The Women (2008)

OT: The Women - 100 Minuten - Tragikomödie
The Women (2008)
Kinostart: 12.12.2008
DVD-Start: Unbekannt - Blu-ray-Start: Unbekannt
Will ich sehen
Liste
5258
Bewerten:

Filmkritik zu The Women

Von am

Frauenfilme sind für die Filmproduzenten gut verdientes Geld. Dabei ist es eigentlich egal in welche Richtung man das Ganze entwickelt. Denn entweder nehmen die geneigten Damen eine männliche Begleitung mit ins Kino, oder gehen mit einer Gruppe Freundinnen. In beiden Fällen dürfte die Kasse stimmen. Ist ja auch kein Problem. Denn die Produzenten bekommen ihr erhofftes Geld, die Frauen einen schönen Filmeabend, und es kann ja auch sein, dass der Film sogar erfrischend unterhaltsam ist (man nehme nur Der Teufel trägt Prada), sodass auch die männliche Begleitung Spaß hat. Doch was man sich bei The Woman gedacht hat bleibt ein Rätsel. Auf der einen Seite will der Film nämlich einen feministischen Wink geben, auf der anderen Seite ist er aber so dämlich und überkonstruiert, dass man annehmen muss, dass man das weiblich Zielpublikum für komplett bescheuert hält.

Mary Haines (Meg Ryan) steht vor den Scherben ihres perfekten Lebens, als sie entdeckt, dass ihr perfekter Ehemann eine Affäre mit der attraktiven Crystal Allen (Eva Mendes) hat. Ihre Freundinnen Sylvie (Annette Bening), Edie (Debra Messing) und Alex (Jada Pinkett Smith) versuchen nun ihr durch die schwere Zeit zu helfen. Doch da steht auch schon das nächste Drama an: Sylvie versucht ihrer Kündigung zu entgehen, und erzählt pikante Details von Marys Trennung einer Klatschreporterin…

Regisseurin Diane English musste lange kämpfen um ihr Kinodebüt geben zu dürfen. Das hat auch einen guten Grund. Denn sie wollte unbedingt eine Neuinterpretation des Films The Woman, aus dem Jahre 1939 drehen, der auf einem Broadwaystück basierte, und auf einer Damentoilette spielte. Das Problem dabei ist nur, dass Diane English dabei dem wesentlichen Konzept des Originals treu bleiben wollte: Es sollten keine Männer im Film vorkommen.

Was sich nun geschrieben etwas schräg anhört, ist in der Praxis völlig deplatziert und schwachsinnig. So verzichtet man nicht nur darauf männliche Schauspieler zu besetzten, man hat auch noch völlig darauf verzichtet irgendwelche männlichen Statisten zu casten. Tja, dies wirkt nicht nur völlig unglaubwürdig, sondern fühlt sich ganz einfach unrund an. Hinzu kommt, dass der Film versucht eine feministische Botschaft ans Publikum zu bringen, was unter den gegebenen Umständen aber völlig unmöglich ist, vor allem, da die Damen scheinbar kein anderes Thema als Männer kennen. So viel zum Feminismus halt.

Denn Diane English zeigt einen Film völlig ohne Männer, was nicht den Eindruck erweckt, als würden sich die Hauptdarstellerinnen im Leben durchsetzen, sondern viel mehr so rüberkommt, dass man als Frau die Männer ausklammern muss um zu „gewinnen“. Natürlich ist das von mir etwas überspitzt formuliert, aber The Woman gibt sich von vorne bis hinten so dämlich und überkonstruiert, dass es einfach weh tut. Da sind die belanglosen und dämlichen Dialoge nur noch das Sahnehäubchen.

Überraschend ist aber, dass man zwar über einen äußerst namhaften Cast verfügt, aber dennoch in keiner Sekunde meint wirklich hochwertiges Schauspiel zu sehen. Einmal von der längst völlig heruntergekommenen Meg Ryan abgesehen, von der man ohnehin nicht mehr erwarten konnte einen Film tragen zu können, ist es vor allem die unspektakuläre Darbietung der großartigen Annette Bening, und die völlig überzogene Leistung von Jada Pinkett Smith, die für die größten Enttäuschungen sorgen. Doch damit will ich es auch belassen, denn The Woman ist in jeder Hinsicht verschwendete Zeit und ein wirklich enttäuschender Film.

Fazit:
Was soll man von einem Film halten, der uns ernsthaft eine Welt ohne Männer verkaufen will? Irgendwie stimmt bei The Woman kaum etwas zusammen. Zugegeben, der Cast hätte einiges versprochen, aber Regisseurin Diane English ist leider nicht fähig daraus einen ansehbaren Film zu schustern. Die Dialoge ist peinlich, das Konzept wacklig, und überhaupt wirkt es so, als würde der Film das weibliche Zielpublikum für debil halten. Denn nur billige Klischees zu sammeln und daraus Müll zu machen, sollte nicht reichen, damit man sich Frauenfilm nennen darf. Denn dass Frauen nur solche Filme wollen, ist das billigste Klischee von allen.

Wertung:

3/10 Punkte 

Filmering.at
Community
Ø Wertung: 5.7/10 | Kritiken: 1 | Wertungen: 3
10 /10
33%
9 /10
0%
8 /10
0%
7 /10
0%
6 /10
0%
5 /10
0%
4 /10
33%
3 /10
33%
2 /10
0%
1 /10
0%
Vielleicht interessiert dich auch
Up in the Air (2009)
A Serious Man (2009)
Adventureland (2009)
Kleine Wunder in Athen (2009)
I Love You Phillip Morris (2009)
Die Eleganz der Madame Michel (2009)
Away We Go - Auf nach Irgendwo (2009)
Ein Sommer in New York (The Visitor) (2007)
Alle Empfehlungen anzeigen
Der Film ist in diesen Listen
Keine Listen gefunden!