Bolt

OT:  Bolt   -  96 Minuten -  Animationsfilm 
Bolt
Kinostart: 22.01.2009
DVD-Start: Unbekannt - Blu-ray-Start: Unbekannt
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Filmkritik zu Bolt

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Nachdem Disney die Zeichentrickfilme wie kaum ein anderes Studio dominiert hat, ist es seit der Ära der 3-D Animationsfilme etwas ruhig um das Studio mit der Maus geworden. Schlussendlich musste man sich gar bei Pixar einkaufen, damit das eigene Logo noch im Vorspann vor ansprechender Kost gezeigt wird. Nun hat sich Disney aber entschlossen selbst wieder mal aufs Gas zu steigen: Das Ergebnis ist der erfrischende und recht unterhaltsame Bolt. Natürlich bleibt das Pixarniveau dabei unerreicht, aber man kann sich nun endlich mit Dreamworks und Co. um die Folgeplätze duellieren.

Bolt’s Leben ist schon aufregend: Ständig wird seine Besitzerin Penny von den Schergen des bösen Dr. Calico bedroht, der Pennys Vater erpressen will. Nur Bolt kann ihr da helfen, denn er hat Superkräfte. Das glaubt der zumindest, doch in Wirklichkeit ist er nur Hauptdarsteller in einer Fernsehserie, was ihm nur noch niemand gesagt hat. Dank einigen unglücklichen Zufällen landet Bolt schließlich in einem Lieferwagen, der ihn nach New York bringt. Von dort aus muss er natürlich zurück nach Hollywood um seine Penny zu retten. Dabei erhält er Unterstützung von einer mürrischen Katze, und einem Hamster (Bolt’s größter Fan)….

Natürlich kann man auch noch bei Bolt einen deutlichen Qualitätsunterschied zu den intelligenten und fabelhaften Pixarfilmen feststellen, aber zumindest den Dreamworksstudios muss klar sein, dass Disney wieder eine ernsthafte Konkurrenz ist. Denn Bolt schlägt in eine ähnliche Kerbe wie Madagascar und Co., Pixar bleibt aber immer noch eine Klasse für sich. Der größte Unterschied ist einfach, dass sich Pixar traut durchdachte Geschichten zu erzählen, während die Konkurrenz großteils nur dem nächsten Gag hinterher jagt. Da ist die überragende Animationstechnik von Pixar nur mehr das Sahnehäubchen.

Doch genug von den Pixarwerken, hier geht es um Bolt. Und tatsächlich hat Disney wieder zurück in die Erfolgsspur gefunden. Die Ausgangslage, auch wenn sie ein kleines bisschen Truman-Show-Flair hat, ist kreativ, und birgt viel humoristisches Potential. Der Star einer Fernsehshow glaubt wirklich, dass er Superkräfte hat, und muss sich so durchs Leben schlagen. Man hat es dabei auch sehr gut geschafft dieses Potential zu einem schwer unterhaltsamen Ganzen zu fügen, und somit ist gute Laune eigentlich schon fast garantiert.

Stimmig gewählt ist auch das Protagonistentrio: Angefangen vom überheblichen Hund Bolt (im Original wunderbar vertont von John Travolta), der erst langsam das echte Leben entdeckt, über die mürrische Katze Mittens, die in New York eine Auftritt als Pate hat, der die armen Tauben erpresst, bis hin zum herrlichen Hamster Rhino, der gekonnt für Stimmung sorgt. Gemeinsam harmonieren sie prächtig und bringen eine ordentliche Prise Humor ins Spiel. Überhaupt muss man erwähnen, dass Bolt eine angenehm hohe Gagdichte hat, und schlicht und ergreifend einfach viel Spaß macht.

Leider kann der Film aber in seinen, bewusst überzogenen, Actionszenen nicht ganz so punkten. Denn hier fehlt Bolt die Spritzigkeit und Unterhaltsamkeit, die ihn in den anderen Szenen so auszeichnet. Da macht es doch viel mehr Freude wenn der Film versucht seine schrägen Figuren auszuloten, und auch einige herrliche Seitenhiebe in Richtung Hollywood austeilt. Die Story selbst schwächelt auch ab und an, das Ende ist natürlich in bester Disney-Manier und über die Moral der Geschichte kann man sich auch streiten. Doch dies macht nur wenig, da Bolt schwer unterhaltsam ist, und für alle in der Familie etwas mitbringt.

Fazit:
Mit Bolt hat Disney endlich wieder den Anschluss gefunden. Zumindest an Dreamworks, denn Pixar arbeitet weiterhin auf einer anderen Ebene. Bolt schwächelt zwar manchmal an seiner Story und  den Actionszenen, kann aber auf humoristischer Ebene voll punkten. Die Gagdichte ist hoch, die Figuren herrlich schräg und auch die zahlreichen Einfälle erweisen sich als stimmig. Bolt ist somit zwar kein Animationsmeisterwerk, aber ein absoluter Tipp für einen kurzweiligen Kinoabend.

Wertung:
7/10 Punkte

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