer feuchtfröhlichen Runde mag der Film noch ein wenig effektiver sein, doch ein paar makabere Momente, die fehlende Qualität der Witze und eine deutlich übertriebene Lauflänge von etwa 105 Minuten trüben das Filmvergnügen deutlich.

 

Wertung:

5/10 Punkte

Filmering.at
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