Mein Schatz, unsere Familie und Ich

OT:  Four Christmases  -  82 Minuten -  Komödie 
Mein Schatz, unsere Familie und Ich
Kinostart: 05.12.2008
DVD-Start: Unbekannt - Blu-ray-Start: Unbekannt
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Filmkritik zu Mein Schatz, unsere Familie und Ich

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So sicher, wie am 24. Dezember der Heilige Abend bevorsteht, so sicher befinden sich zahlreiche Menschen (mich eingeschlossen) in vorweihnachtlichem Freudengefühl, genießen Adventmärkte, Punsch- und Glühweinstände, Weihnachtsmusik (die man unterm Jahr allerhöchstens zu Selbstgeißelungszwecken einlegt) und den alljährlichen Weihnachtsfilm im Kino. Der stammt heuer aus dem Hause Warner und hört auf den eigentlich unweihnachtlichen Titel MEIN SCHATZ, UNSERE FAMILIE UND ICH – im Original aber FOUR CHRISTMASES und damit kommen wir der Sache schon viel eher auf den Punkt…

Brad (Vince Vaughn) und Kate (Reese Witherspoon) sind seit drei Jahren ein Paar und feiern Weihnachten am Liebsten außer Landes und weit weg von irgendwelchen Verwandten. Denn sowohl Brads als auch Kates Eltern sind geschieden – und vier Weihnachten (womit der Filmtitel erklärt wäre), wären zu viel für die beiden. Dieses Jahr steht ein Erholungsurlaub auf Hawaii an (den Eltern hat man vorsichtshalber etwas von Entwicklungshilfe in Burma erzählt) – doch der böse Wettergott lässt San Francisco im Nebel versinken und alle Flüge streichen. Zu allem übel wird das Paar auch noch von einem Kamerateam der Lokalnachrichten gefilmt und schon klingeln die Handys sturm. Und da es nun keine Ausreden mehr gibt, müssen Brad und Kate Weihnachten bei/mit ihren Eltern verbringen. Da kommen Verschrobenheiten, kleine und auch größere Geheimnisse der Vergangenheit und unentdeckte Lebensansichten des Partners zum Vorschein und unweigerlich stellt sich die Frage: Ist der Mensch, mit dem man drei Jahre zusammen ist, wirklich der „Richtige“?

FOUR CHRISTMASES ist der ideale Anti-Weihnachtsfilm für Pärchen, die vielleicht aufgrund des Films über ihre Beziehung nachdenken – oder sie beenden wollen. Vom Fest des Friedens bleibt angesichts der mittelgroßen Katastrophen, die sich im Film abspielen, nur mehr wenig übrig. Insofern passt der deutsche Filmtitel vielleicht auch schon wieder eher – denn die Handlung könnte tatsächlich zu jeder Zeit im Jahr spielen.

Der erste Spielfilm von Seth Gordon – zuvor eher als Kameramann und Produzent unterwegs – steht und fällt mit der „Chemie“, die die beiden Hauptdarsteller ausstrahlen und weniger mit der chaotischen Story. Vince Vaughn und Reese Witherspoon können hier punkten – denn es macht einfach eine große Freude, den beiden zuzusehen – er als riesiger, etwas robusterer Typ, sie als zierliche Prinzessin – da haben sich zwei gefunden denen man ihr Lebensglück vergönnt. Auch die Nebendarsteller fügen sich allesamt perfekt ins Gesamtbild, vor allem freut man sich über die Gesichter von Jon Voight und Sissy Spaceck.

Aber das war’s dann auch schon wieder. Der Rest bleibt kitschiges 08/15 Geplänkel aus der Mottenkiste. Die an sich witzige Grundidee kann nie wirklich zünden, denn schon nach kurzer Zeit durchschaut man das simple Strickmuster aus dem der Film besteht: Plötzlich müssen sich die beiden Vorzeigeyuppies – die sich nach drei Jahren Beziehung anscheinend so gut kennen, als hätten sie sich vor zwei Monaten getroffen – tiefen Sinnfragen ihrer Beziehung stellen. Heirat und Kinderkriegen war vor diesem denkwürdigen Weihnachtsfest ausgeschlossen – wie es ein Jahr später aussieht, zeigt uns der versöhnliche Epilog. Wieder macht ein Kamerateam den guten Vorsätzen einen Strich durch die Rechnung – ob sie auch diesmal ihren Familien entkommen, verrät der Film nicht mehr.

Fazit:
Der Weihnachtsfilm des Jahres, der in seinem Innersten keiner ist. Wer aber nicht unbedingt Lust auf ne Beziehungskrise hat, sollte den Film besser meiden, wer gerne ablästert, sei willkommen. Handwerklich solide und ohne besondere Raffinessen inszeniert, dürfen sich vor allem Fans der beiden Hauptdarsteller auf amüsante und vor allem kurzweilige Unterhaltung auf seichtem Niveau freuen. Dem Originaltitel entsprechend also FOUR points.

Wertung:
4/10 Punkte 

Filmering.at
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