TMNT - Teenage Mutant Ninja Turtles (2007)

OT: - 90 Minuten - Animation
TMNT - Teenage Mutant Ninja Turtles (2007)
Drehbuch:
Kinostart: 13.04.2007
DVD-Start: Unbekannt - Blu-ray-Start: 16.09.2011
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Filmkritik zu TMNT - Teenage Mutant Ninja Turtles

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Die Turtles haben bereits eine beachtliche Karriere hinter sich: 1984 begann die Saga rund um vier Riesenschildkröten, die nach den vier großen Renessaincekünstler Raphael, Leonardo, Donatello und Michelangelo benannt wurden und von ihrem Sensai Splinter, einer mutierten Ratte, in der Kunst des Ninjutsu unterrichtet wurden. Der Underground Comic mit dem Titel Teenage Mutant Ninja Turtles wurde von Kevin Eastman und Peter Laird entwickelt und sollte lediglich eine Parodie auf die damals beliebten Comics Daredevil und Ronin sein. Doch die Leser waren begeistert vom düstern Stil und der schrägen Grundidee, sodass schnell eine neue Franchise begründet war.

 

Es folgte eine Zeichentrickserie, die aus Zensurgründen in Europa unter den Titel Teenage Mutant Hero Turtles lief und nur wenig vom Charme der Comics mehr hatte, da sie hauptsächlich auf Kinder abzielte. Doch dem Erfolg tat dies keinen Abbruch und deshalb kam auch im Jahr 1990 der erste Turtles Kinofilm, der sich wohltuend am düsteren Stil der Comics orientierte und ein weltweiter Erfolg wurde. Es folgten zwei weitere Kinofilme, die aber nicht die Qualität des ersten Teils erreichen konnten. So kam es auch dass 1995 die Franchise zusammenbrach. Die Fernsehserie wurde abgesetzt und auch die Comics wurden nicht mehr weiterproduziert. Nun, im Jahr 2007 soll sich das Rad weiterdrehen: Ein neuer, zur Gänze computeranimierter Turtles Film kommt in unsere Kinos. Und vor allem freut es mich zu sagen dass der Film auf jedenfall die Chance hat die Franchise wiederzubeleben. Denn unterhaltsam ist Teenage Mutant Ninja Turtles allemal.

 

Die Turtles sind nicht mehr das Team, das sie einst waren. Leonardo wurde von Meister Splinter weggeschickt, damit er seine Fähigkeiten als Anführer weiter ausbauen kann. Die anderen dürfen währenddessen nicht kämpfen, da sie nur als Team stark sind. Während sich also Leonardo im Dschungel von Südamerika herumtreibt, müssen sich die anderen Turtles die Zeit auf andere Weise vertreiben: Donatello, der wissenschaftlich sehr begabt ist, versucht sich als Telefonberater für technische Probleme. Michaelangelo, verbringt seine Zeit als Clown für Kindergeburtstage. Nur Raphael will nicht auf den Ratschlag von Splinter hören. Er schläft den ganzen Tag, damit er Abends in einem Metallanzug und unter seinem Pseudonym Nightwatcher, auf Verbrecherjagd gehen kann.

 

Es kommt allerdings ein großes Problem auf New York zu: Vor vielen Jahren, lebte einst ein mächtiger Krieger, der mit Hilfe einer seltenen Sternenkonstellation die Unsterblichkeit erreichte. Dies bewirkte allerdings dass seine vier Brüder zu Stein erstarrten und 13 Monster auf die Erde losgelassen wurden. In der Gegenwart ist dieser unsterbliche Krieger ein Millionär mit dem Namen Max Winters. Er lässt die Steinstatuen seiner Brüder zu sich bringen und schafft es sie zum Leben zu erwecken. Sie sollen für ihn die 13 Monster einfangen und in das sich wieder auftuende Dimensionentor werfen, dass einst Max Winters zu seiner Unsterblichkeit verhalf. Dies würde den Fluch von ihm nehmen und ihn wieder sterblich machen. Seine Brüder sind allerdings anderer Ansicht und wollen nicht wieder sterblich werden. Deshalb muss sich Max Winters mit der zerstrittenen Turtlestruppe zusammentun um die Welt zu retten. Was für ein Glück dass es noch April O'Neil und ihren Freund Casey Jones gibt, die ihnen ebenfalls behilflich sind...

