Universalove

OT:  Universalove  -  83 Minuten -  Drama / Musikfilm 
Universalove
Kinostart: 17.04.2009
DVD-Start: 25.11.2011 - Blu-ray-Start: Unbekannt
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Filmkritik zu Universalove

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Liebe ist schön! Liebe ist groß! Liebe ist… UNIVERSELL! Warum also nicht einen Film über verschiedene Liebschaften auf der ganzen Welt drehen? Gab’s ja noch nicht ;-)
Wenn dazu dann noch angenehmer wie melancholischer Austro-Rock aus den Lautsprechern dröhnt – oder in diesem Fall sogar (abhängig vom Screening) live von der Band dazugespielt wird, ist der Esotouch fertig.

Nein, so löblich es ist, wenn österreichische Jungregisseure mal nicht nur triste Storys aus dem Gemeindebau über sexuellen Frust gepaart mit Geldnöten drehen – so sehr sehnt man sich nach ebendiesen Filmen zurück, wenn man UNIVERSALOVE gesehen hat, der im Grunde nichts anderes ist. Einziger Unterschied: Statt Wiener Plattenbau spielen die sechs Episoden, die von der Liebe erzählen wollen, auf der ganzen Welt:

Ein Computerspezialist aus Japan verliebt sich in eine Köchin, ein dänischer Familienvater betrügt seine Frau mit einem jungen Mann, eine Rezeptionistin rettet ihren kleinkriminellen Freund, wieder ein anderer vermutet, dass seinen Frau ihn betrügt, bei einem anderen Paar in Belgrad geht die Beziehung langsam aber sicher in die Brüche und in Rio de Janeiro begegnet eine junge Frau ihrem Idol aus einer Telenovela, die in allen anderen Episoden immer mal aus einem Fernseher im Hintergrund strahlt. UNIVERSALOVE eben.

Das Schlimme daran: Würde der Film nicht ständig versuchen, mit einer Art rotem Faden die einzelnen Handlungsstränge zu verknüpfen, würden nicht die Musikübergänge suggerieren, wir hätten es hier mit einem „Ganzen“ zu tun – so hätte UNIVERSALOVE ein passables Experiment werden können. Doch die Bilder unterwerfen sich der Musik und im eigentlichen Zentrum des Films stehen die Klänge der Band NAKED LUNCH. UNIVERSALOVE möchte radikal sein, ist das aber nur sehr halbherzig – und die Spielereien auf der Erzählebene erfüllen zu selten ihren Sinn und Zweck. UNIVERSALOVE möchte auch poetisch sein, ist das aber nur zum Teil und sehr oberflächlich. Der Film entpuppt sich als Seifenoper der schönen, cleanen Bilder, die eigentlich die Musik untermalen sollen.

Wer die Band NAKED LUNCH kennt und mag, darf gerne ein Ticket lösen, zumal es in Österreich einige Vorführungen gibt, zu denen live von der Band der Soundtrack gespielt wird. Ansonsten aber ist UNIVERSALOVE kein echter Muss-Film.

Wertung:
3/10 Punkte

Filmering.at
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