Die Jagd zum Magischen Berg

OT:  Race to Witch Mountain  -  98 Minuten -  SciFi / Abenteuer 
Die Jagd zum Magischen Berg
Kinostart: 09.04.2009
DVD-Start: Unbekannt - Blu-ray-Start: Unbekannt
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Filmkritik zu Die Jagd zum Magischen Berg

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Disney scheint sich ein neues Zugpferd geangelt zu haben: Der ehemalige Wrestler, und jetztige Actiondarsteller Dwayne „The Rock“ Johnson darf sich nach Daddy ohne Plan nun zum zweiten Mal in Begleitung der Jugend auf die Leinwand begeben. Wie man beim Mauskonzern auf diese Idee gekommen ist, ist vielleicht nicht so ganz verständlich, aber was solls. Die Schwächen von Die Jagd zum Magischen Berg haben ohnehin nur wenig mit The Rock zu tun. Dazu ist das ganze Konzept einfach viel zu platt und lieblos.

Jack Bruno (Dwayne Johnson) ist Taxifahrer in Las Vegas, und hat eigentlich wenig mit den richtig wichtigen Geschehnissen auf der Erde zu tun. Doch das ändert sich plötzlich, als die Zwillinge Sara (Anna Sophia Robb) und Seth (Alexander Ludwig) in sein Taxi springen, und ihm einen Haufen Geld geben, damit er sie aus die Stadt fährt. Bald schon werden sie von mysteriösen Agenten verfolgt, und befinden sich auf der Flucht. Der Grund ist einfach: Sara und Seth sind Aliens, die ihr Raumschiff suchen. Wenn Bruno ihnen nicht hilft steht das Schicksal der Erde auf dem Spiel…

Man ist es ja gewohnt, dass sich weltweit die Kritiker auf ein gewisses Verhalten geeinigt haben: The Rock ist ein Wrestler, also ist er ein mieser Schauspieler und man muss auf ihm herumhacken. Das sehe ich etwas anders. Natürlich ist The Rock kein guter Darsteller, aber dafür hat er andere Qualitäten, die für seine Standardrolle als Actionheld ausreichend sind. Dazu zählt seine starke physische Präsenz, aber vor allem sein Charisma, weswegen man über seine eingerostete Mimik gerne hinweg sehen kann. Dazu bedarf es aber auch einen Regisseur, der seine Qualitäten ausspielen kann.

Andy Fickman zählt zweifellos nicht zu den Regisseuren die dieses Talent mitbringen. Seine letzte Zusammenarbeit mit The Rock, Daddy ohne Plan war ja schon kein besonders weiter Wurf, aber in diesem Film konnte er wenigstens noch einige amüsante Szenen, vor allem durch die Wechselwirkung von The Rock und seiner Filmtochter, kreieren. In Die Jagd zum Magischen Berg war die Qualitätskontrolle bei Disney wohl auf Urlaub, denn der Film ist so dermaßen unrund, dass man kaum glauben kann, dass er wirklich in die Kinos gelassen wurde.

Als erster grober Kritikpunkt sei einmal die Story erwähnt, in all ihren Ausprägungen. Dies beginnt bei der reichlich langweiligen Grundlage, dass zwei Alienkinder versuchen ihr Raumschiff aus den Fängen der US-Armee zu bringen. Diese brauchen dazu natürlich die Hilfe eines starken Erdlings, obwohl sie eigentlich Superkräfte besitzen. Doch obwohl sie diese Kräfte auch einsetzen, glaubt ihnen ihr Beschützer immer noch nicht, dass etwas nicht stimmt. Naja, das kann man ja noch verschmerzen, doch jeder der sich auch nur annähernd mit dem Medium Film beschäftigt, wird ein großes Problem mit dem Film haben.


Denn in Die Jagd zum Magischen Berg türmen sich die klassischen Plotpoints und Kniffe wie aus dem Lehrbuch auf, und es ergeben sich keinerlei Überraschungen. So wird aus dem Taxifahrer ein ehemaliger Fluchtfahrer. Doch leider dient dies nur dazu um die Geschichte weiter zu spinnen, und um es plausibel zu machen, warum er denn so gut Auto fahren kann. Man merkt auch genau, dass Figuren in manchen Szenen bewusst eingeführt werden um später wieder auf sie zurückzugreifen. So setzt sich schließlich ein ganz und gar formelhafter Film zusammen, der seine einzelnen Module leider kaum vernünftig verbinden kann.

Durch die zahlreichen, nicht besonders aufregenden Verfolgungsjagden und Actionsequenzen, fühlt sich Die Jagd zum Magischen Berg auch eher wie eine Achterbahnfahrt als wie ein stimmiger Kinobesuch an. Die Geschichte zündet einfach nicht, die Darsteller stehen alleine auf verlorenem Posten (und können somit keinerlei Qualitäten zeigen) und der Film holpert nur so durch die Gegend, bis er schließlich sein bemühtes und überaus klischeehaftes Ende findet. Richtig gut ist dies freilich nicht, aber dank dem Charisma von The Rock (das er hier nur spärlich einbringen kann), kann man sich zumindest an einen Strohhalm klammern, und den Film ohne gröbere Nachwirkungen hinter sich bringen.

Fazit:
Die Jagd zum Magischen Berg ist leider ein äußerst bemühter und schwacher Film geworden. Regisseur Andy Fickman macht aus dem, ohnehin schon schwachen, Drehbuch nicht wirklich viel, und kreiert so einen recht holprigen Film, der sich nur mit Müh und Not in Richtung Ende schleppt. Die repetitiven und langweiligen Verfolgungsjagden hauen wohl niemandem vom Hocker und die Geschichte gibt sich auch eher schwach. Da noch nicht einmal The Rock wirklich sein Charisma ausspielen kann, gibt es eigentlich keinen Grund sich den Film anzutun.

Wertung:
3/10 Punkte

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