Die Reise der Pinguine

OT: -  80 Minuten -  Doku
Die Reise der Pinguine
Drehbuch:
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Kinostart: 13.10.2005
DVD-Start: Unbekannt - Blu-ray-Start: Unbekannt
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Filmkritik zu Die Reise der Pinguine

Von am

Es ist schon eine interessante Geschichte die sich da im Jahre 2005 ereignet hat. Normalerweise haben Dokumentationen grundsätzlich einen eher schwachen Stand beim Publikum. Nicht so Luc Jacquets Die Reise der Pinguine. Der Film schaffte es sogar in die Top 10 der amerikanischen Kinocharts und wurde mit einem weltweiten Einspielergebnis von 127 Millionen Dollar sogar zur zweit erfolgreichsten Doku aller Zeiten hinter Fahrenheit 09/11. Das Ganze wurde durch einen einfachen Trick geschafft: Den Pinguinen wird eine eigene Stimme gegeben um sie menschenähnlicher wirken zu lassen und den Zuseher mit ihnen mitfiebern zu lassen.

 

Die Reise der Pinguine berichtet aus dem Leben der Kaiserpinguine. Jedes Jahr müssen sie sich vom Rand der Antarktis, weg vom nahrungsreichen Ozean, quer über den wüsten Kontinent hin zu ihren geschützten Brutstellen begeben. Das besondere ist dass sich der Kontinent jedes Jahr verändert, aber die Pinguine dennoch immer wieder einen Weg durchs Eis finden. Der Marsch ist beschwerlich und jeder Fehler ist tötlich. Wenn sie dann schließlich am gewünschten Ort ankommen, beginnt die Paarungszeit an deren Ende das Weibchen schließlich ein einziges Ei legt.

 

Kurz nach der Geburt kommt es zu einem Schlüsselereignis: Das Ei wird vom Weibchen zum Männchen übergeben. Ein einziger Fehler bei der Übergabe und alles war umsonst. Nachdem die Eier übergeben worden sind, begibt sich das Weibchen wieder Richtung Ozean um zu essen. Das Ei wird vom Männchen ausgebrütet und nachdem das Küken geschlüpft ist, kommt die Mutter wieder zurück und es folgt wieder eine Übergabe. Jetzt begibt sich das Männchen Richtung Ozean um sich zu ernähren. Bereits nach kurzer Zeit sind dann die Küken auf sich alleine gestellt und werden ihrerseits bald zu ihrem ersten Marsch aufbrechen...

 

Luc Jacquet wählte für seinen Film eine Taktik die sich als sehr positiv herausstellt: Er verwendet nicht nur einen Erzähler, sondern gibt seiner Pinguinfamilie Stimmen. Sonst wäre es wohl einigen Kritikern leicht gefallen einfach zu sagen dass Die Reise der Pinguine nicht viel anders als eine normale Universum Folge ist und somit eigentlich keine Berechtigung fürs Kino hat. Luc Jacquet schafft es jedoch sehr gut die Dramatik im Leben der Pinguine in seine Doku zu packen und durch die witzigen Kommentare die er den Pinguinen in den Mund legt schafft er es den Zuseher auf sympathische Weise zu unterhalten.

 

Mit seinen wunderschönen Bildern schafft es Luc Jacquet ausserdem den Zuseher auf visuelle Weise zu betören. Egal ob er den Kontrast zwischen der eleganten Fortbewegung der Pinguine im Wasser, ihrem torpedoartigen Sprung aus selbigen oder ihre tapsige und fast unbeholfene Fortbewegung an Land zeigt. Stets finden sich die Szenen vor fantastischem Hintergrund. Die wunderschönen Panoramen der Eiswüste und wie der raue Lebensraum der Pinguine eingefangen wird sind dann der letzte Schritt um den Film zu einem visuellen Großereignis zu machen.

 

Besonders gut gelungen ist es Informationen mit hohem Unterhaltungswert zu kombinieren. In der englischen Fassung konnte sogar Morgan Freeman als Erzähler gewonnen werden. Ganz so hochwertig fällt die deutsche Übersetzung zwar nicht aus, aber nichts desto trotz macht Die Reise der Pinguine einfach Spaß. Ansehen lohnt sich auf jedenfall!

 

Fazit:

Die Reise der Pinguine schafft es sehr gut aus dem Leben der Kaiserpinguine zu erzählen und dennoch den Unterhaltungswert nicht zu vergessen. Wunderschöne Aufnahmen, interessante Informationen und humorvolle Kommentare lassen den Film zu einem besonderen Doku-Erlebnis werden.

 

Wertung:
8/10 Punkte

Filmering.at
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