Transporter 3 (2008)

OT: Transporter 3 - 100 Minuten - Action
Transporter 3 (2008)
Kinostart: 09.01.2009
DVD-Start: Unbekannt - Blu-ray-Start: Unbekannt
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Filmkritik zu Transporter 3

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Als Regisseur ist Luc Besson dank Filmen wie Léon – Der Profi, Im Rausch der Tiefe, Nikita und Das fünfte Element ein Garant für hochwertige Unterhaltung. Als Produzent und Drehbuchautor hat er diesen Status allerdings schon länger verloren, da er sich zusehends auf seichte Unterhaltung aus der Retorte verlässt, und kaum noch Kreatives vollbringt. Transporter 3 bricht hier in keiner Sekunde aus diesem Schema aus, sondern serviert nur solide Unterhaltung. Die Mittelmäßigkeit kann hier auch ein wirklich sympathischer Jason Statham nicht verhindern, der einmal mehr beweist, dass er einer der wenigen fähigen Actiondarsteller unserer Zeit ist.

Eigentlich wollte sich Frank Martin (Jason Statham) nach seinem Auftrag in Miami aus dem Geschäft zurückziehen und an der französischen Riviera in Ruhe leben. Doch er hat die Rechnung ohne dem fiesen Jonas Johnson (Robert Knepper) gemacht. Im Auftrag von Eccorp hat dieser nämlich Valentina (Natalya Rudakova) entführen lassen, die Tochter des ukrainischen Umweltministers. Johnsons Auftragsgeber wollen den Minister erpressen, damit sie ihren Giftmüll in der Ukraine ablagern dürfen. Frank, der von dem Spiel nichts weiß, soll Valentina nun quer durch Europa kutschieren, um dem Suchtrupp zu entkommen. Das Pikante dabei ist, dass beide ein Armband tragen, das explodiert, sobald sie sich zu weit vom Fahrzeug entfernen…

Eigentlich ist es eine konventionelle B-Movie Handlung die hier in den Mittelpunkt geschoben wird. Pflichtgemäß für die heutige Zeit hat man auch eine Ökobotschaft integriert, die aber nicht allzu sehr in den Vordergrund rückt, sondern immer nur als Aufhäger für die nächste Actionsequenz dient. Diese sind höchst solide geraten, Kreativität findet man aber nur selten. So kommt es auch, dass besonders die Martial Arts Einlagen nicht wirklich fesseln, da man das gewisse Etwas vermisst.

Auch ansonsten fehlt Transporter 3 ganz einfach die nötige Würze. Es ist ja nicht so, dass man etwas wirklich verteufeln könnte was gezeigt wird, aber es fehlen auch die Szenen, die so richtig mitreissen. Am besten gelungen ist da noch die Sequenz als Frank kurz das Auto verlässt, ihm das Fahrzeug gestohlen wird, und er folgedessen zu Fuß und mit dem Rad hinterher jagen muss, damit er nicht in die Luft fliegt. Dies ist eine der wenigen Momenten an denen wirklich Spannung aufkommt, obwohl es Transporter 3 gut versteht mit der Ausgangslage des Explosionsarmband zu spielen.


Die restlichen Actionszenen setzen lediglich den peitschenden Technoscore ein, um das Adrenalin hochzutreiben, können aber ansonsten nicht wirklich fesseln. Der Grund warum der Film trotzdem unterhaltsam bleibt ist vor allem ein unglaublich sympathischer Jason Statham, der durch seine physische Präsenz und seinen Charme das klare Highlight des Films ist. Ohne ihn wäre Transporter 3 ein B-Movie, nach dem kein Hahn krähen würde, und das wohl eher in den Videotheken versinken würde, als in unseren Kinos zu landen. Leicht enttäuschend ist auch Robert Knepper, der zwar höchst solide bleibt, den man aber aus Prison Break besser kennt.

Auch das Gehirn sollte man am besten zu Hause lassen, denn wer das Logikradar anstellt, der wird wohl den Film vor lauter Warnungen nicht mehr mitkriegen. Denn die Physik scheint in Transporter 3 ein eigenwilliges Verhalten an den Tag zu legen. Das absolute Highlight ist dann, wenn Frank sein Auto ins Wasser fährt, und es vom Grund nach oben bringt, in dem er die Luft aus den Reifen in angebundene Säcke bläst. Aber über solche Dinge sollte man sich erst gar nicht lange aufhalten, da sie dem Unterhaltungswert keinen Abbruch tun.

Soll man sich Transporter 3 nun ansehen? Die Frage ist gar nicht so leicht zu beantworten, wie man meinen könnte. Denn obwohl der Film sicher kein großer Wurf geworden ist, sich einige Dämlichkeiten leistet, und selbst die Action nur durchschnittlich ist, verfügt der Film dennoch über einen angenehmen Fluss und bleibt stets unterhaltsam. Im Kino muss es also vielleicht nicht sein, aber Freunde der Reihe und von Jason Statham können sich auf einen amüsanten DVD-Abend mit solidem Unterhaltungswert freuen.

Fazit:
Transporter 3 ist eigentlich reichlich mittelmäßiges Actionkino. Die meisten Actionszenen sind nur solide, und auch ansonsten ist der Film kein großer Wurf geworden. Doch der sympathische Jason Statham, und der unerwartet flüssige Filmlauf, bei dem man doch besser unterhalten wird, als man glauben könnte, lassen den Film zumindest nie langweilig werden. Auch wenn es noch so dämlich wird, und die Geschichte noch so abgestanden ist. Insgesamt würde ich sagen ein solider Film, den man sich durchaus ansehen kann. Muss man aber nicht.

Wertung:

5/10 Punkte

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Ø Wertung: 6.4/10 | Kritiken: 0 | Wertungen: 18
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