![]() ![]() Der Mann, der niemals lebte OT: Body of Lies Regie: Ridley Scott Drehbuch: William Monahan Filmstart: 21.11.2008 | Laufzeit: | Actionthriller |
Der CIA Agent Roger Ferris (Leonardo DiCaprio) ist der beste Mann im Nahen Osten. Er wühlt im Dreck, hat sich perfekt an die Gegebenheiten angepasst, und beschafft wichtige Informationen im Kampf gegen den Terrorismus. Dabei wird er stets mittels Satelliten aus den USA überwacht, wo sein Vorgesetzter Ed Hoffman (Russell Crowe) versucht den Überblick über die komplexe Lage zu bewahren. Als Europa von einigen schweren Anschlägen erschüttert wird, versucht Ferris das Terrornetzwerk von Al-Saleem (Alon Aboutboul) zu infiltrieren. Dazu benötigt er aber die Hilfe des eigenwilligen, jordanischen Geheimdienstchefs Hani Salaam (Mark Strong), der als Gegenleistung aber völlig Offenheit fordert. Doch Ferris Lage verkompliziert sich, als er sich in die Krankenschwester Aisha (Golshifteh Farahani) verliebt…
Ridley Scott hat sich nun genau diesem Thema gewidmet, und zeigt in seinem neuen Film, der auf dem Roman „Der Mann, der niemals lebte“ von David Ignatius basiert, wie die Arbeit eines Agenten in der heutigen Zeit aussieht. Dabei basiert die Geschichte zwar nicht direkt auf einer wahren Begebenheit, versucht aber so gut es geht, auf die Realität Bezug zu nehmen. Besonders interessant ist es dabei zu sehen, wie die USA mit der beeindruckendsten technischen Macht der Erde aufmarschiert, aber trotzdem den kürzeren zieht, weil die Terroristen einfach auf moderne Kommunikation verzichten, quasi die Zeit zurück drehen und alles von Angesicht zu Angesicht besprechen.
Im Zentrum des Films steht dabei die feurige, und engagierte Darbietung von Leonardo DiCaprio, der sich erneut als Schauspieler von Weltrang zeigt, und hier den gesamten Film dominiert. Stets am Limit des Erträglichen hetzt er durch den Nahen Osten um die Welt zu schützen. Dies sollte aber nicht falsch interpretiert werden, denn sein Roger Ferris ist kein strahlender Held, der die Unschuldigen rettet, sondern ein mit allen Wassern gewaschener Agent. So scheut er auch nicht zurück einen Informanten zu erschiessen, bevor dieser dem Feind in die Hände fällt, und er versteht es auch, wenn man einen Gefangenen foltern muss, um zu den nötigen Informationen zu gelangen.
Doch Der Mann, der niemals lebte hat auch einige Schwächen zu verbuchen. Als größter Kritikpunkt muss man ganz klar die hineingeschusterte Liebesgeschichte erwähnen. Denn diese passt schlicht gar nicht in den Film, und wird am Ende auch noch als billiger Katalysator der Geschichte verwendet. Doch es passt ganz einfach nicht zum skrupellosen Agenten, dass er für eine Frau seine ganze Operation gefährdet. Leider ist dies eine Anbiederung an Hollywood, und tut der Thematik gar nicht gut. Schlussendlich muss man auch erwähnen, dass Der Mann, der niemals lebte vielleicht etwas unpointiert ist, und speziell am Ende die Chance auf einen mutigen Abschluss vergeigt. So fühlt man sich leider stellenweise etwas verloren, und weiß nicht so recht auf was der Film eigentlich hinaus will.
Fazit:
Ridley Scott inszeniert mit Der Mann, der niemals lebte einen packenden Film über die Arbeit von heutigen CIA Agenten im Nahen Osten, und traut sich dabei durchaus zu zeigen, dass es in diesem Job äußerst rau vor sich geht. Die Darsteller, besonders Leonardo DiCaprio, Russel Crowe und Mark Strong, geben sich dabei von ihrer besten Seite, aber die etwas unpointierte Story und die unpassende Liebesgeschichte verhindern hier etwas Größeres.
Wertung:
7/10 Punkte
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