Der rosarote Panther 2

OT:  The Pink Panther 2   -  92 Minuten -  Komödie 
Der rosarote Panther 2
Kinostart: 13.03.2009
DVD-Start: Unbekannt - Blu-ray-Start: Unbekannt
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Steve Martin ist zwar nicht mal Ansatzweise so gut wie der legendäre Peter Sellers, aber er bemüht sich wirklich redlich um dieses große Erbe anzutreten. Dass es ihm nicht vollständig gelingt zeigt sich auch in der Fortsetzung Der rosarote Panther 2. Der Hauptdarsteller schafft es einfach nicht, den ganzen Film über konstant gut zu spielen. Zeitweise trumpft er auf und sorgt für Lacher, dann wiederum wirkt das Ganze abgeflaut und führt höchstens zu einem Schmunzeln. Das spiegeln auch die Gags wieder, denn während einige wirklich komisch sind, sind andere völlig überzogen und zünden einfach nicht. Dies führt zu einem eher durchwachsenen Gefühl des ständigen auf und ab von gelungenen und misslungenen Momenten.

Gemäß der „Hollywood-Sequel-Regel“, dass in einer Fortsetzung alles größer und bombastischer sein muss, wird Inspektor Clouseau (Steve Martin) diesmal von einem wahren Dreamteam an internationalen Detektiven unterstützt, allen voran der blasierte Brite Pepperidge (Alfred Molina) und der italienische Charmeur Vicenzo (Andy Garcia). Als Team sollen sie herausfinden wer der geheimnisvolle Dieb „Der Tornado“ wirklich ist und wo die gestohlenen Wertsachen sind, darunter natürlich auch der Titelspendende Diamant „Der rosarote Panther“. Das dabei dank der tatkräftigen Hilfe von Clouseau einiges schief und vieles zu Bruch geht, ist eine Selbstverständlichkeit. Zusätzlich zu der bereits beachtlichen Besetzung, ersetzt die Comedy-Legende John Cleese, den gleichermaßen grandiosen Kevin Kline, in der Rolle des Clouseau-Hassers Chefinspektor Dreyfus.

Genauso durchwachsen wie der Humor des Films, ist auch die Besetzung. Denn so großartig ein John Cleese normalerweise sein kann, ist er in diesem Fall als französischer Chefinspektor hoffnungslos fehlbesetzt. Er spielt seine Rolle einfach zu britisch. Vollkommen unterfordert hingegen sind solche Schauspieler wie Alfred Molina, Jeremy Irons und Lily Tomlin. Sie sorgen zwar alle für den ein oder anderen Lacher, zeugen aber gleichzeitig davon, dass der Film hoffnungslos an Figuren überfrachtet ist. Dadurch wird von keiner Figur das komödiantische Potenzial voll und ganz ausgelotet, nicht mal das von Inspektor Clouseau. Das Motto „weniger ist mehr“ wäre in diesem Fall vielleicht zielführender gewesen.

In den meisten Fällen ist es relativ einfach die Qualität einer Komödie zu bestimmen, wenngleich dieses Genre eines der Schwierigsten überhaupt ist. Wenn man lacht, dann funktioniert die Komödie, wenn man nicht lacht, funktioniert sie nicht. Aber Der rosarote Panther 2 ist einer jener Grenzfälle, der sich zwischen überaus witzigen Szenen und total misslungenen Gags bewegt. Somit ist man geteilter Meinung was diesen Film betrifft. Eines bleibt aber gewiss, mit dem Original kann sich keine der beiden Steve Martin Versionen des Rosaroten Panthers messen. Gegen Peter Sellers als Inspektor Clouseau ist nach wie vor kein Kraut gewachsen. Andererseits erinnert Steve Martins Performance oftmals an die Gestik und Mimik eines Charlie Chaplins, oder vielmehr an die Kopie dieses Filmgenies.

Die Regie des Films ist zurückhaltend und konzentriert sich stets auf den Hauptdarsteller und seine Eskapaden. Mehr kann man in diesem Fall auch nicht verlangen. Die Dramaturgie hingegen lässt etwas zu wünschen übrig. Die Handlung ist vorhersehbar und sogar die Auflösung, wer denn nun hinter dem Meisterdieb „Der Tornado“ steckt, weiß nicht wirklich zu überraschen und kommt allzu einfach daher. Überhaupt stellt der Höhepunkt des Films nicht unbedingt auch den Glanzpunkt dar. Das Ende ist zwar durchaus passabel gestaltet, verblasst aber hinter einigen weitaus gelungeneren Momenten.

Dennoch bleibt einem erstaunlich wenig denkwürdiges in Erinnerung, da sowohl die Witze als auch die Geschichte an sich bloß sehr kurzweilige Unterhaltung bieten. Dadurch ist Der rosarote Panther 2 zwar teilweise ein spaßiger Film, gerät aber sehr schnell wieder in Vergessenheit. Man braucht hier also kein humoristisches Meisterwerk erwarten, obwohl der Film, trotz aller Kurzweiligkeit durchaus seine Momente hat. Dabei denkt man vor allem an die Szenen im Lokal „La Plata de Nada“.

Fazit:
Der rosarote Panther 2 ist mit Sicherheit kein komödiantisches Glanzstück, weil er einfach zu oft zwischen gelungenen Szenen und verpatzten Gags hin und her schwankt. Zudem ist der Regisseur verzweifelt bemüht die an Figuren überladene Geschichte zu lenken, die noch dazu vorhersehbar ist und ohne nennenswerte Überraschungen daherkommt. Auch wenn der Film oft zu viel des Guten versucht und dabei zur Übertreibung neigt, was sich vor allem an der Überfrachtung an zum Teil sinnlosen Nebenfiguren äußert, ergibt er dennoch ein stimmiges Sequel, das zumindest für kurzweilige Unterhaltung sorgt. Steve Martin ist zwar kein Peter Sellers, und wird es auch niemals sein, aber er macht eine solide Figur als Inspektor Clouseau. Der rosarote Panther 2 bietet einen netten Kinoabend, mehr braucht man sich davon nicht erwarten.

Bewertung:

5/10 Punkte

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