 

Sie finden die Story des Films ist nicht gerade ausgeklügelt? Sie haben Recht! Aber Teenage Mutant Ninja Turtles hat dafür ganz andere Qualitäten. Denn man darf ja auch nicht vergessen dass selbst Animationshits wie Ice Age nicht gerade die besten Geschichten hatten. An dieser Stelle muss ich erwähnen dass ich persönlich sehr viel Sympathie für die Riesenschildkröten übrig habe. Mein letzter Kontakt mit Turtlesmaterial liegt jetzt zwar sicher schon 10 Jahre zurück, aber ich bin mit diesem Universum aufgewachsen. Deshalb hat der Film für mich auch einen gewaltigen Nostalgiebonus. Die allgemeine Begeisterung wie ein Ice Age, oder Findet Nemo wird TMNT deshalb sicher nicht auslösen, denn eines kann man getrost sagen: Wer bis jetzt nichts mit den Turtles anfangen konnte, wird seine Meinung durch diesen Film auch nicht ändern.

 

TMNT versucht einen gewissen Mittelweg zwischen den düsteren Comics und der heiteren Kinderserie zu gehen. Der Stil des Films ist eher als dunkel zu bezeichnen, aber so richtig konsequent geht er diesen Weg auch nicht. Gewalt wird nur angedeutet und auch der Humor hält sich so im Rahmen dass er familientauglich ist. Dennoch erweist sich diese Mischung als durchaus gelungen und die Atmosphäre des Films kann von Anfang an punkten. Der Humor weiß auch zu gefallen und besonders der Animationsstil ist sehr gut gelungen. TMNT erweist sich als sehr detailgetreu und ist wunderschön anzusehen. Selbst eine beeindruckend aussehende Regenszene und etliche Kampfanimationen sind sehr gut gelungen. Optisch gibt es von meiner Seite aus nichts zu bemängeln.

 

Einige Schwachpunkte finden sich allerdings dennoch: Zum Beispiel ist die Story nicht besonders gut gelungen und schafft eigentlich nur einen Rahmen, um die Atmosphäre und die durchaus schön gezeichneten Figuren unterzubringen. Auch störte es mich ein wenig dass Sensai Splinter teilweise ein wenig verniedlicht wurde und fast wie ein etwas seniler Großvater wirkte. Das Fehlen von Schredder hat mich hingegen nicht besonders gestört. Schließlich war er auch in den ursprünglichen Comics nur eine Nebenfigur und die Fernsehserie und die ersten beiden Filme haben sich genug mit dieser Thematik auseinander gesetzt.

 

Am Ende kann ich nur sagen dass mich der Film sehr gut unterhalten hat. Zwar ergeben sich einige narrative Schwächen und auch hätte man etwas mehr Humor in den Film packen können, aber aus meiner Sicht war er auf jedenfall gelungen. Die Atmosphäre war stimmig und die Figuren lösten einen gewissen Nostalgiebonus in mir aus, der mich den Film einfach nur genießen ließ. Dennoch lässt sich nicht verbergen dass der Film wohl nur etwas für Turtlesfans ist. Jeder der mit diesem Material zuvor nichts anfangen konnte, wird es jetzt auch nicht. Alle anderen werden gut unterhalten werden. Und das ist auch genau was der Film will.

 

Fazit:

Unterhaltsamer und atmosphärisch gut gelungener Animationsspaß. Von mir persönlich bekommt er noch einen Nostalgiebonus, da ich einfach mit diesen Figuren aufgewachsen bin. Wer mit den Turtles allerdings bis jetzt nichts anfangen konnte, wird den Film wohl auch nicht mögen. Für alle anderen ist er allerdings sicher einen Blick wert. Die Story ist zwar nicht der Rede wert und es offenbaren sich auch einige Schwachpunkte, über die man allerdings hinweg sehen kann. Mir hat der Film auf jedenfall Spaß gemacht.

 

Wertung:

7/10 Punkte

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