Die Duellisten

OT:  The Duellists  -  101 Minuten -  Drama 
Die Duellisten
Kinostart: 19.05.1978
DVD-Start: Unbekannt - Blu-ray-Start: Unbekannt
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Filmkritik zu Die Duellisten

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Dem ehemaligen, britischen Werbefilmer Ridley Scott gelang mit der Verfilmung des Joseph Conrads Buches „Die Duelllisten“, die er mit seiner eigenen Produktionsgesellschaft finanzierte (900000 Dollar Budget), der Sprung auf die Leinwand. Zwar kann sein Debüt nicht mit seinen folgenden Werken wie „Alien“ oder „Blade Runner“ mithalten, zeigt aber sein Gespür für Bildästhetik und brachte ihm in Cannes immerhin den Debütantenpreis ein.

Angesiedelt zur Zeit Napoleons und dessen Kriegszüge, porträtiert Scott das ewige Duell zweier Männer über Jahre hinweg, wie sich ihre Wege trennen, sich kreuzen und es immer wieder zu neuen Duellen kommt, die aber kein Resultat erzwingen. Aus einer Nichtigkeit resultierend hat Gabriel Feraud (Harvey Keitel) einen unstillbaren Hass auf den Boten D’Hubert (Keith Carradine), welcher die Fehde im Laufe der Jahre als erledigt betrachtet, sich aber immer wieder aufs Neue mit seinem Erzfeind duellieren muss.

Die Faszination ist sicher weniger die Story, die sich als sehr eindimensional erweist und nur eine Abfolge von uninteressanten Ereignissen darstellt, um die beiden Kontrahenten wieder zusammen zu führen. Insbesondere die Feldzüge wären aber ausbaubar gewesen, erweisen sie sich vor allem in Russland als spannend und gut inszeniert. Zu oft verfällt der Film aber später in das oberflächliche, uninteressante Leben D’Huberts und verliert Feraud aus den Augen, der schließlich eingekerkert wird.

Die Stärke des Films ist Ridley Scott, der erwartend wenig mit Dialogen und der Inszenierung des „einfachen Lebens“ anfangen kann, aber insbesondere in den gut choreographierten Duellen, in denen auch mal tüchtig Blut fließen kann, sein Talent unter Beweis stellt. So erweisen sich die Kriegsszenarien trotz Minimalaufwand als überraschend realistisch und die Bildkompositionen vor allem zum Ende hin, obwohl die Landschaften dabei oft wechseln, als durchweg malerisch.

Fazit:
Etwas fade Literaturverfilmung, die neben etablierten Darstellern Scotts Talent für ästhetische Bilder und gut inszenierte Action unter Beweis stellt, auch wenn das hier alles noch wie ein ungeschliffener Diamant wirkt. Für Interessierte und Fans des Regisseurs sicherlich ein Blick wert, doch dem Rest wird das Geschehen arg einsilbig vorkommen.
 
Wertung:
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Filmering.at
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