Hände weg von Mississippi

OT: -  98 Minuten -  Kinderfilm / Komödie
Hände weg von Mississippi
Kinostart: 01.06.2007
DVD-Start: Unbekannt - Blu-ray-Start: Unbekannt
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Filmkritik zu Hände weg von Mississippi

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Einen Kinderfilm zu bewerten ist für einen Filmkritiker immer etwas schwierig. Die Standarts, die es im Normalfall zu beachten gibt, sind für einen solchen Film nämlich zum Großteil irrelevant. Kinderfilme sollen, wie es der Name bereits verrät, hauptsächlich Kinder ansprechen. Da diese jedoch meistens nicht alleine in die Lichtspielhäuser gehen werden, sondern in Begleitung ihrer Eltern, darf man sich als Filmkritiker sehr wohl eine Bewertung eines Films erlauben, der eigentlich an eine gänzlich andere Zielgruppe gerichtet ist. Als Erwachsener ist es nämlich ziemlich unmöglich sich in den Körper eines Kindes hineinzuversetzen und den Film so zu betrachten wie es die Jungen tun. Kinder haben einen gänzlich anderen Anspruch an Filme und deshalb wage ich auch im Fall von Hände weg von Mississippi nur ein Statement aus Erwachsenensicht. Das besondere an diesem Film ist jedoch dass er selbst aus dieser Sicht zu gefallen weiß und die Kinder wohl restlos begeistern wird.

 

Emma (Zoe Charlotte Mannhardt) darf jedes Jahr die Sommerferien bei ihrer Oma Dolly (Katharina Thalbach) auf dem Bauernhof in ländlicher Idylle verbringen. So setzt sie sich auch dieses Jahr gleich nach dem Ende der Schule in den Bus und gondelt aufs Land. Dort angekommen freut sich Emma bereits auf ihre Freunde Leo (Karl Alexander Seidel) und dessen Bruder Max (Konstantin Kaucher), sowie auf Oma Dolly, ihre Tiere und das ländliche Leben. Doch gleich nachdem Emma ankommt erfährt sie eine schlechte Nachricht: Dollys Nachbar, der alte Klapperbusch, ist vor kurzem gestorben.

 

Deshalb ist auch dessen schmieriger Neffe Albert Gansmann (Christoph Maria Herbst) im Ort und will sein geerbtes Grundstück betrachten. Als erstes versucht er das geliebte Pferd seines Onkels, Mississippi, loszuwerden und bestellt den örtlichen Schlachter um sich des Problems anzunehmen. Emma kann Dolly davon überzeugen das Pferd zu kaufen und ihm so das Leben zu retten. Gansmann verkauft ihnen Mississippi gerne und so scheinen alle Probleme vergessen. Doch bereits kurz nachdem Verkauf kommt Gansmann zum Haus von Dolly und will das Pferd zurückkaufen. Aus Liebe tut er es sicher nicht, und deshalb stellt sich die Frage welche gemeinen Hintergedanken er hat...

 

Detlev Buck, der sich vor kurzem durch den Drogen-Thriller Knallhart einen Namen gemacht hat, wäre sicher nicht der erste Name, der einen in den Sinn kommt wenn man eine witzige Kindergeschichte verfilmen will. Dennoch schafft er es mit Hände weg von Mississippi einen charmanten und vor allem witzigen Film zu erschaffen, der als Unterhaltung für die ganze Familie geeignet ist. Die Kinder werden auf jedenfall begeistert sein vom rustikalen Charme der Dorfgemeinschaft und dem gesamten Sommerferienambiente. Welches Kind wünscht es sich nicht die Sommerferien mit einem netten Abenteuer zu füllen. Doch nicht nur die Kleinen, sondern auch die Eltern werden hier garantiert Spaß haben.

 

Besonders die sympathische Dorfatmosphäre wurde sehr gut von den Filmemachern eingefangen. Es wirkt als würde Zeit hier wirklich keine Rolle spielen und als ob die Globalisierung nicht stattfinden würde. Garniert wird das Szenario mit schrägen Figuren und witzigen Szenen, die zwar an manchen Stellen sehr kindlich geworden sind, aber auf jedenfall durch einen gewaltigen Nostalgiebonus aufgewertet werden. Das Ende des Films wird dann zu einer gewaltigen Massenraufferei, in der sich die Dorfbewohner mit Fischen und Torten bewerfen. Es ist bemerkenswert wie leicht sich diese Szene, die man ansonsten nur aus Asterixfilmen kennt, in den Film einfügt.

 

Die Figurenzeichnung ist zwar sehr kindergerecht und in klare schwarz-weiß Muster eingeteilt, aber dennoch in ihrem Rahmen gelungen. Christoph Maria Herbst überzeugt, wie immer, in der Rolle des schmierigen Ganoven und sorgt garantiert für Unterhaltung. Auch Katharina Thalbach kann als Großmutter überzeugen und gemeinsam mit der souverän agierenden Zoe Charlotte Mannhardt hat sie die Sympathien auf ihrer Seite. Milan Peschel sorgt in seiner Rolle als naiver Dorftrottel ebenso für Unterhaltung und man kann den Darstellern auf jedenfall anmerken dass sie sehr viel Spaß bei den Dreharbeiten hatten.

 

Dieser Spaß schlägt sich auch direkt auf den Zuseher über und Hände weg von Mississippi ist von Anfang an ein Film, der es sicher schaffen wird die ganze Familie zu unterhalten. Natürlich ist einiges an der Geschichte sehr kindlich, aber man darf nicht vergessen, dass es sich schließlich auch um einen Kinderfilm handelt. Die Erwachsenen, welche die Jungspunde begleiten, werden allerdings auch nicht zu kurz kommen und werden sich dem rustikalen Charme des Films nicht entziehen können.

 

Fazit:

Hände weg von Mississippi ist es sichtlich wichtig die ganze Familie zu unterhalten. Zwar wurde viel bewusst auf die Kinder ausgerichtet, aber auch Erwachsene werden Spaß an diesem Werk haben. Nicht einmal der Abspann ist in diesem Film langweilig geraten: Anstatt einfach die Namen runter zu rattern, sehen wir ein Comicpferd, dass die jeweiligen Aufgaben nachstellt. Besonders gefallen hat mir das dörflich Ambiente des Films und sein rustikaler Charme. Ein Film für die ganze Familie!

 

Wertung:

7/10 Punkte

Filmering.at
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