Football Under Cover

OT:  Football Under Cover  -  89 Minuten -  Dokumentation 
Football Under Cover
Kinostart: 21.11.2008
DVD-Start: Unbekannt - Blu-ray-Start: Unbekannt
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Filmkritik zu Football Under Cover

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Fussball ist ihr Leben! Und dabei ist es ganz egal, ob sie aus Berlin oder Teheran kommen. FOOTBALL UNDER COVER dokumentiert eine historische Begebenheit: Ein Fussballspiel zwischen einem Berliner Provinzclub und der iranischen Nationalmannschaft. Die feine Besonderheit: Bei allen Spielern handelt es sich um Frauen.

Die Regisseure Ayat Najafi und David Assmann (letzterer der Bruder einer der Hauptprotagonistinnen) schildern die Schwierigkeiten, die diesem „Traum“ vorangingen. Wie der iranische Sicherheitsdienst das Spiel blockieren will. Wie die deutschen Mädchen – viele davon selbst mit Migrationshintergrund – in Teheran beobachtet werden. Wie die unterdrückten iranischen Frauen im Stadion die Möglichkeit des Protests nutzen und vor laufenden Kameras mit den Sittenwächtern kokettieren. Es sind wenige Momente wie diese, in denen die Kraft des Mediums spürbar wird. FOOTBALL UNDER COVER wurde mit der Auflage gedreht, dass der Film niemals im Iran zu sehen sein wird.

Zum Film selbst lässt sich erschreckend wenig sagen, wenn man sich nicht gerade in politischen Statements zur Situation im Iran verzetteln will. Macht der Film ja auch nicht. Mehr als ein „ist halt so“ entlockt man den deutschen Protagonistinnen kaum, die Iranerinnen sehen das ganz anders, und so sind die Szenen im Stadion, als das Spiel zur causa politica wird, wohl die spannendsten. Der Rest ist leider so furchtbar trivial und oberflächlich: Kann das Spiel nun stattfinden oder nicht? Und welche Stolpersteine legt man den deutschen Gästen wohl als nächstes in den Weg?

FOOTBALL UNDER COVER kann insofern „neu“ sein, als dass er Bilder aus Teheran zeigt. Eine Stadt, die ich bis dato tatsächlich noch nie auf der Leinwand oder im Fernsehen von ihrer alltäglichen Seite gesehen habe, und die sofort den Eindruck von Herzlichkeit erweckt, eine Stadt, die man sogleich selbst erkunden möchte. Würden einem die herrschenden Machtverhältnisse da nicht einen Strich durch die Rechnung machen…

Fazit:

Wo zwei Kulturen aufeinander treffen, ergeben sich Spannungen. FOOTBALL UNDER COVER gibt beiden Seiten der Geschichte Raum, wirft letzten Endes aber trotzdem einen „westlichen“ Blick auf die herrschenden Zustände und ist somit wenig erhellend. Nett, aber oberflächlich.

Wertung:
4/10 Punkte

Filmering.at
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