Sukkubus - Den Teufel im Leib

OT:  Sukkubus   -  80 Minuten -  Erotikhorror 
Sukkubus - Den Teufel im Leib
Kinostart: Unbekannt
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Filmkritik zu Sukkubus - Den Teufel im Leib

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Eine Alpensaga: Senn (Peter Simonischek), Hirt (Giovanni Früh) und Bub (Andi Voß) befinden sich einsam auf einer Alm. Den Hirt überkommen schnell unsittliche Gelüste, die sich gegen den Buben richten, doch der Senn kann noch einmal das Schlimmste verhindern, ist er doch ein zutiefst religiöser Mensch. Eines Nachts sind jedoch alle drei betrunken und beschwören in ihrer Notgeilheit einen weiblichen Dämon herauf, der sie fortan verführt, verfolgt und attackiert. Vor diesem Teufelsweib sind die Männer machtlos!

Georg Tressler (Regie) und Franz Seitz (Buch und Produktion) sind Urgesteine des deutschen Films und haben mit SUKKUBUS ein ungewöhnliches Alterswerk vorgelegt. Tressler drehte in den 50er Jahren vor allem Heimatfilme und in den 70ern den Sexfilm mit dem schönen Titel „Stoßtrupp Venus - 5 Mädchen blasen zum Angriff“ aka „Ach jodel mir noch einen“. Schade, dass dieser nicht in der Retrospektive HAUPTSACHE FLEISCH, die vom Filmarchiv Austria kuratiert gerade im Metrokino zu sehen ist, läuft.

Ein SUKKUBUS ist eigentlich ein weiblicher Dämon, der seine Opfer im Schlaf befällt und ihnen Lebensenergie entzieht. Ganz so korrekt nimmt es dieser Film dann aber doch nicht – hier verkörpert die Frau mit den fülligen Brüsten und dem bösen Blick vielmehr die sexuelle Unterdrückung durch die tiefe Religiosität, die aber mehr und mehr abnimmt.

Schade ist nur, dass der Film sich scheinbar nicht so richtig entscheiden kann, was er nun eigentlich sein will: Die Inszenierung der Landschaft entspricht mehr Papas Kino der 50er Jahre, die Effekte sind eher zurückhaltend – was fehlt, ist einfach ein bisschen mehr Schmutz und Sleaze. Zehn Jahre zuvor wäre dieser Film anders gedreht worden, hätte sich nicht so sehr ans Fernsehpublikum angebiedert – denn trotz seiner deftigen Thematik lässt einen der Gedanke einfach nicht los, dass dieser Film quasi wie fürs Nachtprogramm des ORF geschaffen ist. Und das ist schade zumal mit Regieassistent Christoph Schlingensief zumindest einer für etwas mehr Radau gesorgt haben könnte.

Peter Simonischek steht für Seriosität und Saubermann-Image (zumindest aus heutiger Sicht) und das schadet dem Film unbewusst mehr, als es nutzt. Die Filmografien seiner beiden Kumpanen sind weitgehend uninteressant – Pamela Prati hat zwar nicht viel zu schauspielern, sieht aber verdammt verführerisch aus. Kein Wunder, durfte sie mit ihren Reizen doch auch schon in italienischen Sexfilmen wie DANGEROUS LOVE von Andrea Bianchi und DIE NACKTE CARMEN von Albert Lopez nicht geizen. In Umberto Lenzis Barbarenkracher ER – STÄRKER ALS FEUER UND EISEN war sie auch mit von der Partie.

Fazit:

Mit etwas mehr Pep und Sleaze hätte SUKKUBUS ein großes Juwel des Austrofilms werden können. So ist er nur ein unbearbeiteter Rohdiamant: Schön zu entdecken, aber im Endeffekt leider doch etwas enttäuschend.

Wertung:
5/10 Punkte

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Liste von shitneyy
Erstellt: 20.05.2015