![]() ![]() JCVD OT: JCVD Regie: Mabrouk El Mechri Drehbuch: Frédéric Bénudis, Christophe Turpin Filmstart: 30.04.2009 | Laufzeit: | Satire |
Jean-Claude Van Damme durchlebt nicht gerade die Zeit seines Lebens. Beruflich muss er sich durch dämliche Action-Schinken quälen, und privat hat er gerade den Sorgerechtsstreit um seine Tochter verloren. Seine Ex-Frau muss nur seine Filme ins Spiel bringen, um seine Qualitäten als Vater zu untergraben. Genervt kehrt er zurück in seine Heimat Brüssel, und will dort eigentlich nur etwas Geld von der Bank holen. Natürlich versuchen gerade in diesem Moment drei Gangster die Bank zu überfallen, und Van Damme landet bei den Geiseln. Doch die Gangster kennen den Star, und zwingen ihn vor der Polizei so zu tun, als wäre er der Bankräuber. Bald schon rücken die Medien und die Van Damme Fans an, um das Schauspiel zu beobachten…
Der Titel JCVD, der sich natürlich auf die Initialen seines Hauptdarstellers bezieht, ist hier wahrlich Programm. „The Muscles from Brussels“, wie Van Damme genannt wird, sind wieder zurück, doch nicht in einer weiteren, lieblosen Direct-to-DVD Produktion, sondern in einem “echten” Film, der nicht die Videotheken, sondern die Filmfestivals erobert. Wer konnte mit so etwas rechnen? Natürlich war Van Damme nie dafür berühmt ein guter Schauspieler zu sein, sondern musste immer nur seine physische Präsenz und sein Charisma einbringen, doch in JCVD darf er endlich zeigen was er kann. Und überraschenderweise kann der gute Mann wirklich verdammt viel.
Bereits die erste Szene des Films ist so herrlich, dass man einfach jedes negative Vorurteil gegenüber JCVD ablegen muss. In einer krachenden Actionszene hetzt sich unser alternder Star durch das Set und versucht eine ähnlich gute Figur wie früher zu machen. Doch das klappt natürlich nicht, und so ist der erste Baustein im Mosaik Van Damme eingefügt, das uns im Folgenden bei Laune halten wird. Herrlich auch die zahlreichen Anspielungen auf das Direct-to-DVD Leben Van Dammes, wie zum Beispiel die Enttäuschung darüber, dass ihm Steven Seagal eine Rolle weggeschnappt hat.
Das wirklich großartige an JCVD ist jedoch, dass es der Film schafft zwar einerseits ein wundervolles Denkmal für Van Damme zu errichten, aber andererseits auch sein Leben zu hinterfragen, und nicht nur einfach den ohnehin bekannten Star zu zeigen, sondern den Menschen hinter der Maske. Besonders eindringlich ist es, wenn Van Damme schließlich in einem langen Monolog, den er so unglaublich betörend vorträgt, sein ganzen Leben in Frage stellt, und sich der traurigen Angst stellt, dass er die Geiselnahme möglicherweise nicht überleben könnte.
Fazit:
JCVD ist ein unerwartet starker Film, in dem Jean-Claude Van Damme beweisen kann, dass er nicht nur aus Charisma und Muskeln besteht, sondern dass auch ein wirklich guter Schauspieler in ihm steckt. Mabrouk El Mechris Film gewährt einen Einblick in die Persönlichkeit Van Dammes, ohne dass sich dieser mit dem Panzer eines Filmhelden schützen könnte. JCVD ist dabei ein erfrischend amüsanter, aber auch zugleich berührender Film, in der ein Mann die Chance bekommt sein Leben zu hinterfragen, und gleichzeitig zu zeigen, dass er es immer noch drauf hat. Gespickt mit zahlreichen Referenzen auf die Filmindustrie und wirklich bemerkenswert arrangiert, ergibt JCVD einen absolut überzeugenden Film, den man einfach gesehen haben sollte.
Wertung:
8/10 Punkte
13.03.2008 - J.C.V.D - Englischer Trailer
13.10.2008 - JCVD - Englischer Trailer 2
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06.11.2008 - JCVD - Poster und Bilder zum Van Damme Film online!
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