![]() ![]() The Midnight Meat Train OT: Midnight Meat Train Regie: Ryuhei Kitamura Drehbuch: Jeff Buhler Filmstart: xx.xx.2009 | Laufzeit: | Mystery-Thriller |
Leon Kauffman (Bradley Cooper) ist ein aufstrebender Fotograf und will es mit seinen Bildern in eine Kunstgalerie schaffen. Dazu müssen die Bilder aber auch etwas abseits des Gewöhnlichen sein, und so zieht er in der Nacht los, um die wahre Seele der Stadt abzubilden. Die Ausstellungsleiterin Susan Hoff (Brooke Shields) ist begeistert von seinen ersten Bildern, die zeigen wie eine junge Frau von einer Gang überfallen wird, und will noch mehr Bilder dieser Art von ihm. Doch in der Zeitung muss er plötzlich lesen, dass die junge Frau, die er vor der Gang gerettet hat, tot aufgefunden wurde. Nach erneutem durchsehen seiner Bilder entdeckt er eine mysteriöse Gestalt (Vinnie Jones), die er auch schon bald wieder in der U-Bahn trifft. Und er heftet sich an seine Fersen…
Es hat etwas betörendes, wie er selbst am Tag die, nicht näher benannte Großstadt, als einen sehr dunklen und schattenreichen Ort zeigt, und dann in der Nacht vollends auf die Stimmungsarmaturen drückt. Im Gegensatz dazu stehen aber die brutalen Morde, die im kalten Neonlicht der U-Bahnbeleuchtung stattfinden, und somit keine Dunkelheit über die Grausamkeiten legen, sondern dem Zuseher alles in beinharter Konsequenz und brutalem Nihilismus vor die Augen werfen.
Der Aufbau der Geschichte, inklusive einem durchaus gefälligem Abschluss (wenngleich das Finale davor nicht astrein ist) erweist sich als sehr stimmig. Das einzige Problem ist nur, dass The Midnight Meat Train eben als knappe Kurzgeschichte erfunden worden ist, der Film ihn aber natürlich auf Spielfilmformat ausdehnt. Dies muss per se nichts schlechtes sein, aber hier merkt man leider einige Lückenfüller und Durchhänger, die das kompakte Seherlebnis etwas trüben. Kaschiert wird dies zwar durch den sympathischen Bradley Cooper in der Hauptrolle, und den diabolischen Vinnie Jones als sein Gegenspieler, aber der Film wird dadurch leider dennoch gebremst. Für Genrefans bleibt The Midnight Meat Train aber dennoch ein Tipp.
Fazit:
The Midnight Meat Train hält das, was der Titel verspricht: Eine rasante Zugfahrt mit jede Menge Fleisch. Die brutalen Tötungsszenen werden ein Mainstreampublikum zwar abschrecken, aber für Genrefans bleibt der Film durchaus empfehlenswert. Leider wurden einige Goreszenen mit CGI nachbearbeitet, was nicht so recht in den Film passt, aber das kann man verschmerzen. Etwas schade ist, dass man die Kurzgeschichte etwas zu sehr für den Film gestreckt hat, und auch das Finale hat einige Schwachpunkte. Doch insgesamt bleibt The Midnight Meat Train eine atmosphärische Schlachtpalette, die sich Genrefans nicht entgehen lassen sollten.
Wertung:
7/10 Punkte
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