![]() ![]() Contact High OT: Contact High Regie: Michael Glawogger Drehbuch: Michael Glawogger, Michael Ostrowski Filmstart: 17.04.2009 | Laufzeit: | Komödie |
Allein die Story selbst ist Kifferwahnsinn par excellence: Ein spanischer Gangsterboss hat eine Tasche in Polen verloren. Er heuert den in Wien lebenden Mechaniker Harry (Detlev Buck) an, der ihm die Tasche zurückbringen soll. Dieser wiederum würde sich viel lieber mit seinen blonden Mechanikerkollegen vergnügen und gibt den Auftrag daher an den Kleinkriminellen Schorsch (Georg Friedrich) ab, der auch lieber die 24 Stunden von Le Mans im Fernsehen schauen möchte. Seine Freundin Mao (Pia Hierzegger) hat eine zündende Idee: Sie reicht den Auftrag an die beiden Steirerbuam Hans Wurst (Raimund Wallisch) und Max Durst (Michael Ostrowski), die in ihrer Würstelbude Käsekrainer brutzeln (und sich Joint after Joint reinziehen), weiter. Und so heißt es ab nach Polen für die beiden, die von Schorsch und Harry im Ford Mustang beschattet werden. Die Ereignisse überschlagen sich – spätestens als Max in der polnischen Dorfdisse einen blonden Engel (Hilde Dahlik) kennen lernt – mit magischen Pilzen im Bauch und voll auf CONTACT HIGH…
Nimm doch einen Joint, mein Freund…
Aber hier geht es nicht um irgendwelche Geschmackspräferenzen meinerseits. Muss es auch nicht, denn der Film disqualifiziert sich ohnehin selbst – durch seine angestrengte Machart, die Trips immer absurder erscheinen zu lassen, und gen Finale Gesetze von Zeit und Raum und Schwerkraft aufhebt (und dabei völlig auf seine „Geschichte“ vergisst). Zudem kommt man sich erst richtig verarscht vor, wenn man den völlig uninspiriert typegecasteten Schauspielern zusieht: Georg Friedrich als cholerischen Prolo-Wiener mit blonder Langhaarfrisur, Detlev Buck einmal mehr als sich selbst, Michael Ostrowski nie um einen wenig treffsicheren Spruch verlegen und irgendwie ganz besonders selbstverliebt sowie Hilde Dahlik als Eyecatcher. Das mag zwar alles nett sein, ist aber eben nicht mehr: Keine Ecken, keine Kanten, nichts, was wir nicht schon besser und vor allem „nüchterner“ gesehen hätten.
Fazit:
Eins lässt sich einfach nicht hinwegleugnen: Eine Komödie lebt von zündenden Gags (kaum vorhanden) und skurrilen Einfällen. Immerhin zu letzteren hat es gereicht, wenn Ostrowski und Wallisch im Hotelzimmer aufwachen und alles viel kleiner um sie herum ist. Leider gibt es derartige Finesse viel zu selten in CONTACT HIGH. Wie schon oben gesagt: Nachdem die Joints geraucht sind, bleibt nur schlechte Luft übrig. Ein uninspiriertes Schaulaufen, ein dummer Film, den – nichtsdestotrotz – viele Menschen sehen und vermutlich sogar lustig finden werden.
Wertung:
3/10 Punkte

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