City Heat - Der Bulle und der Schnüffler

OT:  City Heat  -  93 Minuten -  Komödie 
City Heat - Der Bulle und der Schnüffler
Kinostart: 10.05.1985
DVD-Start: Unbekannt - Blu-ray-Start: Unbekannt
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Filmkritik zu City Heat - Der Bulle und der Schnüffler

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Trotz seiner hochkarätigen Besetzung wurde „City Heat“ bereits in den Achtzigern sehr schnell wieder vergessen. Nicht einmal die Macher waren besonders stolz auf dieses weitestgehend misslungene Stück Actionkomödie, die immerhin mit einer verschwenderischen Ausstattung auftrumpfen kann, ansonsten aber so einiges vermissen lässt. Zwar greifen auch hier die Mechanismen des seinerzeit populären Buddy-Movies, sie setzen die beiden Stars aber nur ganz selten in Szene. Vielleicht haben die Querelen im Vorfeld der Dreharbeiten damit zu tun. Bekanntlich sind Regiewechsel kurz vor Drehbeginn selten produktiv.

Erschwerend kommt auch noch hinzu, dass das Publikum zum damaligen Zeitpunkt beide in dieser Art von Rollen auch langsam überdrüssig war. Denn Clint Eastwood („Unforgiven“, „Million Dollar Baby“) spielt hier eigentlich nur Dirty Harry auf gemäßigter Sparflamme und Burt Reynolds gibt wie immer den Part des geschwätzigen Großmauls, das sich angesichts einer lukrativen Gewinnspanne immer tiefer in die Fäkalien reitet. Business as usual also.

Dabei macht das Kansas City zur Zeit der Prohibition dank der teuren Ausstattung als Kulisse viel her, nur der Plot will eben nicht mitspielen. Eastwood als Lieutenant Speer und Reynolds als Detective Mike Murphy liegen seit ihrer gemeinsamen Vergangenheit bei der Polizei im Clinch und können sich nicht besonders riechen, arbeiten dann aber doch zusammen als Murphys Partner Dehl Swift („Shaft“, Earthquake“) sich in Geschäfte zweier Unterweltbosse verstrickt, zweigleisig zu fahren versucht und dafür mit Beton baden geht.

So recht vom Fleck kommt der Film dabei allerdings nie, denn der Plot verursacht mehr Desinteresse als ihm gut tut. Zu durchsichtig und simpel wird die Chose gestaltet. Es mangelt an Spannung, Überraschungen und vor allem Abwechslung. Der ungeschickte Versuch beiden oberflächlich konstruierten Figuren mehr Spielraum zu gewähren, endet schon bei den Frauenzimmern. Man könnte meinen „The Pink Panther“ – Schöpfer Black Edwards hätte ein paar Valium eingeworfen, als er das Drehbuch schrieb.

Mehr als ein Abklappern von Personen, bis denn die begehrten Geschäftsbücher gefunden werden, hat „City Heat“ nicht vorzuweisen. Einzelne Kloppereien und Shootouts sorgen für etwas Abwechslung, fallen aber meistens unspektakulär aus, wenn man mal von Speers explosiven Auftritt mit der Shotgun absieht, der dann wirklich an allen Ecken und Enden nach Dirty Harry riecht.

Wenigstens halten die Frotzeleien zwischen Speers und Murphy, die gar nicht anders können als sich ewig verbal zu duellieren, den Zuschauer bei Laune. Sicherlich haben da wenig später Leute wie Shane Black Dialoge von ganz anderem Kaliber geschrieben, ganz amüsant sind die Kabbeleien der beiden angesichts der ausdruckslosen Geschichte aber allemal. Auch Reynolds finaler Auftritt im Wolfskostüm hat noch was, obwohl es kein bisschen in den Film hineinpasst.

Fazit:
„City Heat“ kann man zwar nicht als totalen Reinfall bezeichnen, für die Achtziger war er aber gänzlich unwichtig, weswegen der Film heutzutage auch kaum noch Aufmerksamkeit erhält. Dem spielfreudigen Duo wünscht man in ihren Paraderollen einen besseren Film, denn sie haben trotz des schwachen Drehbuchs offensichtlich ihren Spaß, doch die sehr durchschnittliche, uninspirierte Regie und das enttäuschende Skript verhindern einen besseren Film. Eigentlich schade, denn die Film Noir – Kulisse wird dabei gänzlich verschenkt. Kompletthalber kann man ihn mal mitnehmen, für das DVD-Regal eignet er sich aber eigentlich nicht.

Wertung:
5/10 Punkte

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