![]() ![]() Far Cry OT: Far Cry Regie: Uwe Boll Drehbuch: Michael Roesch, Peter Scheerer Filmstart: 09.01.2009 | Laufzeit: | Action |
Dr. Krieger (Udo Kier) betreibt eine Forschungsstation, und versucht genetisch manipulierte Supersoldaten für das US-Militär zu erschaffen. Doch die Forschung verläuft nicht ganz nach Plan, da er zwar schafft die Soldaten mit gigantischen Kräften und kugelsicherer Haut auszustatten, aber danach keine Kontrolle mehr über sie hat. Der von ihm engagierter Söldner Colonel Max (Ralf Moeller), zeigt sich von den Forschungen nicht begeistert, und informiert seine Nichte Valerie (Emmanuelle Vaugier), eine aufstrebende Journalistin. Diese chartert das Schiff von Jack Carver (Til Schweiger), einem ehemaligen Soldaten der Special Forces, und versucht sich in die Forschungsstation zu schleichen, um Näheres zu erfahren...
Es ist ja immer dasselbe. Da versucht ein ehemaliger Elite-Soldat irgendwo seine Ruhe zu finden, und wird durch irgendein dämliches Storykonstrukt doch wieder in die Schlacht gezogen. Das ist eben Paragraph 1 des B-Movie Klischeehandbuchs. Überraschenderweise ist Far Cry dabei zu Beginn noch so schlecht, dass man tatsächlich über den Film lachen kann, was bei einem Uwe Boll am Regiestuhl wahrlich nicht garantiert ist. Denn Boll kann noch nicht einmal Trash richtig machen, und verfällt meist in langweilige Actionszenen, die mehr einschläfern, als in irgendeiner Form unterhalten.
Doch Boll ist noch nicht einmal fähig dieses Trashlevel aufrecht zu halten. Denn bald schon driftet er in die üblichen, langweiligen Banalitäten ab, die man noch nicht einmal auslachen will. Da gibt es völlig unübersichtliche, schlampig gefilmte Actionszenen, in denen nicht einmal der erfahrenste und aufmerksamste Zuseher die Übersicht behalten wird (was auch gar nicht möglich ist, da Boll absolut nicht im Stande ist auch nur die simpelste Szene vernünftig zu filmen). Das führt dazu, dass sich Far Cry bald schon zur monotonen Endlosschleife entwickelt und nur mehr vor sich hinläuft, ohne nennenswerte Akzente zu setzen.
Boll kann es sich auch nicht verkneifen, und gibt dem Kritiker gleich einen Wink, wie er denn den Film bewerten soll. Denn nach einem kleinen sexuellen Abenteuer (zu recht viel mehr sind Frauen in Boll Filmen nur selten gut), bekommt Jack Carver nur eine Wertung von 2/10 Punkten. Dank seinen Überzeugungskünsten kann er die Wertung sogar auf 3 Punkte aufbessern. Man kann natürlich annehmen, dass sich Boll hier auf seine schlechten Kritiken bezieht, aber als bissigen Nachsatz wirft er auch noch ein „Wenn es wirklich nur 3 Punkten wären, würde sie doch nicht wiederkommen, oder?“ hinterher. Und hier will ich dann doch ein Statement meinerseits abgegeben. Denn ich versuche wirklich jedem Boll Film unvoreingenommen entgegen zu treten, und will keinesfalls, dass die niedrige Wertung schon vor dem Besuch feststeht. Doch Far Cry ist eben wirklich so mies, dass es nicht anders geht als erneut eine Wertung am untersten Spektrum der Skala abzugeben.
Fazit:
Far Cry ist erneut eine wirklich miese Produktion aus dem Hause Boll geworden. Zunächst scheint es so, als wäre der Film so schlecht, dass man tatsächlich noch darüber lachen könnte, doch bald schon stellt sich der gewohnte, monotone Trott ein, und dank der unterirdisch schlecht inszenierten Actionszenen, die so hektisch, unübersichtlich und uninspiriert sind, dass man sich nur dank der dämlichen Dialoge vom Schlafen abhalten kann. Ins Kino muss man für diesen Schund wirklich nicht. Wenn schon, dann aus der Videothek leihen, doch auch das sollte man sich gut überlegen.
Wertung:
1/10 Punkte
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