Er steht einfach nicht auf dich!

OT:  He's Just Not That Into You  -  129 Minuten -  Komödie 
Er steht einfach nicht auf dich!
Kinostart: 13.02.2009
DVD-Start: Unbekannt - Blu-ray-Start: Unbekannt
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Filmkritik zu Er steht einfach nicht auf dich!

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Man kennt das Spiel ja bereits zur Genüge: Mann und Frau lernen sich kennen, Mann sagt er ruft zurück und Frau wartet schließlich vergebens, da der reizende Mann in Wirklichkeit nur auf Sex aus war. Was waren das doch noch für Zeiten, als diese einfache Prämisse unzählige Fernsehserien dominierte, und auch im Kino nicht ausblieb. Heutzutage sieht es aber, dank verbesserten technischen Möglichkeiten etwas anders aus, und die Erreichbarkeit hat sich drastisch verbessert. Er steht einfach nicht auf dich bringt nun die alte Formel in die neue Zeit, bleibt aber qualitativ auf dem Niveau einer Sitcom.

Gigi (Ginnifer Goodwin) wartet vergebens auf den Anruf von Conor (Kevin Connolly), doch dieser hat nur Augen für die sexy Yogalehrerin Anna (Scarlett Johansson). Diese verdreht auch Ben (Badley Cooper) den Kopf, der sich wiederum etwas unwohl fühlt in seiner Ehe mit Janine (Jennifer Connelly). Janine wiederum arbeitet gemeinsam mit Beth (Jennifer Aniston), die eigentlich glücklich mit Neil (Ben Affleck) zusammen ist, doch auf einen Heiratsantrag wartet sie vergebens. Mary (Drew Barrymore) hingegen versucht die wahre Liebe online zu finden…

Er steht einfach nicht auf dich. Vertraute der Serienszene werden dabei vielleicht an eine gewisse Episode von Sex and the City erinnert, in der Miranda diese Lektion von einem Mann erklärt bekam. Denn wenn sich ein Mann wie ein Arschloch verhält, dann heißt dies nicht unbedingt, dass er so seine Liebe zeigen will, sondern vielleicht steht er eben einfach nicht auf dich. Soviel zur Theorie.

Greg Behrendt und Liz Tuccillo haben diesen Grundsatz in ihrem 2004 erschienen Buch zum Thema gemacht, und waren damit, wohl auch dank der Popularität von Sex and the City, recht erfolgreich. Und wo am literarischen Sektor ein Erfolg verbucht wird, da ist Hollywood meistens nicht weit entfernt. Dass es sich beim Ausgangsmaterial um ein Sachbuch handelt, ist da kein großes Hindernis mehr. Man nimmt den populären Titel, konstruiert eine Geschichte rund herum, und engagiert eine Ansammlung an Stars. Fertig ist das Massenprodukt von der Stange.

Denn leider kann man dem Film auch seine begrenzte Kreativität ansehen, und man kann leider erkennen, dass nicht wirklich viel Herzblut in das Projekt gesteckt wurde. Zwar spielt der Film gekonnt mit einigen Genreregeln und bringt einige Klischees ins moderne Zeitalter, aber nur weil man alte Klischees etwas neu arrangiert, werden sie nicht unbedingt weniger abgestanden. Denn die Genregrenzen türmen sich stark einschränkend rund um den Film, und so läuft im Endeffekt alles nach Schema F ab.

Da hilft es auch nichts, dass man eine Horde an Hollywoodstars wie Jennifer Connelly, Jennifer Aniston, Ben Affleck, Scarlett Johansson, Bradley Cooper, Justin Long, Drew Barrymore und Kevin Connolly verpflichtet hat. Denn obwohl sich die Schauspieler gut gelaunt zeigen, und insgesamt mit Sicherheit kein Negativpunkt sind, können sie den Karren trotzdem nicht mehr aus den Dreck zerren.

Es ist wohl auch nicht gerade hilfreich, dass man derart viele Charaktere mit unterschiedlichen Beziehungen zueinander eingebaut hat, sodass man sich kaum auf einen Handlungsstrang konzentrieren kann. Doch trotz dieser vielen Figuren, fühlt sich die ganze Geschichte schließlich hohl an, und kann nur mit einem soliden Unterhaltungswert punkten. Da auch das Ende nicht gerade gelungen ist, kann man eine generelle Empfehlung eigentlich nicht aussprechen. Aber Genrefreunde, speziell des weiblichen Geschlechts, könnten vielleicht dennoch ihren Spaß haben, auch wenn es nicht schwer fallen dürfte einen besseren Film zu finden.

Fazit:
Er steht einfach nicht auf dich leidet leider an zu vielen Handlungssträngen, einer generellen Inhaltsleere und an einer viel zu klischeehaften Geschichte. Ein solides Maß an Unterhaltungswert ist zwar dennoch vorhanden, und auch die Stars zeigen sich gut gelaunt, aber für eine Empfehlung ist dies doch zu wenig. Wer sich aber als Fan des Genres bezeichnet, kann vielleicht einen Blick riskieren.

Wertung:
5/10 Punkte

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