Kurzer Prozess - Righteous Kill

OT: RighteousKill - 101 Minuten - Thriller
Kurzer Prozess - Righteous Kill
Kinostart: 27.03.2009
DVD-Start: Unbekannt - Blu-ray-Start: Unbekannt
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Filmkritik zu Kurzer Prozess - Righteous Kill

Von am

You don't become a cop because you want to serve and protect. You join the force because they let you carry a gun and a badge. You do it because you get respect. Most people respect the badge. Everyone respects the gun.
Righteous Kill

Was ging nicht für ein Raunen durch die Landschaft der Filmfans, als Regisseur Jon Avnet sein neustes Projekt vorstellte, und verriet, dass er die beiden Hollywoodgrößen Al Pacino und Robert de Niro gemeinsam vor die Kamera holen wird. Natürlich war es völlig übertrieben, dass man das Projekt Righteous Kill gleich im Vorfeld als potentiellen neuen Heat anpries, aber trotzdem wird so mancher Fan ein angenehmes Kribbeln gespürt haben. Die einzige wirkliche Unbekannte in dieser Gleichung blieb aber der seelenlose Auftragsregisseur. Und tatsächlich zeigt sich am fertigen Ergebnis, dass die Vorfreude mal wieder unbegründet war.

Rooster (Al Pacino) und Turk (Robert de Niro) sind seit viele Jahren Partner bei der New Yorker Polizei. Die beiden kennen sich, die beiden mögen sich, die beiden sind einfach ein gutes Team. Doch da beginnt plötzlich eine Mordserie, und ein Serienkiller bringt Verbrecher um, die der Justiz entwischt sind. Die Wege der alten Hasen kreuzen sich dabei schon bald mit denen der jungen Ermittler Perez (John Leguizamo) und O'Riley (Donnie Wahlberg). Doch die Hinweise deuten sehr in Richtung von Turk, sodass dieser sehr bemüht ist den Killer zu finden…

Wer sich für Filme interessiert und sich mit dem Medium beschäftigt, der kommt um die Namen Robert de Niro und Al Pacion ohnehin nicht herum. In den 70ern, 80ern und 90ern eroberten sie und dominierten sie Hollywood. Dabei nennt man beide häufig in einem Atemzug, wenngleich ihre Karrieren weitestgehend parallel verliefen, und sich nur an wenigen Punkten kreuzten. Das erste Mal sah man sie in Der Pate 2 gemeinsam, wenngleich sie dort nie gemeinsam vor der Kamera standen, da sie auf unterschiedlichen Zeitebenen unterwegs waren.

Dann folgte Heat, bei dem sie nur wenig gemeinsame Momente hatten. So gesehen sind diese beiden Filme bezeichnend  für ihre Karrieren. Irgendwie gehören sie zusammen, obwohl man sie selten gemeinsam sieht. Mit Righteous Kill soll sich dies aber gravierend ändern. Denn das erste Mal agieren sie wirklich gemeinsam, bilden ein Duo, und treten in den meisten Szenen gemeinsam auf. Doch leider gibt das Ergebnis trotzdem nicht das her, was man sich hätte wünschen können. Denn obwohl sich die beiden Hauptdarsteller von ihren guten Seiten zeigen, bleibt vor allem das maue Drehbuch weit hinter den Erwartungen zurück.

Hand aufs Herz, so sehr ich die beiden auch liebe, von ihrer alten Klasse ist nur mehr wenig übrig. Robert de Niro sieht man entweder in schwachen Filmen, oder in durchaus unterhaltsamen Komödien. Das Problem ist nur, dass der grandiosen Darsteller (vor seinen Leistungen in Filmen wie Wie ein wilder Stier, Taxi Driver, Der Pate 2, Die durch die Hölle gehen, Zeit des Erwachens, Kap der Angst und unzähligen mehr, verneige ich mich zutiefst), in ernsten Filmen nicht mehr so glaubhaft und stark wirkt wie einst. Etwas anders sieht das schon mit Al Pacino aus, der sich seine Würde immer behalten hat, wenngleich er auch keine Meisterwerke wie früher mehr abliefert.

Doch wie gesagt zeigen sie sich in Righteous Kill wieder von ihrer besseren Seite. Die Chemie zwischen den beiden stimmt, aber leider ist gegen das Drehbuch zu agieren ungefähr so wie gegen Windmühlen zu kämpfen. Und Inside Man Autor Russel Gewirtz hat hier wirklich ein peinliches Sammelsurium an Genrekonventionen und Versatzstücken abgeliefert. Deshalb hilft es auch nicht viel, wenn die Darsteller sympathisch agieren, da der Film ohne wirkliche Highlights vor sich hinplätschert, und kaum Überraschungen bereithält.

Die Inszenierung ist Durchschnitt, doch mehr konnte man sich auch nicht erwarten von einem Auftragsregisseur wie Jon Avnet. Somit gibt es für den interessierten Filmfan eigentlich nur einen Grund sich den Film anzusehen: Pacino und de Niro. Der Rest ist unterdurchschnittlich, und da der Film wirklich eine maue Wendung nach der anderen hinlegt, kann man sich nur fragen, warum die beiden nicht endlich wieder einen Film von ihren alten Kalibern zustande bringen. So wird man während des Ansehens zugegeben etwas nostalgisch. Eine direkte Empfehlung muss somit zwar ausbleiben, aber Fans der Darsteller können sich zumindest in deren Charisma sonnen.

Fazit:
Righteous Kill ist leider nicht der Film geworden den man sich gewünscht hätte. Zwar zeigen sich Pacino und de Niro gut gelaunt und spielfreudig, und auch die Chemie stimmt, aber der Film an sich ist leider kein weiter Wurf geworden. Das Drehbuch ist sehr mau, und arm an Überraschungen und Jon Avnets Regie ist lediglich solide. Der Film an sich ist somit nicht wirklich sehenswert, und liefert eigentlich nur durch die Hauptdarsteller überhaupt einen Grund sich das Ganze anzusehen.

Wertung:
4/10 Punkte

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Liste von Al
Erstellt: 21.06.2014