Monsters vs. Aliens

OT:  Monsters vs. Aliens   -  94 Minuten -  Animation 
Monsters vs. Aliens
Kinostart: 02.04.2009
DVD-Start: Unbekannt - Blu-ray-Start: 09.06.2011
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Filmkritik zu Monsters vs. Aliens

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Das Match Pixar vs. Dreamworks geht auch dieses Jahr wieder in die nächste Runde. Doch 2009 wird diese Schlacht erstmals in 3-D ausgefochten. Die Oscarstatistik steht dabei, genau wie die Kritikermeinung eindeutig auf der Seite von Pixar, aber Dreaworks hat dafür immer publikumswirksamen Humor zu bieten. Monsters vs. Aliens kann sich dabei, in punkto Gagdichte und Kreativität, zwar nicht mit dem großartigen Shrek messen, aber für einen unterhaltsamen Abend dürfte gesorgt sein. Vor allem natürlich im 3-D Kino.

Susan Murphy will eigentlich den schönsten Tag ihres Lebens verbringen: Die Hochzeit mit ihrem etwas egoistischen Freund Derek Dietl, der als Reporter Karriere machen will. Doch auf dem Weg zur Kirche wird sie von einem Meteor getroffen, und beginnt kurz darauf drastisch zu wachsen. Das US-Militär lässt nicht lange auf sich warten, und bald schon wird Susan gefangen genommen und in eine geheime Anlage gebracht. Dort versteckt das Militär schon länger einige Monster vor der Öffentlichkeit. Und zwar den hochintelligenten Dr. Kakerlake, den Fischmann Missing Link, den etwas dämlichen B.O.B und den riesigen Insektosaurus. Und die Monster werden auch bald gebraucht, denn es steht ein Alienangriff vor der Tür, der nur durch die Monster abgewehrt werden kann…

Man kann es ja bereits herauslesen: Besonders fesselnd ist die Story nicht geworden. Doch es ist ja schon länger das Markenzeichen der Dreamworksfilme, dass man, im Gegenzug zu den ausgefeilten Pixarproduktionen, weniger auf eine durchdachte Story Wert legt, sondern diese nur als Aufhänger benützt um einen möglichst ausgefallene und witzige Achterbahnfahrt zu inszenieren. Die Balance ist dabei aber ziemlich gut gelungen, sodass sowohl Kinder, als auch Erwachsene auf ihre Kosten kommen, und Monsters vs. Aliens somit zu einem Tipp für die ganze Familie wird.

Angelegt ist der Film dabei offensichtlich als eine Hommage an die alten Monsterfilme der 50er Jahre. Doch dies macht sich wohl nur für Kenner dieser Werke bemerkbar, und der Film hat auch genügend eigene Einfälle, um nicht nur daraus seinen Reiz zu beziehen. Storytechnisch kommt Monsters vs. Aliens, wie bereits erwähnt relativ konventionell daher, und dies versucht man durch eine Vielzahl an Actionsequenzen zu kompensieren. Diese können aber leider nicht alle überzeugen.

Am besten funktioniert es noch, wenn man versucht die Action geschickt mit Situationskomik zu kombinieren. In diesen Szenen behält sich der Film ein rasantes Tempo und einen hohen Unterhaltungswert bei, doch sobald die Komik etwas aus dem Spiel gelassen wird, flacht die gute Laune etwas ab. Denn Monsters vs. Aliens gibt sich auf reinem Actionniveau zu gewöhnlich, und kann deshalb in diesen Szenen nur geringfügig überzeugen.

Gut gelungen ist allerdings das Figurendesign, samt zugehörigen Synchronsprechern (zumindest in der englischen Originalversion). Da gibt es die normale Frau, die plötzlich aus ihrem Leben gerissen wird, und als Riesenfrau bei den Monstern landet, stimmig vertont von Reese Witherspoon. Den skurrilen General, der die Monster unter seiner Fuchtel hält, gesprochen von Kiefer Sutherland, den überheblichen Fischmenschen (Will Arnett), den genial klischeehaften Dr. Kakerlake (Hugh Laurie) und natürlich den herrlich dämlichen B.O.B. (Seth Rogen). Ganz zu schweigen vom vertrottelten US-Präsidenten (Stephen Colbert), der seine Mühen hat die identisch aussehenden Knöpfe für die Kaffemaschine und für einen Nuklearangriff auseinander zu halten.

In seinen besten Momenten kann Monsters vs. Aliens wirklich für Lacher am laufenden Band sorgen, was vor allem den schrägen Figuren, und den skurrilen Situationen zu verdanken ist. Nur leider bewegt sich der Film nicht durchgehend auf diesem Niveau, und so kommt es auch, dass er stellenweise zur Effektshow wird. Somit kann Dreamworks nicht an die großen Hits des Studios anschließen, aber ein unterhaltsamer Spaß für die ganze Familie ist dennoch dabei heraus gekommen.

Fazit:

Monsters vs. Aliens ist eine insgesamt recht unterhaltsame Hommage an die Monsterfilme der 50er Jahre. Das Tempo ist recht hoch und in seinen besten Momenten sorgt der Film auch tatsächlich für prächtige Unterhaltung. Doch leider kann Monsters vs. Aliens das Niveau nicht durchgehend halten, und wird so an manchen Stellen zur Effektshow. Doch davon sollten sich interessierte nicht abbringen lassen. Denn dank den skurrilen Charakteren, und den vielen schrägen Situationen ist wohl dennoch für einen unterhaltsamen Abend gesorgt.


Wertung:

7/10 Punkten 

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