Star Trek 11

OT:  Star Trek   -  126 Minuten -  SciFi 
Star Trek 11
Kinostart: 08.05.2009
DVD-Start: Unbekannt - Blu-ray-Start: 05.05.2011
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Die Enterprise fliegt wieder einem neuen Abenteuer entgegen, oder vielmehr fliegt sie ihrem aller ersten Abenteuer entgegen. Gezeigt wird der erste Flug der U.S.S. Enterprise und wie es zur Besatzung des wohl bekanntesten Raumschiffes der Film- und Fernsehgeschichte kam. Kirk (Chris Pine), Spock (Zachary Quinto), „Pille“ (Karl Urban) und co. lernen sich in diesem Streifen kennen und müssen ihre erste gemeinsame Mission überstehen. Dabei geht es um nichts geringeres als die Rettung der Welt und vieler anderer Welten, die der finstere Romulaner Nero (Eric Bana) zur Zerstörung auserkoren hat. Leider ist die Besatzung der Enterprise den Romulanern technisch unterlegen, was aber noch lange nicht bedeutet, dass sie den Kampf aufgeben.

Nach einer grandiosen und packenden Eingangssequenz schraubt der Film das Tempo wieder zurück und zeigt, wie sich die Hauptfiguren kennen lernten. Abgesehen von der Eingangssequenz ist der Anfang leider ein wenig langsam und holprig geraten, was dazu führt, dass er weder viel zur Handlung noch zu den Figuren beiträgt. Man kann sich aber damit trösten, dass es danach schnell und spannend zur Sache geht, sobald die Mannschaft ins All abhebt. Was die etwas langatmige und zum Teil uninteressante Exposition vergessen lässt. Allerdings ist sie dennoch notwendig, vor allem für jene Zuschauer, die das Original nicht kennen und somit mit den Figuren nicht vertraut sind. Dabei gelingt J.J. Abrams das Kunststück sowohl Star Trek Neulinge, als auch Fans der Serie anzusprechen. Wenngleich der Film in erster Linie auf ein neues Publikum ausgerichtet ist, muss man ihm dennoch zugute halten, dass er die Originalserie respektiert und besonders in Form von Leonard Nimoy huldigt, der seine Rolle als Mr. Spock in einem kurzen aber wichtigen Gastauftritt wiederholt.

Abgesehen davon tritt keiner der ursprünglichen Schauspieler in Star Trek auf. Aber das macht im Grunde nicht viel, da die neuen Darsteller ihre Rollen großteils überzeugend und gelungen spielen. Chris Pine agiert zwar am Anfang etwas übertrieben und wirkt stellenweise etwas unbeholfen um die Rolle des Captain James T. Kirk auszufüllen, geht aber im Verlauf des Films immer mehr in seiner Figur auf, gleichsam wie sein filmisches Alter Ego immer mehr in der Rolle des Anführers zu neuen Höchstleistungen aufblüht. Bald schon fühlt man sich mit ihm als Captain wohl und vergisst die anfängliche Unsicherheit des Schauspielers. Für den Rest der Enterprise Besatzung gilt im Grunde das Gleiche. Die darstellerischen Leistungen wachsen gemeinsam mit ihren Figuren im Verlauf des Films. Etwas anders verhält es sich da mit dem Romulaner Nero, der von Eric Bana gespielt wird. Er fühlt sich von Anfang an erschreckend wohl in seiner Rolle und scheint diese zerstörerische Figur vollends zu genießen. Bana verleiht dem Romulaner sowohl berechnende Ausführung seiner Rache, als auch eine animalische Stärke, die ihm genau jene Bedrohlichkeit verleiht, die absolut notwendig für seine Figur ist. Die vor allem auch absolut notwendig ist, um es mit der Besatzung der Enterprise aufzunehmen.

Die Action des Films lässt absolut keine Wünsche offen und bietet eigentlich alles was das Herz begehrt. Möglich gemacht werden diese spektakulären Actionsequenzen von fantastischen Special Effects. Überhaupt beweist J.J. Abrams dass er über ein gut ausgeprägtes visuelles Verständnis verfügt und nicht nur die Special Effects und Actionsequenzen gut in Szene setzen kann, sondern auch die Figuren und die Handlung. Denn trotz aller Spannung und optischem Bombast, wird zum Glück nicht auf eine stimmige Geschichte verzichtet, die ebenso viel zur Atmosphäre des Films beiträgt, wie die Action und die Effekte. Vielmehr ist es so, dass die Effekte wirklich nur dazu benutzt werden um die Handlung und Atmosphäre zu stützen, niemals um nur als visuelle Selbstbeweihräucherung zu dienen. Die Hauptfiguren offenbaren ebenfalls eine Bandbreite an Emotionen, ohne dabei je ins pathetische abzugleiten oder dass die Schauspieler Gefahr laufen übertrieben zu agieren.

Selbst jemand der bisher kein Star Trek Fan war oder sich bisher überhaupt nicht für die Abenteuer der Enterprise interessiert hat, kann sich von dem neuen Star Trek mitreißen und begeistern lassen. Es stellt absolut kein Hindernis dar, wenn man die bisherigen Abenteuer der Besatzung nicht kennt. J.J. Abrams gelang es der festgefahrenen Star Trek Reihe ein Facelifting und einem Neustart zu unterziehen, den man einfach nur als gelungen bezeichnen kann. Zugegeben, es gibt den einen oder anderen logischen Fehler und auch einen etwas holprigen Anfang, aber abgesehen davon bekommt man mit Star Trek einen großartigen Science Fiction Film geboten, der sowohl ein neues Publikum, als auch Star Trek Fans anspricht. Dabei darf man als Fan der Serie aber nicht den Fehler machen und glauben, dass der Charme des Originals nachgestellt wird. So verhält es sich ganz und gar nicht. Man muss als Fan des Ursprungs schon bereit sein sich auf ein neues Abenteuer einzulassen, wenn man Star Trek wirklich genießen will. Und wenn man bisher noch kein Fan war, so wird man es vielleicht spätestens ab diesem Film.

Fazit:
Star Trek kann man eigentlich nur als absolut gelungen bezeichnen. Und noch viel mehr als das ist Star Trek das erste wirklich große Kinohighlight des Jahres 2009. Kleine Logikfehler und ein etwas mühsamer Anfang werden schnell vergessen, dank guter Schauspieler, interessanter Figuren und einer atmosphärisch dichten Handlung. Dazu gesellen sich obligatorisch gute Special Effects und bombastische Actionsequenzen, die niemals langweilig oder abgedroschen wirken. Überhaupt ist der Film ein bemerkenswert origineller Neustart einer altbekannten Kultserie. Und egal wie man zu der Originalserie stehen mag, Star Trek ist ein grandioser Science Fiction Film, der zwar nicht den Charme des Originals besitzt, dafür aber seinen ganz eigenen Charme und seine eigene Atmosphäre kreiert. Für jeden der etwas für Science Fiction Filme übrig hat ist Star Trek ein absoluter Pflichttermin im Kino.

Bewertung:

9/10 Punkte

Filmering.at
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