![]() ![]() Max Payne OT: Max Payne Regie: John Moore Drehbuch: Beau Thorne Filmstart: 21.11.2008 | Laufzeit: | Action |
Wie verhält sich das nun im Falle von Max Payne? Das Spiel kann man getrost unter die besseren Actionspiele der vergangenen Zeit einreihen. Doch das bedeutet nicht automatisch, dass der Film ebenfalls zu den besseren Actionfilmen gehört. Die Handlung des Films ist simpel. Max Payne (gespielt von einem vollkommen fehlbesetzten Mark Wahlberg) will Rache an den Mördern seiner Frau und seines Kindes. Das war’s, schlicht und ergreifend. Doch das bedeutet nicht zwangsläufig, dass der Film schlecht sein muss, und sich fern jeglicher Komplexität und Zwiespältigkeit bewegt. Denn Rache ist nie simpel. Selbst eine derart einfache Handlung, kann zu durchaus komplexen und vielschichtigen Filmen und Figuren führen, man denke da nur mal an Mad Max, Memento oder Spiel mir das Lied vom Tod.
Max Payne ist ohne Zweifel actiongeladen, doch letzteres (komplexe Emotionen und fragwürdige Handlungen) sucht man in diesem Film vergebens. Die Handlung bleibt den ganzen Film über simpel gestrickt. Die Figur von Max Payne ist eindimensional und viel zu einfach dargestellt. Es wird überhaupt kein Augenmerk auf seine innere Zerrissenheit oder die immensen seelischen Qualen, die er durchleidet, gelegt. Es findet keinerlei Beachtung und wirkt beinahe so, als wäre er eigentlich ohnehin schon längst über den Tod seiner Familie hinweggekommen, übt aber trotzdem Rache, einfach aus dem Grund, weil es im Drehbuch steht.
Die netten, aber etwas unoriginellen Actionszenen, retten den Film vor dem völligen Untergang. Was Max Payne ebenfalls Pluspunkte verleiht ist die gelungene, dunkle Atmosphäre des Films, die wohl auch großteils eher dem Spiel zu verdanken ist, als dem Regisseur. Doch trotz seiner zahlreichen negativen Eigenschaften, schafft der Film etwas, was viele andere, gleichermaßen irrelevante Filme ebenfalls zu leisten in der Lage sind, er schafft es, den Zuschauer dennoch zu unterhalten. Wobei es sich aber naturgemäß, um eine sehr kurzweilige und belanglose Art der Unterhaltung handelt.
Fazit:
Max Payne bietet dem Zuschauer ein schlechtes Drehbuch, einfallslose Regie und fehlbesetzte Schauspieler (mit Ausnahme von Olga Kurylenko, die immer hübsch anzusehen ist, aber hier leider nur eine sehr kleine Rolle spielt). Zudem ist der Film ein Paradebeispiel an einer, von vorne bis hinten durchsichtigen Handlung, Logikfehler inklusive, und schwachen, eindimensionalen Figuren. Auf der anderen Seite gelingt es dem Film eine sehr düstere Stimmung zu etablieren, er hat ein dunkles Setting und einige Actionszenen, die zumindest schön gemacht sind, wenn auch nicht immer ganz sinnvoll wirken. Außerdem schafft es der Film, trotz seiner zahlreichen Fehler und Schwächen, den Zuschauer zu unterhalten. Wer sich also kein Meisterwerk des modernen Actionkinos erwartet, sondern den Film als das nimmt, was er ist, nämlich eine nebensächliche Berieselung, bestens geeignet zum Abschalten jeglicher zerebralen Aktivitäten, wird zumindest eine unterhaltsame Zeit im Kino verbringen und bestens vom Alltagsstress abschalten können. Wer jedoch etwas mit mehr Substanz und Inhalt genießen möchte, sollte einen ganz großen Bogen um diesen Film machen, denn der wird mit Max Payne zwangsläufig seine Zeit und sein Geld verschwenden.
Wertung:
5/10 Punkte

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