Ein Gutes Jahr

OT: -  118 Minuten -  Liebes / Komödie 
Ein Gutes Jahr
Kinostart: 09.11.2006
DVD-Start: Unbekannt - Blu-ray-Start: 05.02.2015
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Filmkritik zu Ein Gutes Jahr

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Die Filmwelt verdankt Meisterregisseur Ridley Scott solch zeitlose Meisterwerke wie Alien, Blade Runner, Thelma and Louise oder Gladiator. Wenn sich das Dreamteam Ridley Scott und Russel Crowe, denen wir bereits den fünffach oscarprämierten Gladiator verdanken, erneut zusammen tut, dann sollte jeder Filmfan hellhörig werden. Eigentlich ist man als Cineast fast dazu verpflichtet sich einen neuen Ridley Scott Film im Kino anzusehen. Dass dieser nicht die Virtuosität seiner früheren Werke erreicht ist beinahe egal. Denn Ein Gutes Jahr ist ein Film den man nur schwer in die bisherige Filmographie von Scott einordnen kann: Eine romantische Feel-Good Komödie, die den Zuseher das Herz erhellt.

 

Max Skinner (Russell Crowe) ist ein Workaholic wie er im Lehrbuch steht: Ein skrupelloser Börsenhai, der moralische Bedenken längst über Board geworfen hat und nur auf seinen eigenen Profit abzielt. Zeit um das Leben zu genießen hat er natürlich keine, aber solange wenigstens das berufliche Leben in Ordnung ist, gibt es keine Probleme für ihn. Doch als er vom Tod seines Onkels Henry (Albert Finney) hörte beginnt sein Leben sich zu ändern. Als nächster noch lebender Verwandter soll Max dessen Weingut erben und beschließt es an den Meistbietenden zu verkaufen. Als Max in die Province fährt um das Geschäft mit dem Weingut zu erledigen wird er in seiner Abweseheit gefeuert. Ausserdem taucht eine junge Amerikanerin (Abbie Cornish) auf und behauptet Henrys uneheliche Tochter zu sein. Sie will Max das Erbe streitig machen und als dieser bereits am Boden liegt, lernt er Fanny Chenal (Marion Cotillard) kennen und verliebt sich in sie. Endlich lernt er das Leben richtig zu genießen...

 

Es wäre eine Lüge wenn ich sagen würde dass mir Ein Gutes Jahr so gut gefallen hat, wie Scotts frühere Werke. Natürlich ist es ein Film den man handwerklich absolut gar nichts vorwerfen kann. Scott schafft es wunderschöne Bilder, mit sehr stimmungsvoller Lichtsetzung zu erzeugen, die sehr stilsicher zwischen natürlicher Ausleuchtung und Kunstlicht hin und her wechselt. Weiters weiß der heitere Score zu überzeugen und Scott schafft es sehr gut eine fröhliche Stimmung zu erzeugen, die Ein Gutes Jahr zu einer gelungenen Feel-Good Komödie werden lässt. Das Problem ist allerdings nicht die Leistung von Ridley Scott, sondern lediglich dass zu unbedeutende Drehbuch. Es wäre schön wieder einmal einen wirklich bedeutenden Film von Scott zu sehen. Denn Ein Gutes Jahr ist sicher nicht dieser Film, aber an seinen speziellen Qualitäten ändert dies nichts. Ein Gutes Jahr schafft es sehr schön den Zuseher zu unterhalten und kann eine lockere und fröhliche Stimmung erzeugen.

 

Wie man es von Scott erwartet hat spielen die Darsteller standesgemäß wunderbar. Russel Crowe ist der Sympathieträger des Films, auch wenn er zu Beginn noch wie ein skrupelloser Börsenhai wirkt. Besonders schön ist auch die Rolle von Albert Finney, als Onkel Henry, der in Rückblenden auftaucht, aber leider etwas zu kurz kommt. Somit ist Ein Gutes Jahr auf jedenfall ein sehenswerter Film, aber man sollte sich nicht ein Meisterwerk erwarten, wie es die Kombination Scott/Crowe verspricht. Dafür ist der Film dann doch zu simpel.

 

Fazit:

Sympathisches Feel-Good Movie, dass sich aber nicht mit Ridley Scotts Meisterwerken messen kann. Dennoch ist der Film unterhaltsam und macht einfach Spaß. Ansehen lohnt sich also.

 

Wertung:

7/10 Punkte

Filmering.at
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Ø Wertung: 6.6/10 | Kritiken: 0 | Wertungen: 13
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