Fast and Furious 4

OT:  Fast and Furious  -  107 Minuten -  Action 
Fast and Furious 4
Kinostart: 02.04.2009
DVD-Start: Unbekannt - Blu-ray-Start: Unbekannt
Will ich sehen
Liste
6569
Bewerten:

Schnelle Autos, heiße Action und wenig Handlung. Das sind die Zutaten aus denen Fast & Furious zusammengesetzt ist. Der mittlerweile schon vierte Teil der Reihe vereint nun zum ersten Mal seit Teil 1 wieder die Originalbesetzung. Und irgendwie bekommt man den gleichen Film wieder zu sehen. Genau so gut könnte man den ersten Teil einlegen und anschauen, es würde nicht viel Unterschied machen. Die Handlung des Films ist nicht nur Nebensache, sondern auch noch absolut irrelevant. Zum Glück auch dafür ob einem der Film gefällt oder nicht, denn Anhand der Handlung kann man nicht entscheiden ob Fast & Furious gelungen ist oder nicht. Vielmehr wird der Unterhaltungswert des Films von der Aneinanderreihung mehr oder weniger sinnvoller Actionsequenzen bestimmt. Weiteren optischen Anreiz bieten halbnackte Frauen und muskelbepackte Männer, allen voran Vin Diesel, der ständig in Unterhemd herumläuft und mehr durch seine Figur hervorsticht, als durch ein wie auch immer geartetes Schauspieltalent. Wobei man ihm aber zugestehen muss, dass er durchaus für gute Actionfilme sorgen kann.

Leider bleiben aber die Schauspieler in diesem Film mehr als blass. Im Grunde wirken sie viel eher wie Schaufensterpuppen, die gelangweilt ihre Texte runterbeten und die Actionszenen pflichtbewusst hinter sich bringen. Die Actionszenen an sich stellen auch nichts in den Schatten und können sich keinesfalls der Originalität rühmen, einzig vielleicht die finale Verfolgungsjagd. Aber alles andere hat man schon mal woanders gesehen, weder besser noch schlechter, sondern genau so. Das einzige was wirklich eine Augenweide darstellt, mit Ausnahme der Frauen, sind die Autos. Scheinbar wurde mehr Wert und Aufwand in das Design der Autos gelegt, als in den Rest des Films. Was sich zumindest auf die Optik des Films positiv auswirkt.

Dominic Toretto (Vin Diesel) und Brian O’Connor (Paul Walker) müssen notgedrungen wieder ein Team bilden um gegen einen Drogenschmuggler anzugehen. Während es der eine aus privaten Gründen macht, geht es beim anderen in erster Linie um seinen Beruf. So viel zum Inhalt des Films. Alles andere ist oberflächliche Unterhaltung, aber zumindest Unterhaltung. Wenngleich die Geschichte und Figuren nicht immer sinnvoll, ganz zu schweigen von glaubwürdig sind. Aber darum geht es in Fast & Furious eigentlich auch nicht. Es erwartet sich ohnehin niemand einen Film mit einer tiefschürfenden Handlung oder dreidimensionalen Charakteren, sondern alles was man haben will ist schnelle Action und coole Autos. Der Rest ist Nebensache.

Dahingehend ist Fast & Furious natürlich auch extrem kurzlebig. Genau so schnell wie die Autos unterwegs sind, hat man den ganzen Film auch wieder vergessen, kaum das der Abspann anfängt. Da können auch die coolen Autos nicht darüber hinweg täuschen, denn im Endeffekt bleibt vom Film nicht viel übrig was sich einem ins Gedächtnis brennt. Aber das wird vermutlich auch gar nicht verlangt, dennoch wirft sich die Frage auf, warum man dann seine Zeit damit im Kino verschwenden soll, Autos sinnlos durch die Gegend rasen zu sehen. Dafür gibt es eigentlich nur einen Grund. Es macht zumindest Spaß. Wenngleich dieser Spaß von recht kurzer Dauer ist und eher einer Achterbahnfahrt im Prater gleicht. Nett so lange es dauert, unbedeutend sobald es vorbei ist.

Über Drehbuch und Regie des Films lässt sich eigentlich nicht viel sagen, da beides ziemlich orientierungslos wirkt. Alles dümpelt einfach so vor sich hin und nimmt halt seinen gewohnten Gang, ohne wirklich irgendwas interessantes oder neues zu bieten. Was bleibt ist nichts weiter als eine schlampig aufgemotzte Version des ersten Films. Fast & Furious läuft nach genau dem gleichen Schema ab und wirkt somit weniger wie eine Fortsetzung, als viel mehr wie ein vollkommen überflüssiges Remake. Gleiches gilt im weiteren Sinne auch für die Besetzung. Denn auch wenn es nett sein mag die ursprünglichen Figuren wieder zu sehen und ihre Geschichten weiter zu entwickeln (was aber eigentlich gar nicht geschieht, da sie stets das gleiche erleben), so hätte jeder andere Muskelprotz oder halbwegs blonde Surferboy die Rollen auch spielen können. Vin Diesel mag durchaus seine Talente im Actiongenre haben, das steht völlig außer Frage, doch hierbei zeigt er sie leider nicht. Der Rest der Besetzung ist ohnehin zum vergessen und nur oberflächliche Lackierung.

Fazit:
Fast & Furious ist durchaus ein spaßiger Film, der während seinen fast zwei Stunden ohne Probleme zu unterhalten weiß. Vorausgesetzt man lässt seinen Verstand und die Fähigkeit logischen Denkens vor der Tür und genießt einfach den oberflächlichen, kurzweiligen Spaß. So lange man nicht den Fehler begeht und sich über das Gesehene Fragen stellt, kann man durchaus seinen Spaß an dem Film haben. Man bekommt genau das, was man erwartet, einen schnellen, actionreichen, aber vollkommen inhaltslosen und kurzweiligen Film. Mit Ausnahme der finalen Verfolgungsjagd, die zwar bar jeglicher Glaubwürdigkeit ist, aber dennoch spannend gemacht, sind die Actionszenen erstaunlich unoriginell. Spaßig wie eine Achterbahnfahrt im Prater, aber genau so schnell wieder vergessen, ist Fast & Furious mit Sicherheit kein Actionfilm von Bedeutung, aber zumindest oberflächlich gelungen. Und mehr will man von diesem Film auch eigentlich nicht geboten bekommen.

Bewertung:

5/10 Punkte 

Filmering.at
Community
Ø Wertung: 6.2/10 | Kritiken: 0 | Wertungen: 6
10 /10
0%
9 /10
0%
8 /10
0%
7 /10
50%
6 /10
17%
5 /10
33%
4 /10
0%
3 /10
0%
2 /10
0%
1 /10
0%
Vielleicht interessiert dich auch
Rookie - Der Anfänger
Die Entführung der U-Bahn Pelham 123
Max Payne
Crank 2: High Voltage
Fast & Furious Six (2013)
Star Wars Episode 5: Das Imperium schlägt zurück (1980)
Resident Evil
Babylon A.D.
Alle Empfehlungen anzeigen
Der Film ist in diesen Listen
Keine Listen gefunden!